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Charité-Wissenschaftler gründen Unternehmen

03.09.2007 - (idw) Charité-Universitätsmedizin Berlin

Klinikum will mit Erfindungen wirtschaftlich punkten

Berlin, 03.09.2007. Zum zehnten Mal seit 2002 hat ein Mitarbeiter der Charité - Universitätsmedizin Berlin auf der Grundlage seiner Forschungen ein eigenstän¬diges Unternehmen aufgebaut. Privatdozent Dr. Michael Sittinger gründete gemeinsam mit dem Direktor des Instituts für medizinische Immunologie an der Charité, Prof. Hans-Dieter Volk, die CellServe GmBH. Jetzt unterschrieb die Firma einen Kooperationsvertrag mit der Charité. Das Unter¬nehmen hat sich auf die Herstellung von Zellen zu therapeutischen Zwecken spezialisiert und kooperiert dabei mit dem neuen Berlin-Brandenburg Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT), das von Charité und Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam getragen wird.
Schon in seiner Dissertation 1994 befasste Dr. Sittinger sich mit der Züchtung von transplantierbaren Zellgeweben. Mit Unterstützung der Fachstelle für Technologie¬transfer an der Charité gelang es ihm, seine Forschungsergebnisse in Patente und schließlich in marktfähige Produkte umzumünzen. Die Charité etablierte dieses Referat im Jahr 2002 unmittelbar nach der Novellierung des Arbeitnehmer-Erfindergesetzes. Es bietet professionelle Unterstützung für die "Erfinder" unter den Forschern und Ärzten des Universitätsklinikums. Dr. Sittinger hat mit dieser Struktur gute Erfahrungen gemacht: "Man wird bei der Anmeldung eines Patents beraten, muss die oft hohen Kosten nicht selbst tragen und kann trotzdem von den Verwertungserlösen profitieren."
An der Charité führte diese Entwicklung binnen weniger Jahre zu einem wahren Boom. In der diesjährigen Rangliste des Centrums für Hochschulentwicklung belegt die Charité bei den Erfindungen bundesweit den ersten Platz.
Nach Ansicht des Dekans Prof. Martin Paul erfüllt das Klinikum mit dieser Struktur genau die Vorgaben des neuen Spitzencluster-Wettbewerbs, den die Bundesfor¬schungs¬ministerin Annette Schavan vor wenigen Tagen angekündigt hat. "Wir haben als Fakultät in der Forschung immer die konkrete Wertschöpfung im Blick", betont er. "Unsere Hochschullehrer sollen sich zu biotechnologischen Unternehmern entwickeln können." Das nütze nicht nur ihnen, sondern auch dem Klinikum und der Stadt Berlin. "Die aus der Charité heraus gegründeten Unternehmen sind start-ups mit großen Zukunftsaussichten. Sie schaffen hoch qualifizierte Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass Ärzte und Wissenschaftler ihre beruflichen Chancen nicht mehr im Ausland suchen müssen."

Kontakt:
Kerstin Endele
Leiterin Unternehmenskommunikation
Charité -
Universitätsmedizin Berlin
Tel 030 - 450 570 401
Kerstin.endele@charite.de

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