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MEDIDA-PRIX - Mediendidaktischer Hochschulpreis 2007: eLearning-Projekt der Universität Paderborn unter den zehn Finalis

27.07.2007 - (idw) Universität Paderborn

Alljährlich vergibt die Gesellschaft für Medien in den Wissenschaften (GMW) den renommierten mediendidaktischen Hochschulpreis "MEDIDA-PRIX". Das Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro wird von den Bildungsministerien Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gestiftet und auf einer großen Gala-Veranstaltung im Rahmen der Jahrestagung der GMW vergeben. Eine fachkundige Jury ermittelt zehn Finalisten, die sich im Rahmen dieser Tagung präsentieren und unter denen dann der endgültige Preisträger ermittelt wird. Das Finale findet in diesem Jahr vom 12.-14. September an der Universität Hamburg statt. Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Reinhard Keil, Universität Paderborn, Tel.: 05251-60-6411, Reinhard.Keil@upb.de.

Monika Topper, MEDIDA-PRIX, Mediendidaktischer Hochschulpreis der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V. (GMW), Büro: c/o IWM, Tübingen, Tel.: 07071-979-341, medidaprix@iwm-kmrc.de, www.medidaprix.org.

"Das ist wie bei der Oscar-Verleihung", freut sich Prof. Dr.-Ing. Reinhard Keil, Informatikprofessor von der Universität Paderborn, "Schon wer für die Veranstaltung nominiert ist, zählt zu den großen Gewinnern." Keil, der auch Vorstandsmitglied des Heinz Nixdorf Instituts ist, muss es wissen, denn aus 115 Bewerbern von nahezu allen renommierten Hochschulen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wurde das unter seiner Federführung stehende Projekt "Ko-aktive Wissensorganisation als integrierter eLearning-Ansatz" als einer von zehn Finalisten ausgewählt. Die nominierten Universitäten sind neben Paderborn: Frankfurt a. M., Graz, Kiel, Tübingen, Uni und TU Wien, Uni und TH Zürich sowie der Verein Forum Neue Medien in der Lehre Austria in Graz.

In der Begründung der Fachjury für die Auswahl heißt es: "Das Projekt ... wurde ausgewählt, da es seit den 1990er Jahren bei der Integration von eLearning in Lehre, Forschung und Verwaltung konsequent der verbindenden Idee der ko-aktiven Wissensorganisation folgt, die mit Hilfe einer universitätsweiten Dienste-Infrastruktur den sozialen Kontext von Lehre, Forschung und Verwaltung in Form von virtuellen Wissensräumen in den Vordergrund stellt und bei der Gestaltung multipler Lernszenarien in virtuellen Wissensräumen leitend ist."

Keils Idee ist es, eLearning in den umfassenderen Zusammenhang der ko-aktiven Wissensorganisation einzubetten. Lehren und Lernen werden dabei nicht mehr als isolierte Einzelprozesse betrachtet, sondern als unterschiedliche Formen der gemeinsamen und verteilten Wissensarbeit mit unterschiedlichen Rollen und Rechten. Das umfasst alle Formen kooperativer, kommunikativer, koordinierender, etc. Aktivitäten in Lehre, Forschung und Verwaltung bei gleichzeitiger Entlastung von mühseligen Routinetätigkeiten. Dazu werden virtuelle Wissensräume aufgebaut, die es gestatten, eine Vielzahl unterschiedlicher Lern- und Arbeitsszenarien flexibel miteinander zu verknüpfen. Sie sind eingebettet in ein integriertes zentrales Verwaltungs- und Prüfungsmanagement und werden durch den Aufbau so genannter "Service Units" für die Bereiche "Technik", "Organisationsentwicklung" und "Kompetenzentwicklung" begleitet.

Mit diesem Ansatz sei die Universität Paderborn wieder einmal auch den großen Universitäten im Lande einen Schritt voraus, so Keil. Denn aktuelle Technologien, die heute unter dem Stichwort Web 2.0 zusammengefasst würden, seien hier nicht isolierte Einzelanwendungen, sondern integraler Bestandteil. Die Umsetzung für eine ganze Universität könne aber nicht von einer einzelnen Forschergruppe allein bewältigt werden. Hier seien viele Mitwirkende aus unterschiedlichen Fakultäten über die zentralen Einrichtungen bis hin zur Universitätsverwaltung einbezogen. Daher gelte diese Auszeichnung auch der Universität insgesamt, die sich "Die Universität der Informationsgesellschaft" nenne. "Aber das kommt aber nicht von heute auf morgen", so Prof. Keil. Dahinter stehe ein langer, manchmal steiniger, aber auch erfolgreicher Weg, denn schon einmal im Jahr 2000 in Innsbruck habe er mit dem Projekt "DISCO" im Finale des MEDIDA-PRIX gestanden und den Ehrenpreis der Hypo Tirol Bank erhalten. Das habe bisher noch keiner geschafft. "Wir sind jetzt sehr gespannt auf die endgültige Entscheidung im September", so Keil. Weitere Infos im Web: www.medidaprix.org.


Foto:

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Keil, Universität Paderborn
Weitere Informationen: http://www.medidaprix.org
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