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Uni Ulm: Neuer Studiengang Informationssystemtechnik - Fakultät erwartet Erfolgsmodell

31.08.2007 - (idw) Universität Ulm

Große Erwartungen setzt die Universität Ulm in ihren neuen Studiengang Informationssystemtechnik, den sie zum bevorstehenden Wintersemester erstmals anbietet. "Ich bin überzeugt, dass wir damit in eine echte Marktlücke stoßen", sagt Professor Helmuth Partsch, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik. Jedenfalls sehe er einen enormen Bedarf an Absolventen dieses Studiengangs, der Elemente der Ingenieurwissenschaften und der Informatik kombiniere. Ähnlich beurteilt der verantwortliche Studiendekan die Situation: "Wir wollen damit Fachleute ausbilden, die zwischen diesen beiden Bereichen vermitteln können", erklärt Professor Wolfgang Minker. Und eben diese interdisziplinären Kompetenzen seien in Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen gefragt. Bemerkenswert: Informationssystemtechnik wird schon zum Wintersemester als Bachelor- und als Master-Studiengang angeboten. Letzterer erfordert als Zulassungsvoraussetzung einen Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik, Informatik oder einem verwandten Studiengang.. Partsch und Minker formulieren ihre Erwartungen auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussion über den Bedarf an hoch qualifizierten Fachleuten für den Hochtechnologie-Bereich. "Schon deshalb bietet dieser Studiengang attraktive Perspektiven in unserer Region, aber auch weit über diese hinaus", betont der Dekan und verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Wirtschaft im Vorfeld der internen Überlegungen.
Wohl sei der neue Hybrid-Studiengang keine Ulmer Erfindung, doch wird er Studienberaterin Christiane Westhauser zufolge bislang bundesweit nur von zwei Universitäten angeboten: "Nach meinen Informationen gibt es das Fach derzeit nur an der DU Darmstadt und an der TU Dresden." Das Interesse an dem neuen Ulmer Angebot kann sie derzeit noch nicht zuverlässig einschätzen: "Momentan liegen uns rund vier Dutzend Bewerbungen vor, aber das ändert sich täglich." Schließlich laufe das Bewerbungsverfahren noch bis Ende September.
"Natürlich haben wir bei der Entwicklung des Curriculums Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Informatik- und Elektrotechnik-Anteilen gelegt", erklärt Professor Minker. Als Schwerpunkte nennt der Studiendekan unter anderem die Informationstechnologie, Kommunikations- und Nachrichtentechnik, Eingebettete Systeme, Themen aus der praktischen und technischen Informatik sowie Verteilte Systeme. Dabei, so Minker weiter, "bestehen im Studium zahlreiche Möglichkeiten, Fächer aus der Elektrotechnik und Informatik wahlweise zu kombinieren". Beste Voraussetzungen mithin für einen Einsatz der Absolventen an Schnittstellen der beiden Disziplinen, von Hard- und Software also. Bei der Entwicklung von Steuerungs- und Kommunikationssystemen zum Beispiel, in der Prozessautomatisierung, aber auch für Aufgaben im Vertrieb, Marketing oder Management. Und schließlich seien die Master-Absolventen aufgrund ihrer interdisziplinären Kompetenzen auch bestens für eine wissenschaftliche Laufbahn geeignet. "Ich denke schon, dass dies ein Erfolgsmodell wird", sagt der Studiendekan.
Für ihn wie für Dekan Partsch ein Nebeneffekt: "Der Studiengang wird auch dazu beitragen, dass die zuvor selbständigen und vor Jahresfrist in einer gemeinsamen Fakultät vereinten Bereiche Ingenieurwissenschaften und Informatik in der Lehre zusammenwachsen." Aus gutem Grund sei ein gemeinsamer Studiengang denn auch schon bei der Zusammenlegung ein wichtiger Faktor gewesen. "Das passte gut zu der Erkenntnis, dass in der Praxis vermehrt Ingenieure mit grundlegenden Informatik-Kenntnissen und umgekehrt Informatiker mit entsprechenden elektrotechnischen Kompetenzen gefragt sind", so Helmuth Partsch.
Für die Uni Ulm jedenfalls wäre die Informationssystemtechnik nicht der erste erfolgreiche Kombi-Studiengang. Immerhin war hier 1977 die Wirtschaftsmathematik kreiert worden, später folgten Wirtschaftschemie und -physik.


Anlage: Foto/Vorschlag BU: An der Schnittstelle von Elektrotechnik und Informatik gefragt sein werden die Absolventen des neuen Studienganges Informationssystemtechnik, den die Universität Ulm zum kommenden Wintersemster erstmals anbietet (Foto: Uni Ulm/zur honorarfreien Veröffentlichung in diesem Zusammenhang ohne Einschränkungen freigegeben)

Weitere Informationen: Studiendekan Prof. Dr. Wolfgang Minker,
Tel. 0731/50-26254
Weitere Informationen: http://www.uni-ulm.de
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