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Innovationen für Deutschland

16.08.2007 - (idw) Universität zu Köln

Weltraumhardware der Uni Köln am Tag der offenen Tür in Berlin
Die Bundesregierung lädt zum Blick hinter die Kulissen ein Der Park des Kanzleramts in Berlin ist am kommenden Wochenende (25. und 26. August) Schauplatz für Hightech made in Germany. Dann lädt die Bundesregierung nicht nur zum Blick hinter die Kulissen ein, sondern gewährt interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch einen Einblick in technische Innovationen, die derzeit von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelt werden.

Neben der ESA, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und anderen Einrichtungen ist die Universität zu Köln bei der Ausstellung mit aktuellen Entwicklungen für die Weltraumforschung präsent. Dabei dreht sich alles um die so genannte Infrarot-Astronomie. Ferninfrarotlicht wird von kalten Objekten im Universum ausgesendet und macht damit Prozesse im All sichtbar, die mit normalem Licht nicht zu erkennen wären. Eingesetzt wird es zum Beispiel in dem Flugzeug-Observatorium SOFIA, einem deutsch-amerikanischen Projekt, und auf dem ESA Satelliten-Observatorium Herschel. Zusammen mit dem Max Planck Institut für Radioastronomie in Bonn entwickelt die Uni Köln astronomische Instrumente, die auf SOFIA und Herschel eingesetzt werden. Der Herschel Satellit soll Mitte 2008 starten. Das SOFIA Observatorium - eine umgebaute Boeing 747-SP mit einem knapp drei Meter großen Spiegelteleskop - wird ab 2009 helfen, junge Sterne und Planetensysteme zu beobachten und die Entstehung von weit entfernten Galaxien zu ergründen.

Die Hardware-Expertise am I. Physikalischen Institut der Uni Köln liegt im Bereich empfindlichster Detektoren und höchstauflösender Spektrometer für Ferninfrarotstrahlung. Hier werden die Messinstrumente entwickelt und für den Einsatz im All hergestellt. "Viele der von uns entwickelten Messinstrumente sind Unikate, die im Grenzbereich des technologisch Möglichen arbeiten", erklärt Prof. Dr. Jürgen Stutzki vom Physikalischen Institut. "An der Entwicklung wirken auch Studierende und Diplomanden mit. Ihnen kommt damit an der Universität Köln eine einzigartige Ausbildung zugute."

Neben einem Modell des SOFIA-Flugzeugs und -Teleskops, präsentiert vom Deutschen SOFIA Institut (DSI), Universität Stuttgart, und einem am Max Planck Institut für extraterrestrische Physik, Garching entwickelten Detektor für SOFIA, stellt die Universität zu Köln Teile der Hardware für das gemeinsam mit dem Max Planck Institut für Radioastronomie, Bonn, entwickelten Ferninfrarot-Spektrometer GREAT (German Receiver at Terahertz) aus. Mit GREAT lassen sich Moleküle im Weltall anhand ihrer Spektren wie durch einen Fingerabdruck bestimmen.

Ort:
Park des Bundeskanzleramts Berlin
Wann:
25. und 26. August 2007
Bei Rückfragen:
Prof. Dr. Jürgen Stutzki, Tel. (0221) 470-3494
Internet:
www.ph1.uni-koeln.de
Verantwortlich:
Merle Hettesheimer
Weitere Informationen: http://www.ph1.uni-koeln.de
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