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FernUniversität schließt Zielvereinbarungen ab: Stärkung des einzigartigen Profils der Hochschule

13.05.2002 - (idw) Fernuniversität-Gesamthochschule-Hagen

Eine weitere Ausgestaltung ihres einzigartigen Profils mit neuen Studienangeboten und dem Ausbau ihres "Lernraum Virtuelle Universität" steht für die FernUniversität Hagen am Ende der Zielvereinbarungen mit dem Düsseldorfer Wissenschafts-ministerium. Sie wurden am Freitag (10. Mai 2002) von Staatssekretär Hartmut Krebs für das Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung und dem Rektor der FernUniversität Gesamthochschule in Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, unterzeichnetet. Neue Studienstrukturen und Studienangebote im Bereich Kultur- und Sozialwissenschaften, in der Rechtswissenschaft sowie eine fachübergreifende Schwerpunktsetzung in der Forschung in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien- und Bildungsforschung gehören u.a. zu den Entwicklungsaufgaben für die Zukunft.

Eine völlig neue Studienstruktur mit zeitgemäßen Studienangeboten ist die Antwort des bisherigen Fachbereichs Erziehungs-, Sozial- und Geisteswissenschaften der Fern-Universität auf die Herausforderungen durch die Rechtsverordnung, mit der das Wissenschaftsministerium die bisherigen Magisterstudiengänge des Fachbereichs eingestellt hat. Die Fächer Erziehungswissenschaft, Geschichte, neuere deutsche und europäische Literatur, Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft und Psychologie wollen ihre Lehre und Forschung künftig zwei längerfristig bedeutsamen Themenfeldern widmen: der "kulturellen Orientierung gesellschaftlichen Handelns" und der "politischen und organisatorischen Gesellschaftsgestaltung".
Sie haben aus diesem Fächer übergreifenden Ansatz auch eine neue Studienangebots-struktur entwickelt: vier Bachelor-Studiengänge Kulturwissenschaften, Bildung und Kommunikation, Politik und Organisation sowie Social Change Management und fünf Master-Studiengänge Europäische Philosophie, Formierung der Europäischen Moderne, Bildung und Medien, Politische Steuerung und Koordination (Governance) sowie Individualisierung und sozialer Wandel. Die neuen Lehrangebote sollen den vielfältigen Verflechtungen von kulturellen Prägungen und Gestaltungsbemühungen Rechnung tragen. Der Fachbereich hat sich dem entsprechend bereits in Fachbereich für Kultur- und Sozialwissenschaften umbenannt.
Die FernUniversität - national im Bildungsbereich bereits führend im Einsatz von Neuen Medien - soll mit einem dem Fachbereich zugeordneten Institut Medien- und Bildungsforschung den Kompetenzknoten eines nationalen Netzwerkes zur Erforschung von Neuen Medien in der Lehre bilden.
Wie das Ministerium in einer eigenen Presseinformation zur Unterzeichnung der Zielvereinbarung mitteilt, sind die Zielvereinbarungen ein entscheidendes Instrument im Rahmen der nordrhein-westfälischen Hochschulreform, um die vorhandenen Stärken der einzelnen Hochschulen auszubauen und um neue Schwerpunkte in Forschung und Lehre zu bilden mit dem Ziel einer künftig größeren Hochschulautonomie und Planungssicherheit für die Hochschulen bis Ende 2004.
Einen solchen neuen Schwerpunkt bildet die FernUniversität im Fachbereich Rechts-wissenschaft mit dem gestuften Studiengang Bachelor und Master of Laws. Der innovative Studiengang ist an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert, die ihre Mitarbeiter qualifi-zieren will. Er bietet eine Alternative zur herkömmlichen Juristenausbildung, indem er eine nicht justizbezogene, praxisnähere Rechtsausbildung auf universitärem Niveau bietet.
Die Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik sowie Mathematik werden einen Verbund bilden, um die vorhandenen Synergiepotentiale in Lehre und Forschung besser zu nutzen.

Fachübergreifende Handlungsfelder:

Neue Medien
Die FernUniversität verwirklicht mit ihrem Konzept "Lernraum Virtuelle Universität" bereits heute einen integrierten und ganzheitlichen Ansatz einer virtuellen Universität. Das Land wird die weitere Entwicklung bis zum Ende der Zielvereinbarungen Ende 2004 mit rund 3 Mio Euro fördern, ein Teil dieser Mittel soll u.U. eingeworben werden. Die FernUniversität legt zum Ausbau des virtuellen Lehr- und Betreuungsbetriebs ein eigenes Multimediaprogramm auf. Als Ziele wurden für diesen Zeitraum vereinbart: Ausbau der technischen Infrastruktur, Virtualisierung der Studienangebote, Qualitätssicherung der Lehr- und Lernmittelproduktion sowie eine weitere universitätsübergreifende Information und Diskussion.

Weiterbildung
Durch ihre spezifische Form der Lehrvermittlung hat die FernUniversität eine herausragende Bedeutung im Bereich der berufsbegleitenden Studiums und der wissenschaftlichen Weiterbildung. Sie wird ihre diesbezüglichen Angebote kontinuierlich und zielgerichtet weiter ausbauen.

Frauenförderung
Um den Anteil von Frauen im Fernstudium zu erhöhen sollen zunehmend Gender-Aspekte in der Lehre berücksichtigt werden. So werden etwa mit dem vom BMBF geförderten Projekt Virtual International Gender Studies (VINGS ) Modelle für die virtuelle Lehre unter Berücksichtigung von Genderaspekten entwickelt.

Internationalisierung

Als heute einzige Universität der Bundesrepublik mit zahlreichen Außenstellen im Ausland ist die FernUniversität bestrebt, ihre Internationalisierungsstrategie neu zu ordnen und sich erfolgsorientiert strategisch noch besser zu positionieren, und entwickelt dafür ein Strategiepapier.

Qualitätssicherung
Der Betreuung kommt beim erfolgsorientierten Fernstudium eine zentrale Rolle zu. Zur Qualitätssicherung im netzgestützten modernen Fernstudium wird die FernUniversität Modelle entwickeln und erproben, die Betreuungsaspekte und Erfolgskriterien berücksichtigen und Umsetzungsstrategien enthalten.
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