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Internationaler Workshop "Genders, Societies, and Cultures after World War II"

19.06.2007 - (idw) Universität Erfurt

Ein Workshop mit dem Titel "Genders, Societies, and Cultures after World War II" findet am 22. und 23. Juni 2007 im Begegnungszentrum Kleine Synagoge statt. Interessenten sind herzlich willkommen. Organisiert wird der Workshop von James Gilbert und Jürgen Martschukat vom Lehrstuhl für Nordamerikanische Geschichte. Eine Vielzahl von profilierten Wissenschafterlinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland tragen zu dem vielseitigen Programm bei. Auf den ersten Blick scheint es, als seien die USA nach den langen Jahren der Depression und des Zweiten Weltkrieges kopfüber auf eine heteronormative Gesellschafts- und Geschlechterordnung zugesteuert, in deren Zentrum die Figuren des männlichen "breadwinners" und des weiblichen "homemakers" fest verankert waren. Auch wenn diese Vorstellung in weiten Teilen durchaus zutreffend sein mag, so haben doch in den letzten Jahren eine Vielzahl von Studien die Diversität und Multiplizität der Geschlechter in den 1950er Jahren betont. Ohne Zweifel war das Streben nach Konformität stark - und doch war das Leben facettenreicher, als es oberflächlich betrachtet zunächst erscheinen mag. So waren, um nur ein naheliegendes Beispiel zu nennen, eben nicht alle Amerikanerinnen und Amerikaner weiß und heterosexuell, und selbst wenn sie es waren, so lag der Fokus ihrer Lebensgestaltung bei weitem nicht immer auf der Familie.

Der internationale Workshop "Genders, Societies, and Cultures after World War II" will gerade diese Vielfältigkeiten von Geschlechterentwürfen in den Blick nehmen. Es soll diskutiert werden, wie Individuen mit der Geschlechter- und Gesellschaftsordnung und ihren sozialen und kulturellen Bedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg umgingen, und wie und in welchem Maße Normen gestaltet und durch Wiederholung bestätigt oder verändert wurden. Zugleich soll auch eine internationale Perspektive auf die Neu/Gestaltung von Nachkriegswelten eröffnet werden. Zwar liegt ein Schwerpunkt der Konferenz auf der US-amerikanischen Geschichte, doch werden auch die beiden deutschen Gesellschaftsordnungen nach dem Zweiten Weltkrieg in den Blick genommen. Vorträge zur US-Geschichte werden daher in sich anschließenden Kommentaren in ihrer Relation zur Nachkriegsgeschichte Ost- oder Westdeutschlands diskutiert. Aus dieser Perspektive heraus soll auch die Untersuchung der Wandelbarkeit von sozialen und kulturellen Kategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Sexualität und Familie eine besondere Betonung erhalten.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/nordamerika/veranstaltungen.html#Genders
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