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Demnächst in Heidelberg: Ausstellung "Von mittelalterlichem Stuck & moderner Geophysik"

13.07.2007 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Einladung an die Medien zur Eröffnung am 19. Juli 2007 - Ausstellung über Projekte der Bauforschung in Baden-Württemberg bis 20. Oktober im Universitätsmuseum Heidelberg - Gemeinsamer Pressetext von Regierungspräsidium Stuttgart und Universität Heidelberg Am Donnerstag, 19. Juli 2007, eröffnet Prof. Dr. Matthias Untermann, Professor am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg, die Ausstellung "Von mittelalterlichem Stuck & moderner Geophysik - Projekte der Bauforschung in Baden-Württemberg" im Universitätsmuseum Heidelberg (18 Uhr, Universitätsmuseum, Alte Universität, Grabengasse 1). Hierzu sind die Medien herzlich eingeladen.

Im Anschluss führt Dr.-Ing. Claudia Mohn vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart in die Ausstellung ein. Die Tafelausstellung entstand in Zusammenarbeit des Landesamtes für Denkmalpflege und der Regionalgruppe Baden-Württemberg des Arbeitskreises für Hausforschung. Heidelberger Studierende der Kunstgeschichte sind seit vielen Jahren an Bauforschungsprojekten beteiligt und haben auch eine Tafel gestaltet. Die Ausstellung ist bis 20. Oktober 2007 im Universitätsmuseum Heidelberg zu sehen. Im Herbst wandert sie dann zum Regierungspräsidium Freiburg (Basler Hof). Weitere Stationen sind geplant.

Anhand aktueller Projekte aus ganz Baden-Württemberg wird in der Ausstellung das breite Arbeitsfeld der Bauforschung vorgestellt. Bauforschung beschäftigt sich mit der Geschichte gebauter Strukturen, mit Fachwerkhäusern, Kirchen und Klöstern, aber auch mit Einzelaspekten wie Stuckfenstern oder historischen Dachdeckungen. Ähnlich kriminaltechnischer Arbeit führen Bauforscher Details zusammen, die sich oft erst in der Zusammenschau scheinbar unzusammenhängender Befunde erklären. Ausgangspunkt ist das Untersuchungsobjekt als historische Quelle, das sich ähnlich einer alten Urkunde lesen und entschlüsseln lässt. Es ist eine Spurensuche nach dem ursprünglichen Aussehen und Alter, der Art der Bauweise und den Intentionen seiner Erbauer, nach späteren Veränderungen, Umnutzungen oder Zerstörungen.

Die in der Ausstellung vorgestellten Projekte entstanden aus unterschiedlichsten Anlässen. Zum einen sind es langfristig geplante Forschungsprojekte wie beispielsweise am Kloster Maulbronn oder Untersuchungen zum Hausbau als Quelle zur Umweltgeschichte. Viele vorgestellte Gebäudedokumentationen entstanden als Grundlage einer geplanten Instandsetzung. Die Spanne reicht bis zu kurzfristigen Notdokumentationen vor geplantem Abbruch eines Gebäudes. Manchmal können deren spektakuläre Ergebnisse doch noch in letzter Minute ein Haus vor seiner Zerstörung bewahren.

Bauforschung - das wird in der Ausstellung deutlich - bedeutet einen Zugewinn an Kenntnis über das bauliche Erbe. Sie ermöglicht Eigentümern, Nutzern oder auch Besuchern von Denkmälern neue Sichtweisen auf vermeintlich Bekanntes. Die Ergebnisse können sich darüber hinaus sehr konkret in der Sanierungspraxis auszahlen: durch eine größere Sicherheit in der Planung und Umsetzung einer Baumaßnahme. Trotzdem ist der Einsatz der Bauforschung in der Denkmalpflege nicht selbstverständlich und mit knapper werdenden Finanz- und Personalressourcen immer weniger gesichert. Oftmals scheitert eine sinnvolle und frühzeitige Einbeziehung der Bauforschung am Vorurteil, zu aufwändig und damit zu teuer und zeitintensiv zu sein, obwohl mittlerweile zahllose Projekte das Gegenteil lehren.

Zum methodischen Vorgehen gehören Bestandsaufnahme und -erforschung durch zeichnerische Dokumentation, die je nach Fragestellung und Objekt wenige Tage oder auch mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Hinzu können neben Befunduntersuchungen auch archivalische oder naturwissenschaftliche Untersuchungen kommen, oftmals in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen. Viele Beiträge beleuchten diese fruchtbare Zusammenarbeit, beispielsweise mit Historikern, Dendrochronologen, Restauratoren oder Archäobotanikern.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Heft gleichen Titels, in dem die Inhalte der Tafeln wiedergegeben werden (Umfang 40 Seiten, durchgehend farbig).


Rückfragen bitte an:
Monika Mayr
Regierungspräsidium Stuttgart
Pressestelle
Ruppmannstraße 21, 70565 Stuttgart
Tel. 0711 90410020
Monika.Mayr@rps.bwl.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542310, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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