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Experten für belebte Mikrowelt

23.07.2007 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Masterstudiengang "Mikrobiologie" startet zum Wintersemester an der Universität Jena Jena (23.07.07) Ohne sie wäre unsere Küche äußerst fade: Weder Bier noch Wein, weder Brot noch Joghurt würden auf unserem Speiseplan stehen. "Diese und viele andere Lebensmittel verdanken wir Bakterien und Pilzen", wie Prof. Dr. Erika Kothe von der Friedrich-Schiller-Universität Jena weiß. Aber auch für das Funktionieren von Stoffkreisläufen in der Natur, etwa die Zersetzung abgestorbener Pflanzen, die Reinigung von Abwasser oder als Lieferanten von Wirkstoffen seien die Winzlinge unersetzlich, so die Professorin für Mikrobielle Phytopathologie weiter. Doch trotz ihrer tragenden Rolle birgt der Mikrokosmos der Kleinstlebewesen noch viele Geheimnisse. "Höchstens ein Zehntel der auf der Erde vorkommenden Mikroben ist bislang überhaupt entdeckt und wissenschaftlich beschrieben", schätzt Prof. Kothe.

Für die Mikrobiologin und ihre zukünftigen Fachkollegen gibt es also genug zu tun. Für gut ausgebildeten Forschernachwuchs wird die Friedrich-Schiller-Universität Jena nun in besonderer Weise sorgen. Zum kommenden Wintersemester startet der Masterstudiengang "Mikrobiologie". Dieser auf zwei Jahre ausgelegte Studiengang baut auf einer biologischen Grundausbildung in einem Bachelor-Studiengang in Biologie auf. Auch der deutschlandweit einzigartige Bachelor "Biogeowissenschaften" der Jenaer Universität kann zur Aufnahme in den Studiengang angerechnet werden.

Der neue Master besitzt Alleinstellungscharakter in der deutschen Hochschullandschaft, wie Prof. Kothe betont. "Was ihn neben der inhaltlichen Ausrichtung auf alle Felder der forschungsorientierten Mikrobiologie und die Anwendung in der Biotechnologie auszeichnet, ist die exzellente Anbindung sowohl an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie auch Unternehmen in der Region, die im Bereich der Biotechnologie angewandte Forschung betreiben." Dies sei in Jena einzigartig, macht Prof. Kothe deutlich, die als Studiendekanin der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät den Studiengang mit konzipiert hat. So rekrutieren sich die Dozenten des Studiengangs nicht nur aus der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät der Universität Jena, sondern auch aus der Medizinischen Fakultät, dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Hans-Knöll-Institut) und dem Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie. Deutschlandweit bietet lediglich die Universität Oldenburg einen weiteren Master "Mikrobiologie" an. Dieser ist aber stark auf marine Organismen zugeschnitten, während der Jenaer Studiengang die gesamte Breite des Faches abbildet.

Pro Jahr bietet der forschungsorientierte Studiengang "Mikrobiologie" an der Universität Jena Platz für 36 Studierende. Im ersten Jahr sollen die Studierenden früher erworbene Kenntnisse vertiefen, sich auf eigenständige Projektarbeiten vorbereiten sowie die Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse erlernen. "Das zweite Studienjahr dient dann der eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit und der Abfassung der Master-Arbeit", so Kothe. Das Studium schließt mit dem "Master of Science" (M.Sc.) ab.


Interessenten können sich bis zum 15. September bewerben. Weitere Informationen zu Studieninhalten und Bewerbungsmodalitäten sind in Kürze zu finden unter: http://www.msc-microbio.uni-jena.de.

Kontakt:
Prof. Dr. Erika Kothe
Institut für Mikrobiologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Neugasse 25, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949291
E-Mail: erika.kothe[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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