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Einstein und der PISA-Schock

13.03.2003 - (idw) Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Frühjahrstagung der DPG-Fachverbände "Geschichte der Physik" und "Didaktik der Physik" in Augsburg

Die Physik prägt unser Weltbild und ist Motor technischer Innovationen. In der Schule aber zählt die Physik nicht gerade zu den Lieblingsfächern. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Hochschul-Informations-Systems sind bezeichnend: Vielen Studienabbrechern fehlt es an Schlüsselqualifikationen, insbesondere an Kenntnissen in Mathematik und Naturwissenschaften. Keine Frage: hier gibt es viel zu tun. Was macht einen attraktiven Physik-Unterricht aus? Wie lässt sich die Lehrerausbildung verbessern? Was können wir von der "PISA-Musternation" Finnland lernen? Solchen Fragen geht eine Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) nach, die vom 19. bis 21. März 2003 an der Universität Augsburg stattfindet. Im Mittelpunkt stehen neueste Forschungsergebnisse der Fachdidaktik und innovative Unterrichtsprojekte. Viele Vorträge richten sich besonders an Lehrerinnen und Lehrer. Insgesamt werden rund 250 Fachleute erwartet. Zweiter Schwerpunkt des Kongresses ist neben der Didaktik die Geschichtsforschung in Sachen Physik. Und so beginnt die Tagung mit einem Plenarvortrag des US-amerikanischen Historikers David Cassidy. Sein Thema: der "Mythos Einstein".

Im Tagungsprogramm sind über einhundert Beiträge verzeichnet. In der Rubrik "Didaktik der Physik" stehen Titel zur Auswahl wie "Naturwissenschaftliche Bildung im finnischen Schulsystem", "Robotik für die Schule", "Rasende Bürsten, tanzende Puppen und schwirrende Ringe - Freihandversuche" oder "Physikdidaktik in Europa".

Der Programmteil "Geschichte der Physik" steht unter dem Leitsatz "Mythen und Legenden - Pointe oder Verfälschung der Physikgeschichte". Die Vorträge aus diesem Bereich spannen einen Bogen von den alten Ägyptern bis hin zu berühmten Forscherinnen und Forschern wie Conrad Röntgen, Lise Meitner und Werner Heisenberg. Ein weiteres Thema: die DPG in der Zeit des Nationalsozialismus.

Übersichtsvorträge zu aktuellen Themen wie Nanotechnologie, Materialforschung und Kosmologie runden das Programm ab.

Auf die "Reise durch Raum und Zeit" dürfen alle mit:

Ein öffentlicher Abendvortrag am 20. März (Beginn 20:15 Uhr im Hörsaal 1002 des Physik-Hörsaalgebäudes, Universitätsstraße 1, Eintritt frei) ermöglicht es auch interessierten Gästen, sich mit Prof. Dr. Hanns Ruder (Universität Tübingen) auf "Eine Reise durch Raum und Zeit" zu begeben. "Wir beginnen", so schildert Ruder die vorgesehene Reiseroute, "auf der Erde, fliegen am Mond, an der Sonne, an den Planeten vorbei, verlassen unser Planetensystem und tauchen in den interstellaren Raum ein. Nach Aktivieren der Warp-Triebwerke geht es flott durch unsere Milchstraße und wir bewundern Sternhaufen, Dunkelwolken und Gasnebel. Nach dem Verlassen unserer Galaxis fliegen wir an unseren Nachbargalaxien vorbei, durcheilen riesige Galaxienhaufen in 100 Millionen bis 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung und beenden unsere Reise in dem heißen Plasma am Rande des für uns übersehbaren Universums [...] Dabei sehen wir die Entstehung von Galaxien, erleben Geburt und Tod von Sternen und die Entwicklung von Planetensystemen und beenden die Zeitreise nach 13 Milliarden Jahren."

Pressegespräch am 20. März, um 11:30 Uhr:

Weit weniger Zeit müssen die Vertreterinnen und Vertreter der Medien einplanen, die sich über die Tagung informieren wollen: Am Donnerstag, dem 20. März, geben der örtliche Tagungsleiter Prof. Dr. Helmut Hilscher sowie die beiden Fachverbandsvorsitzenden Prof. Dr. Werner Schneider (Universität Erlangen-Nürnberg) und PD Dr. Dieter Hoffmann (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin) bei einem Pressegespräch einen Überblick und stehen für Fragen zur Verfügung. Beginn 11:30 Uhr in Raum 2002 des Physik-Hörsaalgebäudes, Universitätsstraße 1.

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