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Neuer Dekan der Philosophischen Fakultät

14.09.2007 - (idw) Universität Erfurt

Die Philosophische Fakultät der Universität Erfurt hat einen neuen Dekan. Professor Dr. Carsten Held hat Anfang September die Nachfolge von Prof. Dr. Jörg Rüpke im Amt angetreten. Der 44-jährige Professor für Wissenschaftsphilosophie sieht die Universität Erfurt und seine Fakultät auf einem guten Weg. "Wir spielen noch nicht in einer Liga mit den großen Universitäten, aber der Aufstieg in die höhere Klasse ist möglich." Die junge Universität der Landeshauptstadt Erfurt befinde sich in einer Zeit immer knapperer Ressourcen für die Wissenschaft im Wettstreit mit der großen Landesuniversität Jena und der finanziell gut ausgestatteten Bauhaus-Universität Weimar, so der neue Dekan. In diesem Wettstreit schlage sie sich gut, in der Lehre hervorragend, sagte er mit Blick auf Berichte in der Thüringer Allgemeinen über die Situation der Universität Erfurt. Die große Mehrzahl der Professoren, Wissenschaftler und Studierenden seiner Fakultät, beurteile das ähnlich. Das besondere Engagement im Bologna-Prozess habe die Universität viel Kraft und Ressourcen gekostet, die Erfolge seien aber in den sehr guten Studienbedingungen und den Rankings ersichtlich.

Die Aufgabe, die Leitung der mit 40 Professuren größten Fakultät der Universität zu übernehmen, habe ihn gereizt, sagt Held. Er wolle insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs durch die Einrichtung strukturierter Promotionsstudiengänge stärker fördern und den Forschungsoutput der Fakultät verstärken. Für die Masterstudiengänge müsse man mehr Studierende von außen, insbesondere auch aus dem Ausland anziehen. Dafür sei ein verstärktes Marketing erforderlich. "Wir müssen transportieren, dass in Erfurt gutes Studium möglich ist."

Carsten Held wurde 1963 in Hürth bei Köln geboren. Er studierte Philosophie, Physik und Germanistik in München, und Freiburg und Princeton. Danach folgten Lehrtätigkeiten in Straßburg und Freiburg, wo er promovierte und habilitierte. Nach einem Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) folgte 2004 der Ruf auf die Professur für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Erfurt. Er ist u.a. Autor von "Die Bohr-Einstein-Debatte" (mentis 1998) und "Frege und das Grundproblem der Semantik" (mentis 2004) und Mitherausgeber (mit Hans-Ulrich Baumgarten) von "Systematische Ethik mit Kant" (Alber 2001). Seine Forschungsinteressen sind Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie.

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