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Aufbauarbeit

09.07.2007 - (idw) Universität Erfurt

Ehemaliger MP Vogel hält zur Ringvorlesung zur Deutschen Einheit am 10. Juli Rückschau Dem ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten Professor Dr. Bernhard Vogel ist es vorbehalten, die Reihe der Ringvorlesungen zum Thema Deutsche Einheit im Sommersemester zu beschließen. Sein Vortrag mit dem Titel "Aufbauarbeit - eine Rückschau" beginnt am morgigen Dienstag (10. Juli) um 18.00 Uhr im Rathausfestsaal.

Bernhard Vogel wird dabei seine ganz persönlichen Eindrücke beim Fall der Mauer und in den Monaten danach schildern und berichten, welche Arbeit die Konrad-Adenauer-Stiftung, der er heute als Vorsitzender vorsteht, in dieser Zeit in der DDR bzw. den jungen Ländern geleistet hat. Danach wird er sich seiner Zeit als Ministerpräsident von Thüringen zuwenden. "Eindrücke, Erfahrungen, Herausforderungen, Aufgaben und Entwicklungen in dieser Zeit", stehen im Mittelpunkt des Vortrages. Vogel will außerdem auch den aktuellen Stand des Aufbaus Ost ansprechen und einordnen.

Bernhard Vogel kann wie kaum ein anderer zum Thema Deutsche Einheit sprechen, war er doch Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und des Freistaats Thüringen. Damit ist er der bislang einzige Politiker, der Ministerpräsident zweier deutscher Bundesländer (Ost und West) war. Vogel studierte Politologie, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft in München und Heidelberg. Nach der Promotion zum Dr. phil. in Heidelberg (1960), war er für vier Jahre als wissenschaftlicher Assistent und ab 1961 als Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaft tätig. Bereits mit 32 Jahren errang Bernhard Vogel bei den Bundestagswahlen 1965 das Direktmandat des Wahlkreises Neustadt - Speyer. Mit 35 Jahren wechselte Vogel als Minister für Unterricht und Kultus in die von Ministerpräsident Peter Altmeier geführte Landesregierung von Rheinland-Pfalz. Als Kultusminister genoss Vogel bundesweite Anerkennung und über die Parteigrenzen hinweg Wertschätzung in der Kultusministerkonferenz. Eine der wichtigsten Entscheidungen Vogels war die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern. Von 1976 bis 1988 war er Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Anschließend konzentrierte er sich auf die Leitung der Konrad-Adenauer-Stiftung, deren Vorsitzender er bereits seit 1983 war. Am 5. Februar 1992 wurde Vogel zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen gewählt und gab 1993 den Vorsitz der Adenauer-Stiftung auf. Im selben Jahr übernahm Vogel auf Wunsch der Thüringer CDU bis 1999 deren Vorsitz. Bei der Landtagswahl 1999 erreichte er die absolute Mehrheit. Aus Altersgründen trat Vogel am 5. Juni 2003 vom Amt des Ministerpräsidenten zurück. Seit 2001 steht Vogel wieder der Konrad-Adenauer-Stiftung vor.

"Deutsche Einheit - ein Projekt" war der Titel der 14. Ringvorlesung der Universität, die in diesem Sommersemester wieder gemeinsam mit der Fachhochschule veranstaltet wird. In der Ringvorlesung sollte eine Zwischenbilanz versucht werden. Redner aus der Universität und der Fachhochschule, Wissenschaftler anderer Universitäten, aber auch Politiker wie Bernhard Vogel sowie der Schriftsteller Landolf Scherzer beschäftigten sich mit Fragen wie diesen: Was wurde richtig gemacht? Wo ist die Einheit gelungen? Wo sind nach 17 Jahren immer noch Defizite zu verzeichnen? Was hätte anders gemacht werden müssen angesichts der Chance zur Wiedervereinigung des seit 1945 faktisch geteilten Landes?


Die mit Unterstützung der Sparkassenfinanzgruppe, der Stadtverwaltung Erfurt und der Universitätsgesellschaft Erfurt e.V. gemeinsam mit der Fachhochschule veranstaltete und von der Thüringer Allgemeine präsentierte populäre Reihe bot in insgesamt 11 Veranstaltungen Vorträge ausgewiesener Experten.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/presse/veranstaltungen/ringvorlesung/
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