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TU Clausthal präsentiert sich im Wissensschaufenster Phaeno

11.07.2007 - (idw) Technische Universität Clausthal

CLAUSTHAL/WOLFSBURG. Das Gebäude sieht aus wie ein Verwandter des Raumschiffs Enterprise: futuristisch, technisch, wissenschaftlich. Die ideale Bühne also für die TU Clausthal. Noch bis zum 29. Juli präsentiert sich die Hochschule aus dem Oberharz mit Experimenten aus den eigenen Forschungslaboren im Phaeno, einer Dauerausstellung naturwissenschaftlicher Phänomene in Wolfsburg. Pro Monat strömen bis zu 30.000 Besucher auf diesen Wolfsburger Abenteuerspielplatz des Wissens. "In Clausthal machen wir anwendungsorientierte Grundlagenforschung", sagt der TU-Vizepräsident und für die Ausstellungsaktion zuständige Professor Hans-Peter Beck, "das Phaeno ist eine angemessene Kommunikationsstätte, um junge Wissenschaftsinteressierte anzusprechen."

Dies gilt zum Beispiel für Maxi Eckstein, Steve-Marten Enterlein, Robyn Birsmer und Patrick Ronge. Die vier Teenager, die mit der 8. Klasse des Internatsgymnasiums Bad Sachsa nach Wolfsburg gekommen sind, interessieren sich für das Schülerlabor von Professor Friedrich Balck. Der Dozent aus Clausthal setzt sich mit den vier Jungen an einen Experimentiertisch und erklärt ihnen etwas zum Thema Schwingungen. Das Quartett ist ganz Ohr. "Wenn man was vorgeführt kriegt, ist es viel besser als Schautafeln durchlesen zu müssen", meint einer der Pennäler. Da kann Phaeno-Direktor Dr. Wolfgang Guthardt nur beipflichten: "Anschaulichkeit führt zu Erkenntnis. Wir bauen Brücken zwischen der Hochschule, jungen Menschen und Betrieben. Außerdem verstehen wir uns als Schaufenster der Forschungsregion."

Neugierig betrachten die Gymnasiasten aus dem Südharz auch den kleinen Gabelstapler mit dem TU-Clausthal-Aufkleber. Das ferngesteuerte Nutzfahrzeug ist ein Gemeinschaftsprodukt des Instituts für Elektrische Informationstechnik von Professor Martin Vossiek und der Symeo GmbH. Das Gefährt ist mit einer stabilen Funkortung ausgestattet und kann bis auf den Zentimeter genau ausgemacht werden. In der Praxis ließen sich damit etwa Transportvorgänge optimieren und Unfälle vermeiden. "Solche Roboter können auch nachts schnell fahren ohne zusammen zu stoßen, fantastisch", kombiniert gleich einer der Schüler.

Zweckmäßig ist ebenso das Exponat zum Feinstaub, das Dr. Kurt Legenhausen vom Institut für Mechanische Verfahrenstechnik im Phaeno vorstellt. Auf der Basis dieses Experiments ließe sich etwa ein Sensor für Holzfeuerung entwickeln, den ein Schornsteinfeger in Zukunft zur Schadstoffmessung einsetzen könnte, erklärt der Clausthaler Forscher.

Um Energiegewinnung geht es beim Exponat von Professor Ulrich Kunz. Der Wissenschaftler vom Institut für Chemische Verfahrenstechnik zeigt eine Brennstoffzelle. Ihr Prinzip: Wasserstoff reagiert in der Zelle mit Sauerstoff und erzeugt dabei Energie. Detailfragen dazu werden im gesamten Juli, dem Clausthaler Monat in der Wolfsburger Einrichtung, vor Ort im Phaeno geklärt. Die Schüler aus Bad Sachsa haben sich bereits Antworten geholt.
Weitere Informationen: http://www.phaeno.de
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