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Bundesarbeitsminister Franz Müntefering verabschiedet BAuA-Präsidenten Hans-Jürgen Bieneck

10.07.2007 - (idw) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Feierstunde zur Verabschiedung von Hans-Jürgen Bieneck; Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Bundesarbeitsminister Müntefering lobt "Gute Arbeit"

Nach acht Jahren an der Spitze der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und über 30 Jahren Tätigkeit für den Arbeitsschutz erhielt heute, Dienstag, 10. Juli 2007, der scheidende Präsident Hans-Jürgen Bieneck seine Entlassungsurkunde aus der Hand des Bundesarbeitsministers Franz Müntefering. Zur Feierstunde in der Stahlhalle der DASA in Dortmund hatten sich über 300 Freunde, Mitarbeiter und Weggefährten im Engagement für eine sichere, gesunde und wettbewerbsfähige Arbeitswelt eingefunden. In seiner Laudatio würdigte Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit und Soziales, den beruflichen Werdegang Hans-Jürgen Bienecks und bedankte sich für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Die große Idee von der Humanisierung der Arbeit zöge sich wie ein roter Faden durch das berufliche Engagement Bienecks. Angesichts von Herausforderungen wie dem demografischen Wandel oder des globalisierten Wettbewerbs sei die Humanisierung des Arbeitslebens auch ein Ausdruck wirtschaftlicher Vernunft. Investitionen in die Qualität der Arbeit lohnten sich. So billig wie möglich sei kurzatmig. "Gute Arbeit" habe viele Aspekte, zu denen auch der Arbeitsschutz gehöre. Mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit sei es Bieneck gelungen, neue zeitgemäße Antworten auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu finden. Hans-Jürgen Bieneck hinterließe ein gut bestelltes Feld, schloss der Bundesarbeitsminister.

Es folgten Grußworte des Vorsitzenden des Beirates der BAuA, Bert Römer, von Palle Orbaek, Vorsitzender des europäischen Forschungsnetzwerks PEROSH, sowie von Ministerialdirigent a. D. Hans-Peter Lorenzen, der Hans-Jürgen Bieneck zu Beginn seiner Berufslaufbahn im Rahmen des Programms Humanisierung des Arbeitslebens begleitete. Stellvertretend für die Beschäftigten der BAuA sprach Dr. Arno Weißgerber, Vorsitzender des Personalrats der BAuA. Im Namen der Belegschaft überreichte er zum Abschied einen Scheck über 1.300 Euro. Als Abschiedsgeschenk erbat sich der Präsident Spenden, um Schulprojekte in Vietnam zu unterstützen. Gerade während Bienecks Amtszeit intensivierten sich die Beziehungen der BAuA zu Südostasien.

Abschließend bilanzierte Hans-Jürgen Bieneck in einer persönlich gehaltenen Rede seinen beruflichen Werdegang. Als Leitmotiv nannte er dabei die Gratwanderung zwischen Erneuern und Bewahren. Der Wirtschaftsingenieur begann 1972 bei der Kommission für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel der damaligen Bundesregierung. Nach 1976 war er in der Unterabteilung Arbeitsschutz des Bundesarbeitsministeriums tätig. Im Rahmen des Programms zur Humanisierung des Arbeitslebens beschäftigte er sich bereits frühzeitig mit der ganzheitlichen Gestaltung der Arbeitswelt. Überholtes erneuern und Bewährtes erhalten waren aber auch Maxime, als Hans-Jürgen Bieneck die Europäisierung des Arbeitsschutzes und die Öffnung des Ostblocks als Referatsleiter im Bundesarbeitsministerium begleitete.

Seit 1999 stand Bieneck an der Spitze der BAuA. Hier kennzeichnet ein nachhaltiger Modernisierungsprozess seine Amtszeit. Der in drei Phasen verlaufende Prozess begann mit einer Neuorganisation der durch die Wiedervereinigung zusammengeführten Vorgängerinstitute in Ost und West. In der darauf folgenden Phase des Veränderungsmanagements modernisierten Maßnahmen wie die Einführung einer Kosten-Leistungsrechnung, des Controllings, einer umfassenden Personalentwicklung sowie der Aufbau eines Informationszentrums die Infrastruktur der BAUA. In der dritten Stufe richtete sich die BAuA mit einer innovativen Fachstrategie neu aus. Damit positioniert sich die BAuA als kompetenter Berater und Wissensdienstleister im Bereich Sicherheit und Gesundheit. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit brachte das Thema "Sicherheit, Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit" in die politische Diskussion.


Insgesamt sei es ihm gelungen, die BAuA fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen, resümierte der scheidende Präsident. Darum sei seines Erachtens der Zeitpunkt eines Führungswechsels sinnvoll. Bieneck bedankte sich bei den Beschäftigten, Wegbegleitern und Freunden für ihre Unterstützung und schloss mit den Worten "Mir ist nicht bange um die BAuA!".

Im Anschluss an die Feierstunde, die das Jochen Schrumpf Trio musikalisch mit Jazz-Klängen begleitete, wurden beim zwanglosen Zusammentreffen viele Erinnerungen und Anekdoten ausgetauscht.

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