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Qualität von Öko-Produkten dauerhaft sichern - Startschuss für CORE Organic-Forschungsprojekte

09.07.2007 - (idw) Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Zwei der acht Projekte, die im Rahmen des europaweiten Ökolandbau-Forschungs-Netzwerkes CORE Organic in diesen Tagen starten, laufen unter deutscher Koordination. An fünf weiteren Projekten sind deutsche Wissenschaftler beteiligt.

Mit der großen Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln und der erforderlichen schnellen Produktionssteigerung wächst die Gefahr, dass die Qualität des Angebots sinkt. Beide Projekte unter deutscher Koordination stellen sich diesem Problem: Das Projekt "Farmer Consumer Partnerships" unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Hamm (Fachgebiet Agrar- und Lebensmittelmarketing der Universität Kassel-Witzenhausen) hat das Ziel, in verschiedenen Ländern Kommunikationsargumente zu identifizieren, die geeignet sind, bei den Konsumenten eine höhere Zahlungsbereitschaft für unter besonderen Standards erzeugten Lebensmitteln zu erreichen. Wenn Landwirte die Einhaltung sozialer, ökologischer oder ethischer Standards honoriert bekommen, so der dahinter liegende Grundgedanke, sind sie nicht mehr gezwungen, ihre Produktionsstandards zu senken, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. Insgesamt sechs Universitäten bzw. Forschungsinstitutionen in fünf europäischen Ländern werden Erfolg versprechende Verkaufsargumente für unter besonderen Bedingungen erzeugte Öko-Lebensmittel analysieren.

Im Projekt "Quality analysis of critical control points within the whole food chain an their impact on food quality, safety and health" (QACCP) entwickeln 22 Partner aus Wissenschaft, Verbänden und Unternehmen in acht Ländern unter Leitung von Privatdozent Dr. Johannes Kahl (Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur der Universität Kassel-Witzenhausen, Leitung: Prof. Dr. Angelika Ploeger) Optimierungsstrategien, um die Qualität von Öko-Lebensmitteln zu sichern und weiter zu verbessern. Am Beispiel der Möhren wird über die gesamte Produktions-Kette hinweg nach Ansatzpunkten gesucht, Öko-Lebensmittel noch schmackhafter und gesünder zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verarbeitung. Die Untersuchungen werden sowohl an wissenschaftlichen Modellprojekten als auch in praktizierenden Unternehmen durchgeführt. Die am Beispiel der Möhre bzw. den daraus hergestellten Produkten gewonnenen Erkenntnisse sollen am Ende des Projektes auf ihre Übertragbarkeit geprüft werden.

Für die acht ausgewählten Projekte der ersten europaweiten Ausschreibung im Bereich Öko-Landbau und -Ernährung stehen neun Millionen Euro zur Verfügung. Vier dieser Projekte beziehen sich auf den Bereich "Qualität ökologischer Lebensmittel - Gesundheit und Sicherheit", zwei auf die Thematik "Vorbeugendes Krankheits- und Parasitenmanagement und verbesserte Therapien zur Vermeidung des Einsatzes von Antibiotika". Zum Forschungsschwerpunkt "Innovative Marketingstrategien - Identifikation erfolgreicher Marketingmethoden, lokale Märkte" werden weitere zwei Projekte gefördert.

Die von der EU unterstützte Initiative CORE Organic wird von elf Ländern getragen. Mit dabei sind neben Deutschland Dänemark (Gesamtkoordination), Finnland, Frankreich, Österreich, Italien, Norwegen, Schweden, Schweiz, Niederlande und das Vereinigte Königreich. Als deutscher Partner arbeitet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen ihres Engagements als Projektträger für Ökolandbau-Forschung im Management Board des Projektes CORE Organic mit. Sie ist unter anderem für den Aufbau und die Pflege der internationalen Datenbank Organic Eprints verantwortlich, die aktuelle Forschungs-schwerpunkte, -projekte und -ergebnisse zum Ökolandbau über Institutions- und Ländergrenzen hinweg enthält und darüber hinaus Informationen zu den bestehenden Forschungsförderprogrammen aller am Projekt beteiligten Länder bietet.


Kontakt:
Stefan Lange: Tel.: 0228-6845-3882
E-Mail: stefan.lange@ble.de

Dr. Birgit Ditgens: Tel.: 0228-6845-3254
E-Mail: birgit.ditgens@ble.de
Weitere Informationen: http://www.orgprints.org
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