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Dienstleister der Informationsgesellschaft - Unternehmen bewerten konjunkturelle Lage optimistischer

12.07.2007 - (idw) Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Im zweiten Quartal 2007 legt der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft, im Vergleich zum ersten Quartal 2007 um 2,1 Punkte zu und liegt nun bei einem Wert von 65,9 Punkten. Für den Anstieg ist vor allem der Teilindikator verantwortlich, der die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wiedergibt. Dieser Teilindikator steigt im zweiten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorquartal um 4,4 Punkte auf 63,8 Punkte. Der Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen widerspiegelt, sinkt im zweiten Quartal 2007 leicht um 0,4 Punkte auf 68,1 Punkte. Trotz dieses leichten Rückgangs ist die Stimmung bei den Unternehmen des Wirtschaftszweigs weiterhin positiv. Besonders hinsichtlich der Entwicklung des Umsatzes und der Nachfrage im dritten Quartal 2007 sind die Unternehmen des Wirtschaftszweigs optimistisch. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im Juni 2007 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Die positive Entwicklung des Teilindikators des ZEW-IDI, der die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der Dienstleister der Informationsgesellschaft widerspiegelt, wird vor allem von der guten Beurteilung der aktuellen Ertrags- und Nachfragelage getragen. Der Anteil der Unternehmen, die gestiegene Erträge verzeichnen, überwiegt den Anteil der Unternehmen, die von gesunkenen Erträgen berichten, um 4,3 Punkte. Besonders die Unternehmensberater bewerten die Ertragslage günstig. So berichten mehr als zwei Fünftel der Unternehmensberater von gestiegenen Erträgen. Bei den Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung hat sich die Ertragssituation im Vergleich zum ersten Quartal 2007 verschlechtert. Hier übersteigt der Anteil der Unternehmen, die von gesunkenen Erträgen berichten, den Anteil der Unternehmen mit gestiegenen Erträgen um 7,3 Punkte. Dennoch berichten mehr als zwei Drittel der Unternehmen der Branche Forschung- und Entwicklung im zweiten Quartal 2007 von unveränderten Erträgen.

Knapp ein Drittel der Dienstleister der Informationsgesellschaft berichtet im zweiten Quartal 2007 von einer gestiegenen Nachfrage. Die gute konjunkturelle Lage wirkt sich zudem positiv auf die Beschäftigung aus. So hat sich die Personalsituation im Vergleich zum ersten Quartal 2007 verbessert. Insbesondere gilt dies für die Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste. Hier überwiegt der Anteil der Unternehmen, die im zweiten Quartal 2007 Personal eingestellt haben, den Anteil der Unternehmen, die Personal entlassen haben, um 7,1 Punkte.

Der Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftserwartungen widerspiegelt, ist im zweiten Quartal 2007 leicht um 0,4 Punkte auf 68,1 Punkte gesunken. Obwohl sich die Umsatzerwartungen im Vergleich zum ersten Quartal 2007 verschlechtert haben, überwiegt der Anteil der Unternehmen, die von steigenden Umsätzen ausgehen, den Anteil der Unternehmen, die mit sinkenden Umsätzen rechnen, um 18,3 Punkte. Besonders optimistisch sind die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, von denen mehr als drei Viertel erwarten, dass sich der Umsatz im dritten Quartal 2007 positiv entwickeln wird. Knapp 60 Prozent der Dienstleister der Informationsgesellschaft erwarten für das dritte Quartal 2007 eine steigende Nachfrage. Dies gilt vor allem für die Unternehmen des IKT-Handels. Knapp zwei Drittel dieser Unternehmen erwarten für das dritte Quartal 2007 eine steigende Nachfrage. Etwa zwei Drittel der Dienstleister der Informationsgesellschaft erwarten für das dritte Quartal 2007 keine Änderung der Ertragslage. Insbesondere die Telekommunikationsdienstleister rechnen für das dritte Quartal 2007 mit gleich bleibenden Erträgen und Personalbeständen. Mehr als die Hälfte der technischen Berater und Planer sowie etwa zwei Drittel der Architekten erwarten ebenfalls keine Veränderung des Personalbestands.

Der ZEW-IDI:
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal. Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung des ZEW-IDI bietet die ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/docus/dokumentation0309.pdf).

Die Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform:
An der vierteljährlichen Umfrage beteiligen sich jeweils rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet unter http://www.zew.de/dienstleister abrufbar. Allgemeine methodische Hinweise finden Sie unter ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/asta.pdf. Eine Beschreibung des bei der ZEW/Creditreform angewendeten Hochrechnungsverfahrens findet sich unter ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/brep/expans.pdf .


Anmerkung zur Hochrechnung:
Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".

Ansprechpartnerin:
Jenny Meyer, Telefon 0621/1235-166, Fax -333, E-Mail meyer@zew.de

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