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Wissenschaft, Öffentlichkeit und Gesellschaft

19.07.2007 - (idw) VolkswagenStiftung

Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation als Aufgabe der Wissenschaftsförderung: VolkswagenStiftung weitet Engagement aus. Wissenschaft in die Gesellschaft zu vermitteln, ist alles andere als leicht, oftmals sogar ganz im Gegenteil eine äußerst anspruchsvolle und dringliche Aufgabe. Denn Wissenschaft braucht gesellschaftliche Akzeptanz. Die "Öffentlichkeit", wie sie sich im politischen Diskurs und in den Medien abbildet, fordert heute viel stärker als früher, dass sich "Wissenschaft" öffnet und den Dialog sucht. Dabei ist schon der Begriff der "Öffentlichkeit" facettenreich: Diese beginnt im wissenschaftlichen Raum - denn auch der Experte eines Nachbarfachs ist bereits Teil der Öffentlichkeit -, geht weiter über die Wissenschaftsjournalisten und reicht bis zum oft beschworenen "wissenschaftlich interessierten Laien". Die Zielgruppen lassen sich dabei weit ausdifferenzieren. Entsprechend sollten die Kommunikationsangebote den Bedürfnissen der jeweiligen Adressaten Rechnung tragen - und zugleich wechselseitigen Austausch ermöglichen, denn auch mit einseitigen Berichten ist es heute nicht mehr getan.

Um diese Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bewältigen zu können, müssen nicht nur die Wissenschaftler selbst neue Wege beschreiten - auch die Wissenschaftsförderung ist gefordert, konkrete Unterstützung anzubieten und sich zu engagieren. Als größte private wissenschaftsfördernde Einrichtung in Deutschland gilt dies in besonderer Weise für die VolkswagenStiftung. Die Stiftung möchte ihr Förderhandeln daher verstärkt auch auf diese Anforderungen ausrichten und entsprechend einschlägige Angebote entwickeln. Dabei kann sie auf Erfahrungen mit zahlreichen Projekten und Vermittlungsformaten in der Vergangenheit zurückgreifen. Insofern findet keine Neuorientierung statt, sondern eine Bündelung, Systematisierung und ein Ausbau der Aktivitäten zu einem neuen, breit gefächerten Förderangebot. Die VolkswagenStiftung unterstreicht damit, dass die Verbesserung der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ein eigenständiges, das gesamte Förderportfolio umfassendes Förderziel darstellt.

Konkret fokussiert die VolkswagenStiftung dabei drei Handlungsfelder, über die auf der folgenden Seite weitere Informationen zu finden sind:

1. die generelle Stärkung und Verbesserung initiativen- und projektbezogener Öffentlichkeitsarbeit;
2. fokussierte Angebote für Ausschreibungen, Pilotprojekte und Veranstaltungen, die auf eine verbesserte Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zielen;
3. die Förderung ausgewählter Forschungsprojekte zum Themenbereich.

zu Punkt 1:
Die Stiftung möchte die Öffentlichkeitsarbeit in ihren bestehenden Initiativen und den dort geförderten Projekten besonders berücksichtigen und zu entsprechenden Aktivitäten ausdrücklich ermuntern. Sie wird hierfür - bei erfolgreichem Antrag - nach Bedarf entsprechende finanzielle Mittel vorsehen. Denkbar sind vielerlei Vermittlungsformen, die allerdings jeweils zielgruppenbezogen und an Nachhaltigkeitskriterien orientiert zu entwickeln sind.

zu Punkt 2:
Um zu einer "Wissenschaftskommunikation auf Augenhöhe" zu gelangen, sollen des Weiteren gezielte, hochwertige Angebote neue Wege beschreiten helfen. Die Stiftung möchte sich hierbei vor allem darauf konzentrieren, ...

o Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern - besonders aus stiftungsgeförderten Vorhaben - Einblicke in die Theorie und Praxis der Wissenschaftskommunikation und insbesondere des Wissenschaftsjournalismus zu ermöglichen;
o entsprechende, wissenschaftlich abgesicherte Ausbildungskonzepte zu fördern;
o Journalisten stärker mit Wissenschaft und Forschung in Kontakt zu bringen;
o Foren und Formen der kontinuierlichen Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu entwickeln - auch mittels Veranstaltungen zum Rahmenthema.

Die spezifischen Formate befinden sich zurzeit noch in der Entwicklungsphase. Die Stiftung wird hier insbesondere Veranstaltungen und Ausschreibungen anbieten oder auch Pilotprojekte in die Förderung nehmen.

zu Punkt 3:
Die Austauschbeziehungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und die dabei relevanten Prozesse sind alles andere als geklärt. Daher ist die Stiftung offen für Vorhaben, die sich gezielt dieser Thematik widmen wollen - sei es als Forschungsprojekt oder auch als wissenschaftliche Tagung. Allerdings werden nur solche Vorhaben berücksichtigt, die methodisch durchdacht sind, deutlich weiterführende Einsichten erwarten lassen und Perspektiven für die Entwicklung und Ausgestaltung künftiger Wissenschaftsvermittlung eröffnen.

Detaillierte Informationen zum neuen Angebot finden Sie in Kürze auf unserer Website.

Kontakte
VolkswagenStiftung


Förderangebot
Abteilung für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Niedersächsisches Vorab
Prof. Dr. Axel Horstmann
Telefon: 0511 8381 - 214
E-Mail: horstmann@volkswagenstiftung.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter
http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20070719

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