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Elektronische Geldwäsche behindern, Umleitungen bei Datenstau finden

10.03.2003 - (idw) FernUniversität in Hagen

Auf der CeBIT präsentiert der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der FernUniversität in Hagen zwei Entwicklungen im Rahmen des Internationalen Qualitätsnetzes (IQN) "Selbstorganisierende Netze und Anwendungen": ein neues, faires Internet-Zahlungssystem und eine "Verkehrsregelung" für den elektronischen Datenverkehr. Die FernUniversität ist auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW in Halle 11, Stand-Nr. D26, zu finden.

Zwei Entwicklungen im Rahmen des Internationalen Qualitätsnetzes (IQN) "Selbstorganisierende Netze und Anwendungen" präsentiert der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der FernUniversität in Hagen vom 12. bis 19. März auf der CeBIT 2003. Unter Federführung von Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer werden ein neues, faires Internet-Zahlungssystem und eine "Verkehrsregelung" für den elektronischen Datenverkehr gezeigt. Die FernUniversität ist auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW in Halle 11, Stand-Nr. D26, zu finden.

Das IQN will dazu beitragen, die "Verkehrsbelastungen" durch den Datenverkehr im Internet so zu verteilen, dass möglichst wenig "Staus" entstehen. Hierfür wird die Dynamik des Datenverkehrs analysiert. Zurzeit ist die Belastung der Knotenpunkte (Server) in diesem weltweiten "Verkehrsnetz" sehr unterschiedlich: Während manche überlastet sind, haben andere noch freie Kapazitäten. Bei Überlastung gehen verschickte Daten oft einfach verloren und müssen nochmals gesendet werden - u. a. erhöht das den Datenverkehr nochmals. Praktisches Ziel der zurzeit noch theoretischen Entwicklung, die auf Erkenntnissen der Chaostheorie basiert: Ähnlich wie bei einer Straßenübersicht mit Ampeln können entsprechend der Auslastung - rot, gelb und grün angezeigt - automatisch Umleitungen vorgeschrieben werden. Hierfür tauschen benachbarte Server, die jeweils individuelle Verkehrssteuerungen haben (die unabhängig vom Nachrichteninhalt sind), untereinander Informationen über ihre Auslastung aus.

Auch das zweite Exponat befasst sich mit einem aktuellen Internet-Thema: mit Missbrauch im Bereich des elektronischen Bezahlens. Bisher übliche vollständig anonyme Zahlungssysteme können von böswilligen Nutzern für Geldwäsche, Erpressung etc. missbraucht werden, weil es - aus durchaus guten Gründen - Identitäten nicht enttarnt werden können. Hier setzt die FernUni-Entwicklung an, die gleichzeitig aber auch den Persönlichkeitsschutz garantiert: Zusätzlich zu Käufer, Verkäufer und Bank wird ein vertrauenswürdiger Dritter in die Transaktion einbezogen. Mit seiner Unterstützung kann die Bank die Anonymität aufheben. Bei dieser "virtuellen" Person handelt es sich lediglich um ein zusätzliches Protokoll, das ausschließlich von der Bank eingesetzt wird: Es hält sowohl das elektronische Geld wie auch den Eigentümer nach. Nur die Bank kann bei berechtigtem Interesse z. B. von Strafverfolgern die Anonymität aufheben und recherchieren, wer das e-Geld in welchem Zusammenhang ausgegeben hat. Das System stellt zudem sicher, dass elektronische Münzen nur einmal benutzt werden.

An der FernUniversität sind die Lehrgebiete Bauelemente der Elektrotechnik (Prof. Dr. Wolfgang Fahrner), Datenverarbeitungstechnik (Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer), Informationstechnik (Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Halang) und Kommunikationssysteme (Prof. Dr.-Ing. Firoz Kaderali) an IQN beteiligt.
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