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Energie für alle Fälle: Eine Tagung stellt sich vor

01.10.2007 - (idw) Fachhochschule Bochum

Pressegespräch am 04. Oktober 2007 zum Geothermiekongress 2007 (Bochum 29.-31.10.) Nach sieben Jahren kehrt der Geothermiekongress wieder in das Ruhrgebiet zurück. Als man sich 2000 in Herne traf, war die Branche noch erheblich überschaubarer. Die Stände der Aussteller fanden noch ihren Platz vor den Türen des Tagungssaals. Dieses Mal füllt die Messe GEOEnergia 2007 die große Halle des Kongresszentrums. In Bochum werden Ende Oktober mehrere Hundert Teilnehmer erwartet.

Weltweit befindet sich die Geothermie im Aufschwung. Unter den Erneuerbaren Energien nimmt sie eine einzigartige Stellung ein. Hier ist sie die einzige nichtsolare Quelle und steht stetig und unabhängig von Tag und Nacht und Klima- und Witterungseinflüssen zur Verfügung. Genutzt wird die Wärme, die ständig aus dem Innern des Planeten an die Oberfläche dringt, um schließlich im Weltraum zu verschwinden. Sie entspricht etwa einem vielfachen des menschlichen Energiebedarfs.

Vulkanische Regionen sind, was die Nutzung betrifft, zwar bevorzugt. Aber sie machen nur etwa 5% der erschließbaren Ressourcen aus. Denn in der Tiefe ist geothermische Energie überall vorhanden. Mit den richtigen Technologien kann man sie daher auch praktisch überall nutzen. Dass diese auch für Gebiete entwickelt wurden, in denen heißer Dampf und heißes Wasser nicht gleich in Erdbodennähe zur Verfügung stehen, daran hat Deutschland einen wichtigen Anteil. Für den weltweiten Ausbau ist das hierzulande entstandene Know-How darum unverzichtbar.

In den kommenden vier bis fünf Jahren wird allein die weltweite geothermische Kraftwerksleistung von gegenwärtig ca. 8.000 auf rund 13.500 MW anwachsen. In Deutschland wurde 2003 in Neustadt-Glewe ein erstes Pilotkraftwerk errichtet. In diesem Jahr werden in Unterhaching und Landau zwei weitere Anlagen von je rund 3,5 MW Leistung hinzukommen. Auch in Bruchsal wird bald geothermischer Strom in das Netz eingespeist werden können. An mehreren Standorten in Süddeutschland werden noch in diesem Herbst die Bohrarbeiten für weitere Kraft- und Heizwerke starten.

In der Wärmeversorgung hat die oberflächennahe Geothermie längst einen kräftigen Fuß in der Tür. Im vergangenen Jahr wurden etwa 6% der Neubauten mit Erdwärmesystemen ausgestattet. Gegenüber 2005 verzeichnete die Branche ein Wachstum von 115%. Das ist mit Abstand der höchste Anstieg von allen erneuerbaren Energieträgern und zugleich nur ein Anfang: in den nächsten fünf Jahren werden in Europa etwa 2 Millionen geothermische Wärmepumpen installiert.

Im Geothermiekongress 2007 findet sich die gesamte Palette der Themen wieder, die die kommenden Jahre bestimmen werden: Bereitstellung von Strom, Wärme und Klimakälte, Forschung und Entwicklung, Erschließung, Finanzierung, Anwendung, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, technologische und wirtschaftliche Trends und Innovationen, Aus- und Weiterbildung, Arbeitsplätze und Qualitätssicherung. Im Rahmen eines Wirtschaftsforums werden u. a. Unternehmen der Branche, ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

Geothermietechnik ist weitgehend auch Bergbautechnik; Nordrhein-Westfalen ist das Zentrum der deutschen Bergbautechnologienbranche sowie die Hochburg des Anlagenbaus und der Energiewirtschaft. Hier wohnt ein Viertel der deutschen Bevölkerung und Geothermienutzer. Das Ruhrgebiet und besonders Bochum hat mit der Exploration und Ausbeutung von fossilen Energieträgern viel Erfahrung. Im Bereich der erneuerbaren Energien favorisiert Bochum die Geothermie. Die Wirtschaftsförderung Bochum hat in der Arbeitsgruppe Energie und neue Energietechniken für das Ruhrgebiet die Federführung im Bereich Geothermie und plant gemeinsam mit der Hochschule Bochum - GeothermieZentrum e.V. - und der Ruhr-Universität Bochum - rubitec GmbH - den Aufbau eines überregionalen Geothermie-Bildungsstandorts, den Geothermie Campus Bochum. Die Wirtschaftsförderung metropoleruhr unterstützt die Geothermie als Zukunftsthema der Energieregion Ruhrgebiet. Aus Sicht der regionalen Wirtschaftsförderung verbindet die Geothermie für die Metropole Ruhr Chancen auf Beschäftigung und wirtschaftlichen Wachstum mit ökologischer Nachhaltigkeit.

Eingeleitet wird der Bochumer Kongress am 29.10.07 mit der vom NRW-GeothermieZentrum in Bochum (GZB) und der EnergieAgentur.NRW organisierten NRW-Konferenz zu Technologien und Infrastrukturprojekten aus der Region. Neben der Industrie werden Handwerker, Architekten und Fachplaner angesprochen. Weitere, dem Hauptprogramm vorgelagerte Workshops und Seminare, ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit speziellen Fachthemen.

Begleitet wird die Veranstaltung im RuhrCongress in Bochum durch die Fachmesse GEOenergia2007. Diese Messe wird auch für das allgemeine Publikum geöffnet sein.
Der Eintritt ist kostenlos.

Im Vorfeld der Veranstaltung laden wir Sie daher zu einer Pressekonferenz

am Donnerstag, 04.10.2007, 10.30 Uhr
im RuhrCongress Bochum
Stadionring 20
44791 Bochum

ein.

Über ihre Teilnahme würden wir uns freuen.

Es erwarten Sie:

Moderation: Werner Bußmann, Geschäftsführer Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie, Berlin


? Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer EnergieAgentur.NRW, Gelsenkirchen
? Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter NRW-GeothermieZentrum, Bochum
? Siegfried Jahns, Wirtschaftsförderung Stadt Bochum
? Simone Probst, Präsidentin Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie

Weitere Informationen:
Christine Toutain
Geothermiezentrum Bochum
c/o Hochschule Bochum
Lennershofstraße 140
44801 Bochum
T. 0234-32-10233
Weitere Informationen: http://www.geothermie-zentrum.de/
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