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Internationalität und Fremdenfurcht. Jena und seine Gäste

05.09.2007 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Collegium Europaeum Jenense (CEJ) lädt zu öffentlichem Rundgespräch am 7. September um 18 Uhr an die Universität Jena ein Jena (05.09.07) "Die Welt zu Gast bei Freunden" - unter diesem Motto feierte Deutschland vor mehr als einem Jahr während der Fußball-WM sich und seine ausländischen Gäste. Inzwischen ist der Alltag längst wieder eingekehrt und der Tenor der öffentlichen Auseinandersetzung mit Ausländern in Deutschland hat sich deutlich geändert. "Im Vordergrund stehen wieder die Probleme, etwa in Bezug auf den Arbeitsmarkt oder die Kriminalitätsstatistik", beobachtet Prof. Dr. Karl-Ulrich Meyn. "Wie wir aber in einer Stadt wie Jena von Ausländern profitieren, das findet dagegen nur selten Beachtung", so der leitende Kurator des Collegium Europaeum Jenense (CEJ) an der Universität Jena weiter.

Die Gründe für diese einseitige Betrachtung - nicht nur in Jena - wollen am kommenden Freitag (7. September) Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Kirche in einem Rundgespräch analysieren. Das CEJ lädt dazu um 18 Uhr in die Aula der Universität Jena (Fürstengraben 1) ein. Neben Jenas Oberbürgermeister, Dr. Albrecht Schröter, und Uni-Rektor, Prof. Dr. Klaus Dicke, haben der Superintendent der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Jena, Diethard Kamm, sowie der Ausländerbeauftragte der Thüringer Landesregierung, Eckehard Peters, ihre Teilnahme zugesagt.

"Woher kommt Fremdenfurcht und was bewirkt ihr Umschlagen in Feindschaft oder gar Hass?", nennt Initiator und Moderator Prof. Meyn eine weitere Frage, die aus ganz aktuellem Anlass an diesem Abend angesprochen werden soll. Denn für den 8. September hat die NPD erneut ihr sogenanntes "Fest der Völker" in Jena angekündigt - eine Veranstaltung, die nicht etwa Völker verbinden sondern trennen und als Plattform für rechtsradikale Propaganda dienen soll.

"Unser Rundgespräch ist ganz bewusst ein Gegenbeitrag zu dieser Veranstaltung der NPD", macht Prof. Meyn deutlich, der sich deshalb eine rege Beteiligung der Jenaer Öffentlichkeit wünscht. "Alle Interessenten sind herzlich eingeladen und aufgefordert mitzudiskutieren."
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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