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Neuer geschäftsführender Direktor am Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie

09.07.2007 - (idw) Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie

Zum 1.Juli 2007 übernimmt Prof. Dr. Rudolf Amann die Geschäftsführung des Bremer Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie (MPI). Rudolf Amann ist seit 2001 Direktor und Leiter der Abteilung Molekulare Ökologie und lehrt an der Universität Bremen im Fachbereich Biologie. Mit seiner Forschung knüpft Rudolf Amann die Verbindung zwischen den beiden anderen Forschungsschwerpunkten des Instituts, der Mikrobiologie und der Biogeochemie des Meeres. Die in der Natur vorkommenden Mikrooorganismen sind das zentrale Thema: Sie wandeln viele chemische Verbindungen um und tragen so entscheidend dazu bei, die Erde bewohnbar zu halten.

Rudolf Amann ist seit 1997 am Bremer Max-Planck-Institut. In der Zeit davor als Hochschulassistent an der Technischen Universität München entwickelte er maßgeblich ein Nachweisverfahren, mit dem man Umweltproben auf die bakterielle Zusammensetzung prüfen kann. Diese Fluoreszenz- in situ-Hybridisierung brachte hierbei den Durchbruch, denn die speziell gefärbten Sonden binden nur an die entsprechenden Zielorganismen. So lassen sich mit dem Mikroskop die in Gemeinschaft mit anderen Mikroorganismen lebenden Bakterien genau voneinander unterscheiden und studieren. Amanns erfolgreiche Forschung brachte ihm schon mehrere internationale Ehrungen und Preise wie den renommierten Bergey?s Award und den Körberpreis ein.

Prof. Amann liegt aber auch die Lehre sehr am Herzen. Mit der International Max Planck Research School for Marine Microbiology (Marmic) hat er 2002 in Bremen eine "Doktorandenschule" für Studenten aus aller Welt gegründet. Zusammen mit der Universität Bremen, der Jacobs University Bremen und dem Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung bildet das Bremer Max-Planck-Institut rund 60 angehende Meeresforscher aus 30 Ländern aus.

Das 1992 gegründete Bremer Max-Planck-Institut arbeitet weltweit mit vielen Institutionen zusammen. Besonderen Wert legt Rudolf Amann in den nächsten drei Jahren auf die Küstenforschung und die Stärkung des nordwestdeutschen Forschungsraums. Hier hat die langjährig enge Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg in der Wattenmeerforschung Vorbildcharakter.

Seinen Forschungsschwerpunkt sieht Amann in den Stoffkreisläufen des Systems Erde. Wichtig ist ihm dabei die fächerübergreifende Integration von Grundlagenforschung. Mit seinen eigenen Worten: "Moderne Meereswissenschaft braucht Genomdaten genauso wie Satellitendaten und überspannt vom Gen bis zum Ozeanbecken viele Skalen. Letztendlich geht es uns darum, auf der Grundlage gesicherten Wissens in den Feldern Biologie, Chemie und Geologie, die Auswirkung des globalen Wandels auf die Meere und das System Erde besser zu verstehen."
Weitere Informationen: http://www.mpi-bremen.de Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie
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