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Gesundheit am Arbeitsplatz - Jahrestagung der Arbeitsmediziner erstmals in Dresden

07.03.2003 - (idw) Technische Universität Dresden

Vom 26. bis 29. März 2003 findet in Dresden die 43. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. statt. Zum ersten Mal treffen sich die Arbeitsmediziner zu ihrer Tagung in den neuen Bundesländern: Eine Referenz an die Arbeitsmedizin im Osten Deutschlands und gleichzeitig an das 175-jährige Bestehen der TU Dresden. Die Schirmherrschaft für die Jahrestagung hat der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement übernommen.

An der TU Dresden hat die Arbeitsforschung eine lange Tradition.
Arbeitsbedingte Erkrankungen kosten deutschlandweit jährlich mindestens 28 Milliarden Euro. Allein gesundheitliche Schäden durch Stress verursachen der deutschen Wirtschaft Kosten in Höhe von rund sechs Milliarden Euro. Immer mehr Beschäftigte befürchten, dass sich ihr Gesundheitszustand durch belastende Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern werde und erwarten, dass sie nicht bis zum 65. Lebensjahr arbeiten könnten. Grund genug, dass die Arbeitsmedizin - das medizinische Fachgebiet, das sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Arbeit und Mensch, dessen Gesundheit, Krankheit und Arbeitsfähigkeit befasst - als die wichtigste präventivmedizinische Disziplin in Deutschland gilt.
Alle Arbeitnehmer in unserem Land sind arbeitsmedizinisch zu betreuen. Jährlich werden mehr als vier Millionen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt, eine der umfangreichsten Aktivitäten Deutschlands zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit.
Arbeitsmediziner sind als Betriebs- oder Werksärzte, in überbetrieblichen arbeitsmedizinischen Diensten, in eigener Praxis, als Gewerbeärzte, in Sozialversicherungen einschließlich der Unfallversicherungen oder in universitären Einrichtungen tätig. In Deutschland haben insgesamt 14.000 Ärzte eine arbeitsmedizinische Fachkunde.

Für das wissenschaftliche Programm wurden insgesamt 230 Beiträge eingereicht, von denen 72 als Vortrag und 73 als Poster angenommen wurden. Mehr als 1.000 Teilnehmer werden erwartet. Das wissenschaftliche Spektrum der Jahrestagung ist extrem breit und reicht von Themenkreisen wie Gruppenarbeit, "Just in time", Flexibilität der Arbeit, "Outsourcing",
flexiblen Arbeitsbiographien über Angst durch drohende Arbeitslosigkeit bis hin zum Problemkreis Arbeitstoxikologie und Berufskrebse.
Einer der führenden Stressforscher der Welt und offizieller Berater der Europäischen Kommission Professor Dr. Lennart Levi wird einen Vortrag zum Thema "Stress - Würze des Lebens oder Gifthauch des Todes?" halten. Das zweite Hauptthema widmet sich der Arbeitsfähigkeit älterer Menschen.
Die Jahrestagung wird von einer Industrieausstellung mit Produkten zum Arbeits- und Gesundheitsschutz begleitet.
Da arbeitsmedizinisch relevante Probleme allgegenwärtig sind und vor niemandem halt machen, werden im Rahmen der Jahrestagung auch zwei Übersichtsreferate für interessierte Dresdner angeboten (Freitag, 28.03.2003 und Samstag, 29.03.2003 von 08:00-09:00 Uhr im Salon Neumarkt, Kulturpalast, Eintritt frei).
Darüber hinaus bitten wir die Vertreter der Medien, sich schon heute den Termin für die Pressekonferenz am 27.03.2003, 13:00 Uhr vorzumerken. Eine gesonderte Einladung folgt noch.

Informationen für Journalisten: Dr. med. Hanns C. Korus
Telefon 0351 3177-441, E-Mail: Korus@imib.med.tu-dresden.de
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