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Ehrendoktorwürde für Max Kaase von der Universität Bremen

09.07.2007 - (idw) Jacobs University Bremen (vormals International University Bremen)

Am 9. Juli 2007 erhielt Max Kaase, ehemaliger Vizepräsident der Jacobs University und Dean der dortigen School of Humanities and Social Sciences (2000 bis 2006), die Ehrendoktorwürde der Universität Bremen. Im Rahmen des Festakts, der am 9. Juli an der Universität Bremen stattfand, wurde Prof. Dr. Max Kaase die Auszeichnung als Würdigung für sein Engagement für die Sozialwissenschaften verliehen. Mit der Ehrung honoriert die Universität Bremen den wichtigen Beitrag des Sozialwissenschaftlers von Weltrang, den dieser zur Anerkennung Bremens als international bedeutender Wissenschaftsstandort geleistet hat, sowie sein Talent als herausragender Wissenschaftsmanager. Unter anderem ist es seinen intensiven Bemühungen zu verdanken, dass mehrere sozial- und politikwissenschaftliche Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bremen eingerichtet wurden. Als Mitbegründer der Jacobs University und dortiger Dean der School of Humanities and Social Sciences bis 2006 setzte er sich beispielsweise für das Zustandekommen des DFG-Kooperationsprojektes "Staatlichkeit im Wandel" der Jacobs University und der Universität Bremen ein und trug wesentlich zum Erfolg der Bremer Sozialwissenschaften im Rahmen der Exzellenzinitiative bei. Bereits 2004 erhielt Max Kaase den Ehrendoktortitel der City University London als ein herausragender Impulsgeber für die Sozial- und Politikwissenschaften weltweit und besonders in Europa.

Der Politikwissenschaftler Max Kaase promovierte an der Universität zu Köln und erhielt seine Venia Legendi von der Universität Mannheim. Von 1974 - 1979 war er Direktor des Mannheimer Zentrums für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA), und anschließend, von 1980 - 1993, Professor für Politologie und international vergleichende Sozialforschung an der Universität Mannheim. Vor seinem Amtsantritt als Vizepräsident und Dekan der damaligen International University Bremen im Oktober 2000 nahm er eine Forschungsprofessur für "Vergleich Demokratischer Systeme" am Wissenschaftszentrum Berlin wahr.

Die wissenschaftliche Laufbahn von Professor Kaase zeichnet sich durch ein fortgesetztes Engagement in den unterschiedlichsten nationalen und internationalen Forschungsprojekten, Institutionen und Gremien für Wissenschaftsmanagement, Politikberatung und Forschungsförderung aus. Wichtige Stationen waren seine Mitgliedschaft im Wissenschaftsrat sowie in Senat und Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft; außerdem war er von 2000 - 2003 Vizepräsident der European Science Foundation (ESF). Von 2003 bis 2006 war er Präsident der International Political Science Association (IPSA).

In seiner wissenschaftlichen Arbeit befasst sich Kaase vor allem mit vergleichender Politikwissenschaft, politischer Soziologie mit einem Schwerpunkt in Wahlforschung, Medienwissenschaften, Methoden in der Meinungsforschung sowie Wissenschaftspolitik und -systemen. Er ist Autor bzw. Herausgeber von über 200 Fachpublikationen zu Themen der politischen Soziologie, Theorie und Systeme im Vergleich sowie Massenkommunikation und Methoden der Sozialforschung. Zudem ist er Mitherausgeber zahlreicher politikwissenschaftlicher Zeitschriften.

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