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Hobby und Beruf ideal miteinander verbinden - Zwei neue Ausbildungsordnungen im Sportbereich

09.08.2007 - (idw) Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Professionalisierung im Sportbereich wird auch in der beruflichen Ausbildung weiter vorangetrieben. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres kann jetzt sowohl im neuen Beruf Sportfachmann/Sportfachfrau als auch im modernisierten Ausbildungsberuf Sport- und Fitnesskaufmann/-kauffrau ausgebildet werden. Dem Wunsch der Branche, die Ausbildung zusätzlich zu den kaufmännischen Inhalten um Fähigkeiten und Kenntnisse aus dem sportpraktischen Bereich zu erweitern, wurde damit entsprochen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in Zusammenarbeit mit Sachverständigen aus den jeweiligen Fach¬verbänden und im Auftrag von Bundesbildungs- und Bundeswirtschaftsministerium die neuen Ausbildungsordnungen erarbeitet. In beiden Berufen dauert die Ausbildung jeweils drei Jahre. Was bietet der neue Ausbildungsberuf Sportfachmann/Sportfachfrau?

Sportfachleute sind unmittelbar in den Sport- und Trainingsbetrieb von Vereinen und Verbänden oder Sport- und Fitnessstudios eingebunden. Weitere Einsatzorte können auch Olympiastützpunkte, Sportstiftungen oder Einrichtungen der Prävention und Rehabilitation sein. Die Ausbildung richtet sich an aktive, Sport ausübende Jugendliche.

Sportfachleute erstellen zum Beispiel Trainingspläne, setzen diese um und wenden dabei moderne Trainingsmethoden an. Sie führen individuelle Eingangschecks durch, achten auf anatomische, physiologische und ernährungsbezogene Aspekte und beraten über sportliche Maßnahmen als Gesundheitsvorsorge. Sie bereiten zudem Sportanlagen vor, organisieren Wettkämpfe und betreuen die daran beteiligten Sportler und Sportlerinnen.

Im Rahmen ihrer Ausbildung erwerben sie dabei Kenntnisse und Fähigkeiten, die dem Lizenzierten Fitnesstrainer Deutscher Sportstudio-Verband (DSSV), der Übungsleiter-C-Lizenz sowie der Trainer-C- und Trainer-B-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entsprechen. Für die ausbildenden Einrichtungen besteht mit dem neuen Beruf die Möglichkeit, den Nachwuchs professionell für den Breitensport auszubilden und den Spitzensport zu fördern.

Was ist neu bei den Sport- und Fitnesskaufleuten?

Durch die Überarbeitung der bereits seit 2001 existierenden Ausbildungsordnung zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/-kauffrau wurde das Profil geschärft und die Ausbildung eben¬falls um sportpraktische Inhalte erweitert. Künftig erwerben die Jugendlichen über die gesamte Ausbildungszeit hinweg Qualifikationen im Rahmen von Sport und Bewegung. Sie erwerben Fähigkeiten und Kenntnisse, die dem Lizenzierten Fitnesstrainer des DSSV und der Übungsleiter-C-Lizenz des DOSB entsprechen.

Kauf¬männische Fähigkeiten bilden weiterhin den Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten. Dazu gehören unter anderem die Gestaltung von Betriebsabläufen, Marketing sowie Steuerung, Controlling und Personalwirtschaft. Sport- und Fitnesskaufleute sind vor allem in den Geschäfts- und Organisationsbereichen von Verbänden, Vereinen, Betrieben der Fitnesswirtschaft sowie in der kommunalen und privaten Sport- und Sportstättenverwaltung tätig.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter:

http://www.bibb.de/de/29880.htm (Sportfachmann/Sportfachfrau)

http://www.bibb.de/de/27374.htm (Sport- und Fitnesskaufmann/-kauffrau).

Inhaltliche Auskünfte im BIBB erteilt:
Bettina Trappmann-Webers, Tel.: 0228 / 107-2420;
E-Mail: trappmann-webers@bibb.de

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