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Professorin Kohse-Höinghaus erhält Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

24.08.2007 - (idw) Universität Bielefeld

Verleihung durch Bundespräsident Köhler am 4. September im Schloss Bellevue in Berlin

Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus von der Fakultät für Chemie der Universität
Bielefeld erhält am 4. September 2007 aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Der Bundespräsident würdigt sie für ihre Verdienste um das Ziel "Bildung für alle", speziell für die Konzeption, Umsetzung und erfolgreiche Etablierung des universitären Mitmachlabors teutolab. Rektor Professor Dr. Dieter Timmermann gratulierte Professorin Kohse-Höinghaus im Namen der Universität Bielefeld ganz herzlich und dankte ihr dabei noch einmal für ihren Einsatz und ihr Engagement für das teutolab. Die Idee von Professorin Katharina Kohse-Höinghaus war und ist ganz einfach: Sie wollte die Neugier von Schülern an naturwissenschaftlichen Fragen wecken, Lehrern und Lehramtsstudierenden interessante Ergänzungen für ihren Unterricht vermitteln und damit den naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen spannender und für die Kinder und Jugendlichen lebensnah gestalten. Ausgangspunkt und erstes "Versuchskaninchen" war die eigene Tochter. Im Februar 2000 hob sie mit dem teutolab Chemie an der Universität Bielefeld das erste universitäre Mitmachlabor dieser Art in Deutschland aus der Taufe.

Professorin Kohse-Höinghaus wird am 4. September bei der Verleihung im Schloss Bellevue in Berlin von ihrer Tochter Eva Katharina Kohse und der studentischen Mitarbeiterin Susanne Wulfkühler begleitet, die stellvertretend für das 15-köpfige Team des teutolabs an der Zeremonie teilnehmen wird.

Das teutolab ist eine ganz besondere Erfolgsgeschichte. In den letzten sieben Jahren hatten mehr als 18.000 Kinder die Möglichkeit, durch eigene Experimente in speziellen Räumlichkeiten in der Universität Bielefeld die in der Schule gelehrte Chemie anschaulicher zu machen und Begeisterung für die Naturwissenschaften zu entdecken - immer begleitet und betreut durch geschulte Fachkräfte. Durch den unbeirrten Einsatz von Professorin Kohse-Höinghaus und ihrem Team ist ein Netzwerk mit 30 Schulen entstanden, die viele Experimente auch vor Ort durchführen können. Mittlerweile gibt es an der Universität Bielefeld auch in den Fächern Mathematik und Physik teutolabs. Andere Universitäten haben das Konzept übernommen und ähnliche "Mitmachlabore" eingeführt.
Darüber hinaus finden im Rahmen der teutolabs in großem Umfang Lehrerfortbildungen zur anschaulichen Gestaltung des naturwissenschaftlichen Unterrichts statt. Es bestehen enge Kooperationen mit Lehrern in der Region, die den Laborbetrieb (gerade hinsichtlich der didaktischen Aufbereitung) wesentlich mitbestimmen. Zahlreiche studentische Hilfskräfte - oft Lehramtsstudierende - vervollständigen die Labor-Teams und können dabei wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Schülern sammeln.

Katharina Kohse-Höinghaus lehrt und forscht seit 1994 als Professorin für Physikalische Chemie an der Universität Bielefeld. Von 2001 bis 2003 war sie Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Seit 2007 ist sie Präsidentin der Deutschen Bunsengesellschaft (DBG) für Physikalische Chemie. Im Juli diesen Jahres wurde sie in den Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft gewählt und vom Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung außerdem in das "International Advisory Board" der Stiftung berufen.

Weitere Informationen: http://Das Foto ist abrufbar unter: http://www.uni-bielefeld.de I Aktuelles I Aktuelle Pressemitteilungen I Pressemitteilung Nr. 134/2007
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