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Teilchenphysikerin Dr. Ariane Frey erhält Lichtenberg-Stiftungsprofessur

11.09.2007 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

VolkswagenStiftung fördert Forschungsarbeiten an der Göttinger Fakultät für Physik

Mit den kleinsten bekannten Bausteinen der Materie und den fundamentalen Wechselwirkungen dieser Elementarteilchen befasst sich die Physikerin Dr. Ariane Frey: Die Wissenschaftlerin ist beteiligt an der Entwicklung eines neuen, hochleistungsfähigen Teilchenbeschleunigers, dem International Linear Collider (ILC). Darin sollen Elektronen und Antielektronen auf einer bis zu 40 Kilometer langen Beschleunigungsstrecke mit sehr hohen Energien von bis zu einem Tera-Elektronenvolt kollidieren. Mit Präzisionsmessungen wollen die Experten dabei die Teilcheneigenschaften weiter entschlüsseln. Dr. Frey, die bislang in München geforscht hat, wird ihre Arbeiten im Rahmen des ILC-Projekts nun an der Universität Göttingen weiterführen: Sie erhält eine Lichtenberg-Stiftungsprofessur, die Anfang 2008 an der Fakultät für Physik eingerichtet wird. Dafür stellt die VolkswagenStiftung (Hannover) für einen Zeitraum von fünf Jahren Fördermittel in Höhe von insgesamt mehr als einer Million Euro zur Verfügung. Pressemitteilung
Göttingen, 11. September 2007 / Nr. 233/2007

Teilchenphysikerin Dr. Ariane Frey erhält Lichtenberg-Stiftungsprofessur
VolkswagenStiftung fördert Forschungsarbeiten an der Göttinger Fakultät für Physik

(pug) Mit den kleinsten bekannten Bausteinen der Materie und den fundamentalen Wechselwirkungen dieser Elementarteilchen befasst sich die Physikerin Dr. Ariane Frey: Die Wissenschaftlerin ist beteiligt an der Entwicklung eines neuen, hochleistungsfähigen Teilchenbeschleunigers, dem International Linear Collider (ILC). Darin sollen Elektronen und Antielektronen auf einer bis zu 40 Kilometer langen Beschleunigungsstrecke mit sehr hohen Energien von bis zu einem Tera-Elektronenvolt kollidieren. Mit Präzisionsmessungen wollen die Experten dabei die Teilcheneigenschaften weiter entschlüsseln. Dr. Frey, die bislang in München geforscht hat, wird ihre Arbeiten im Rahmen des ILC-Projekts nun an der Universität Göttingen weiterführen: Sie erhält eine Lichtenberg-Stiftungsprofessur, die Anfang 2008 an der Fakultät für Physik eingerichtet wird. Dafür stellt die VolkswagenStiftung (Hannover) für einen Zeitraum von fünf Jahren Fördermittel in Höhe von insgesamt mehr als einer Million Euro zur Verfügung.

Der International Linear Collider befindet sich in der Planungsphase und soll bis zum Jahr 2015 fertiggestellt werden. Die Technologie des Beschleunigers wird zur Zeit am Deutschen Elektronen-Synchroton DESY in Hamburg erprobt. "Der Schwerpunkt des ILC-Programms liegt vor allem auf Messungen in bislang nicht gekannter Präzision, mit denen die Eigenschaften von bereits bekannten Elementarteilchen weiter untersucht werden sollen", erläutert Dr. Frey, die sich in ihren Forschungsarbeiten neben der Detektorentwicklung auch mit der Datenanalyse befasst. Von den Experimenten erhoffen sich die Forscher zudem Erkenntnisse über das Higgs Bosons. Dabei handelt es sich um einen bislang unentdeckten Baustein im Standardmodell der Teilchenphysik, das für die Trägheit und damit für die Masse von Elementarteilchen verantwortlich gemacht wird.

Dr. Ariane Frey, Jahrgang 1967, hat an zahlreichen, international renommierten Laboratorien der Teilchenphysik geforscht, darunter am DESY in Hamburg, am CERN in Genf (Schweiz) und am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in den USA. Im Jahr 2004 wurde sie im Rahmen des Exzellenz-Programms der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet und hat eine ILC-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Physik in München aufgebaut. "An der Georgia Augusta wird nun der einzige an einer deutschen Universität angesiedelte Forschungsschwerpunkt zum International Linear Collider etabliert. Die Göttinger Teilchenphysik wird damit sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung von Studierenden an Attraktivität und Qualität weiter gewinnen", betont Prof. Dr. Arnulf Quadt vom II. Physikalischen Institut.


Kontaktadresse:
Prof. Dr. Arnulf Quadt
Universität Göttingen, II. Physikalisches Institut
Friedrich-Hund-Platz 1, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-7635, -7632
e-mail: aquadt@uni-goettingen.de
Weitere Informationen: http://www.physik.uni-goettingen.de
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