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High-Tech-Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern

18.03.2003 - (idw) Universität Rostock

MANO - Mikrosystemtechnik-Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Ostdeutschland

High-Tech-Ausbildung in einem industrieschwachen Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern? Warum denn nicht? Laut Experteneinschätzungen fehlen gut ausgebildete Fachkräfte sowohl für den Einsatz in innovativen Unternehmen als auch für die Etablierung neuer Technologiezweige. Die Devise lautet daher: Mit Hilfe gezielter Aus- und Weiterbildung die Wirtschaftskraft stärken und das Land Mecklenburg-Vorpommern attraktiver für Unternehmer und junge Leute machen.
Dieses ehrgeizige Ziel hat sich das "Institut für Technische Bildung" der Universität Rostock gesteckt. Zusammen mit kompetenten Partnern sollen Bildungs- und Marktmöglichkeiten in dem neuen Bereich der Mikrosystemtechnik (MST) in Mecklenburg-Vorpommern erschlossen werden. Es soll ein so genanntes MANO-Netzwerk entstehen, in dem die Betriebe, universitären Institute, Fachhochschulen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen und alle anderen, die mehr oder weniger mit der Mikrosystemtechnik befasst sind, zusammenarbeiten. Das Motto ist: Nicht jeder für sich, sondern gemeinsam MST-Kompetenzen entfalten, neue MST-Produkte entwickeln, MST-Ausbildungs- und -Arbeitsplätze schaffen und sichern.
In dem MANO-Netzwerk sind schon erste Partner tätig: Die Institute für Gerätesysteme und Schaltungstechnik, Mikroelektronik und Datentechnik, Antriebstechnik und Mechatronik der Universität, die Weiterbildungsgesellschaft e.V. an der Universität, die Berufliche Schule für Elektrotechnik/Elektronik, das Aus- und Fortbildungszentrum Schifffahrt und Hafen GmbH und einige Betriebe, bisher noch alle aus Rostock. Auch die Industrie- und Handelskammer Rostock befördert das MANO-Netzwerk. Es wird angestrebt, möglicht viele weitere MST-Partner in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen. Gestützt werden kann das MANO-Netzwerk u. a. durch die Netzwerk-Projekte "Regio-Kompetenz-Ausbildung" und "InnoRegio Nukleus", die in den Bereichen Biotechnologie und Präzisionsmaschinenbau in Mecklenburg-Vorpommern schon etabliert sind.
Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit in dem MANO-Projekt sind zunächst:
* ... das Einleiten eines Dialogs über MST-Aus- und
Weiterbildungsbedarfe und die Möglichkeiten der
Entwicklung neuer MST-Produkte;
* ... das Vernetzen der MST-Partner aus Bildung, Forschung
und Industrie (sowie den Verbänden), das Durchführen
gemeinsamer Projekte, wie beispielsweise eine
MST-Ausbildung im Verbund der Partner (statt in einem
Betrieb wird der Auszubildende in mehreren Betrieben
unterrichtet);
* ... das Entwickeln eines modernen MST-Aus- und
Weiterbildungskonzeptes (wie es u. a. für
informationstechnische Berufe schon vorliegt);
* ... das Einführen einer MST-Erstausbildung, das Ausbilden
in dem neuen Beruf
"Mikrotechnologe/Mikrosystemtechnik";
* ... das Entwickeln von MST-Ausbildungsmodulen für die
Hochschulen,Fachhochschulen und anderen
Bildungseinrichtungen;
* ... das Aufbauen eines MST-Zentrums (Labors);
* ... das Bereitstellen einer Internet-"Plattform", auf der
die MST-Partner ortsunabhängig miteinander
kommunizieren und zusammenarbeiten können;
* ... das exemplarische Planen und Erproben von
MST-Unterrichts- und Ausbildungseinheiten;
* ... das Durchführen eines "MST-Wettbewerbs", mit dem
bereits die Schüler in den allgemeinbildenden Schulen
an die Mikrosystemtechnik herangeführt werden.
Die Fortschritte in dem MANO-Projekt werden (über die genannten Schwerpunkte hinaus) durch regelmäßige Treffen (so genannte "Zukunftswerkstätten") der MANO-Partner sichergestellt. Über die dreijährige Laufzeit des Projektes hinaus soll das MANO-Netzwerk in einer Gemeinnützigen GmbH oder in einer anderen Trägerschaft weitergeführt werden.
Das vorgesehene MANO-Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern wird eingebettet in ein größeres MST-Netzwerk. Zusammen mit gleichartigen Netzwerken in Berlin und Brandenburg soll ein MST-Netzwerk in Nord-Ostdeutschland entstehen (siehe: www. m-a-n-o.net; http://www.vdivde-it.de/mst/foerderung/; http://www.bmbf.de/presse01/712.html). Zu den Projektpartnern in dem nord-ostdeutschen Netz zählen u.a. die Siemens AG (Siemens Professional Education Berlin), die TU Berlin mit dem Fraunhofer Institut, die Fachhochschulen in Berlin und Brandenburg, die Kompetenzzentren für Mikrosystemtech-nik/Mikroelektronik in Berlin und Frankfurt/Oder, der Forschungsverbund Berlin.
Das MANO-Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg ist wiederum verbunden mit fünf weiteren MST-Netzwerken, die über die gesamte Bundesrepublik verteilt sind. Alle MST-Netzwerke werden im Rahmen der Initiative "Mikrosystemtechnik 2000+" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bzw. Verein Deut-scher Elektrotechniker (VDE) getragen. Dabei wurde das MANO-Netzwerk Nord-Ostdeutschland bereits im vorigen Jahr mit einem besonderen Förderpreis bedacht.
Alle Personen und Institutionen, die in Mecklenburg-Vorpommern mit der zukunftsträchtigen Mikrosystemtechnik befasst sind, werden gebeten, in dem MA-NO-Netzwerk mitzuarbeiten!
Weitere Informationen: "Institut für Technische Bildung", Universität Rostock, Prof. Dr. Friedhelm Eicker und Dipl.-Bpäd. Claudia Kalisch, Richard-Wagner-Str. 31, 18119 Rostock-Warnemünde, Tel.: 0381/498-3592, 0381/498-3591, Fax: 0381/498-3313, E-Mail: tb-sekretariat.et@etechnik.uni-rostock.de.

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