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Tauchunfälle nehmen zu: erst untersuchen, dann tauchen

10.08.2007 - (idw) Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Der Sommer ist Hochsaison auch für den Tauchsport. Die Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf verzeichnet in letzter Zeit gehäuft Tauchunfälle, die auf eine Verschlussstörung der Herzscheidewand zurückzuführen sind, das so genannte "Persistierende Foramen Ovale (PFO)". Mehr als die Hälfte der aktuell über 20 Tauchunfälle geht auf diese ererbte Fehlbildung zurück. Behandelt werden die verunfallten Hobbytaucher in der Druckkammer der Klinik. Dr. Andreas Christaras, verantwortlicher Arzt warnt: "Am Tauchen Interessierte sollten unbedingt abklären lassen, ob bei ihnen ein PFO vorliegt. Leider mangelt es bei Freizeit-Tauchern zunehmend an Ausbildung und Wissen über ihren Sport, was böse enden kann."

PFO ist eine angeborene Kurzschlussverbindung zwischen rechtem und linkem Vorhof des Herzens, ein Loch in der Herzscheidewand. Während der Schwangerschaft ist dieses Loch sehr wichtig für den Fötus; es verschließt sich innerhalb der ersten Lebenswoche bei 90 Prozent der Bevölkerung. Falls es weiter bestehen bleibt, und das merken Betroffene nicht unbedingt, können Gasblasen - wie während der Dekompression beim Tauchen - aus dem Venensystem in das arterielle System übertreten. Nach Übertritt können die Gasblasen entsprechend dem Verlauf der Arterien in Gehirn, Rückenmark, Beine, Arme, kurzum überall, hin wandern und einen Infarkt auslösen.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf verfügt über eine moderne Intensivbehandlungs-druckkammer, die Ärzte bieten Diagnostik und Therapie von Tauchunfällen in Zusammenarbeit mit den anderen am UKD vertretenen Fachrichtungen.
Kontakt: Dr. Andreas Christaras, Tel.: 0211 / 81-19901

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