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Taut-Preis 2007: TU Braunschweig erhält zum zweiten Mal in Folge den renommiertesten Architekturpreis für Nachwuchsarchi

12.07.2007 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Die Bundesarchitekturkammer zeichnete den Nachwuchsarchitekten Sebastian Brunke der TU Braunschweig als einen von bundesweit vier Architekten mit dem Taut-Preis 2007, den höchst dotierte Preis für Architektennachwuchs, aus. Eine zehnköpfige Jury unter Vorsitz des Präsidenten der Bundesarchitektenkammer (BAK) Prof. Arno Sighart Schmid wählte die vier jahrgangsbesten Architektur-Diplomarbeiten an deutschen Hochschulen für den Architekturpreis Taut-Stipendium aus. Damit wurde zum siebten Mal der höchst dotierte Preis für den begabten Architektennachwuchs vergeben.

Wie auch im letzten Jahr konnte eine Arbeit der Technischen Universität Braunschweig überzeugen. Da jede Hochschule nur je eine Arbeit für den Preis vorschlagen darf und sich annährend alle deutschen Architekturfakultäten beteiligt haben, stellt der Preis mittlerweile einen guten Leistungsvergleich der Hochschulen dar. Insgesamt wurden 37 Arbeiten eingereicht.

Die Jury lobt die Diplomarbeit "Revolutionsmuseum Budapest" des Braunschweiger Absolventen Sebastian Brunke: "Der Baukörper entwickelt sich konsequent aus einem städtebaulichen Blockraster. Er schiebt sich gut proportioniert zum Fluss und wird über einen großen Platz erschlossen." Die Diplomarbeit von Sebastian Brunke wurde vom Institut für Gebäudelehre und Entwerfen der TU Braunschweig unter Leitung von Prof. Michael Szyszkowitz angefertigt und mit der Note 1,0 bewertet. Sebastian Brunke schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Seit Juli 2006 arbeitet er als Architekt bei Delugan Meissl Associated Architects in Wien.

Die weiteren erfolgreichen Arbeiten sind:
"International Criminal Court - The Hague" von Clara Gerhardt (RWTH Aachen)
"Monogrammatics" von Oke Hauser und Jennifer Weiss (Universität Stuttgart)
"House of Contemporary Dance" von Janna Lipsky und Nikolaus Türk (HafenCity Universität Hamburg)

Jede Arbeit wird mit einem Stipendium in Höhe von 2.050 Euro monatlich für maximal ein Jahr ausgezeichnet. Das großzügig bemessene Preisgeld ermöglicht den Verfassern der Siegerarbeiten einen Auslandsaufenthalt, den sie in einem international angesehenen Architekturbüro verbringen oder für ein Postgraduiertenstudium nutzen können.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Bundesarchitektenkammer loben den nach den Brüdern Bruno und Max Taut benannten Architekturpreis seit 2001 jährlich aus. Prof. Dr. Hermann Schäfer, Leiter der Abteilung Kultur und Medien beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, wird die Preisverleihung zusammen mit BAK-Präsident Prof. Arno Sighart Schmid am 6. September 2007 im Bundeskanzleramt vornehmen.

Die mit einem Preis prämierten und mit einer Anerkennung ausgezeichneten Arbeiten sind vom 11. Juli bis zum 7. September 2007 in der BAK-Geschäftsstelle in Berlin ausgestellt.

Kurzbeschreibung der Diplomarbeit "Revolutionsmuseum Budapest" von Sebastian Brunke

Das neue Museumsquartier etabliert sich als lineares Zentrum im neu entstehenden urbanen Umfeld. Es ist ein, durch sein Kontext begrenztes Feld, welches durch den Einsatz von untereinander kommunizierenden Elementen, bzw. Gebäuden und deren Zwischenräumen definiert wird.

Das Revolutionsmuseum bildet den uferseitigen baulichen Endpunkt des Quartiers und besetzt so die prominenteste Stelle. Es bildet von allen Richtungen kommend ein prägnantes Zeichen aus, welches in seiner skulpturalen Ausformulierung auf die jeweiligen Passantenströme reagiert.

Die Auseinandersetzung mit dem Kontext spiegelt sich dann auch im Inneren wieder. Hier werden nur wenige, aber dafür bewusst inszenierte großformatige, Öffnungen angeboten, die die Ausschnitte der Umgebung sichtbar machen und so Innenraum und Kontext miteinander verzahnen.

Das Ausstellungskonzept ergibt sich aus der Annahme, dass der Fokus des Hauses sowohl auf den historischen Ereignissen als auch auf der Kunst liegt. Es sieht vor, einen "Raum der Geschichte" sowie einen "Raum der Kunst" zu etablieren. Beide sollen nebeneinander, aber auch gemeinsam betrachtet werden können. Räumlich sieht das Konzept eine zentrale Halle vor, von der aus alle Ausstellungsbereiche zu erreichen sind. Hier findet die "chronologische Skulptur", die den "Raum der Geschichte" repräsentiert, ihren Anfang. Um die Halle herum sind die Ausstellungsräume und die Länderkabinette angesiedelt, die den "Raum der Kunst" physisch abbilden.

Vita Sebastian Brunke

Ausbildung + Arbeit
2000 - 2001 Studium Architektur FH-Frankfurt (Vordiplom)
2001 Praktikum Schneider & Schumacher Architekten
2001 - 2006 Studium Architektur TU Braunschweig 2003 Auslandsstudium, Kunstakademiets Arkitektskole Kopenhagen
2004 Mitarbeit bei Kramer, Biwer, Mau Architekten, Hamburg 2005 Praktikum bei Delugan Meissl Associated Architects, Wien 2006 Diplom "Revolutionsmuseum Budapest" an der TU Braunschweig Note Diplomarbeit: 1.0 Gesamtnote Diplom: mit Auszeichnung Seit Juli 2006 Architekt bei Delugan Meissl Associated Architects

Hintergrund:
Der Schwerpunkt des Studiengangs Architektur der Technischen Universität Braunschweig liegt im Bereich des architektonischen Entwurfs. Dieser wird ganzheitlich unter künstlerischen, städtebaulichen, wie konstruktiven Gesichtspunkten begriffen. Der Ansatz wird an den 14 Lehrstühlen des Studiengangs in Forschung und Lehre vertieft. Die hohe Qualität der Lehre spiegelt sich nicht zuletzt in den Bürogründungen der Absolventen wider, zu denen unter anderem gmp-Architekten Hamburg, BRT Architekten Hamburg, Gerber-Architekten-Dortmund und graft Berlin gehören.
Das Institut für Gebäudelehre und Entwerfen (ige) wird seit 1996 von Univ. Prof. Michael Szyszkowitz geführt und hat seitdem diverse Entwurfsprojekte in unterschiedlichsten Kontexten und Kooperationen durchgeführt, Der Schwerpunkt der Arbeit in Forschung und Lehre liegt auf dem Entwurfsprozess, sowie der Analyse zeitgenössischer Architektur. Die Entwicklung, Integration und Evaluation Computergestützter Techniken (CAAD) im Entwurfprozess bildet den Rahmen weiterer experimentell ausgerichteter Projekte des Instituts.


Kontakt
Dipl.-Ing. WM Henri Greil,
E-Mail : arch-pr@tu-bs.de
TU Braunschweig
Studiengang Architektur
Tel.: 0531/391-3543
Mobil: 0179/6608777

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