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Autor und Regisseur Heinrich Breloer wird Träger des Essener Universitätspreises

14.05.2002 - (idw) Universität Essen

Der für seine Arbeiten mehrfach preisgekrönte Autor und Regisseur Heinrich Breloer ist in diesem Jahr Empfänger des Essener Universitätspreises, den die Hochschule seit nunmehr sechs Jahren für eine "herausragende interkulturelle Vermittlungsleistung" vergibt. Breloer wird den mit 2500 Euro dotierten Preis in der Festveranstaltung des Dies academicus am Mittwoch, 12. Juni, entgegen nehmen.

Heinrich Breloer, der 1942 in Gelsenkirchen geboren wurde, ist auf beeindruckende Weise das gelungen, was die Universität Essen mit dem anlässlich des 25jährigen Bestehens im Jahre 1997 ausgelobten Preises würdigen will: Leistungen, denen die Vermittlung zwischen den verschiedenen Wissenschaftskulturen oder die Vermittlung zwischen diesen Kulturen und der Öffentlichkeit besonders gut gelungen ist. Selten gab es so viele Menschen, die sich nach einem von Breloer gemachten Fernsehfilm weiterführender Literatur zuwandten. Ihm gelingt eine Präsentationsart, die Menschen zum Lesen verführt.

Die Montage aus Dokumentation und Spielszenen ist charakteristisch für viele Arbeiten, zum Beispiel für den 1981 verfilmten Arnold-Zweig-Roman "Das Beil von Wandsbek", aber auch für den im Jahr 2000 entstandenen Dreiteiler "Die Manns", an dem, wie schon bei dem Zweig-Film, auch Horst Königstein mitgewirkt hatte und für den Breloer - einmal mehr - den Grimme-Preis erhielt. Über den Grimme-Preis hinaus konnte Breloer 1991 den Bayerischen Fernsehpreis, 1993 den Prix Europa, 1994 und 1998 den DAG-Preis in Gold und 1995 den Tele-Star in Empfang nehmen. 1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Heinrich Breloer hatte im Medienbereich zunächst als Film- und Fernsehkritiker einer Hamburger Tageszeitung auf sich aufmerksam gemacht. Er war in den siebziger und achtziger Jahren für den Westdeutschen und den Norddeutschen Rundfunk tätig und konzentrierte sich bei seiner Arbeit neben der Medienkritik und Themen aus der Literatur auf die jüngere deutsche Geschichte. Zu den viel beachteten Produktionen gehören "Kampfnahme: Willy Brandt", "Die Staatskanzlei" (Hintergründe zur Kieler Affäre um Uwe Barschel), "Kollege Otto - die co op-Affäre", "Wehner - Die unerzählte Geschichte", sowie "Einmal Macht und zurück - Engholms Fall".

Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85
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