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Den bedeutenden Historiker Droysen geehrt

08.06.2007 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Stadt und Universität starten zum Universitätsjubiläum gemeinsames Gedenktafel-Projekt Jena (08.06.07) In Jena begegnet man auf Schritt und Tritt Historie. In der Universitätsstadt haben unzählige berühmte Persönlichkeiten gelebt, auf die mit zahlreichen Tafeln an ihren Wirkungsstätten oder Wohnhäusern hingewiesen wird. Die Stadt Jena und die Friedrich-Schiller-Universität wollen diese wichtige Tradition mit einem gemeinsamen Gedenktafel-Projekt fortsetzen und zugleich erneuern.

Den Auftakt machte am Freitag (8. Juni) die Enthüllung einer Gedenktafel für den bedeutenden deutschen Historiker Johann Gustav Droysen (1808-1884). Droysen hatte von 1851 bis 1859 in Jena gewirkt und gilt als Begründer des Historischen Seminars der Universität. "Außerdem ist Droysen der Spiritus Rector dieser besonderen Form von Erinnerungskultur, die 1858, zur 300-Jahr-Feier der Universität, begonnen wurde", sagte Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke beim Festakt. "Wir wollen damit die herausragenden Bürger, Studenten und Professoren unserer Stadt wieder aufleben lassen", so Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. "Damit setzt die Stadt der Wissenschaft 2008 ein Zeichen, die Vergangenheit im Blick zu halten mit dem Anspruch, an die herausragenden Leistungen auch in der Zukunft anzuknüpfen", sagte Schröter weiter.

Anlass für dieses gemeinsame Projekt ist das 450. Jubiläum der Universität, das 2008 begangen wird. Bis dahin will die Stadt eine Bestandsanalyse erstellen, welche Gedenktafeln noch vorhanden sind. Das Universitätsarchiv wird dazu ermitteln, welche Gedenktafeln einst hingen. "Diese verloren gegangenen Tafeln sollen nun kontinuierlich ergänzt werden", sagte Prof. Dicke.

Die Droysen-Tafel, die jetzt in der Nähe des Historischen Jenaer Rathauses hängt, gehört zu diesen Ergänzungen. Ursprünglich hing sie an einem Haus am Rande des heutigen Eichplatzes, das 1945 zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Daher wurde die erneuerte Tafel, deren Gestaltung an das Original angelehnt ist und die von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Jena finanziert wurde, in nächster Nähe zum ursprünglichen Standort aufgehängt.

Oberbürgermeister und Rektor dankten allen Hausbesitzern, die sich bereit erklärt haben, Gedenktafeln an ihre Häuser hängen zu lassen. "Sie fördern damit die Erinnerungskultur und zugleich das von langer Tradition und der Universität geprägte Image der Stadt", unterstrichen Dicke und Schröter unisono.

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