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"Wahrhaft verdiente Auszeichnung für Gerhard Ertl"

10.10.2007 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

DFG gratuliert ihrem ehemaligen Vizepräsidenten zum Nobelpreis für Chemie Nr. 63
10. Oktober 2007

Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Matthias Kleiner, hat dem Berliner Chemiker und langjährigen DFG-Vizepräsidenten Professor Gerhard Ertl zum diesjährigen Nobelpreis für Chemie gratuliert. "Die DFG und die gesamte deutsche Wissenschaft freuen sich über diese wahrhaft verdiente Auszeichnung für Ihre grundlegenden Arbeiten zum Verständnis der elementaren Prozesse der Katalyse", so Kleiner wörtlich in seinem Glückwunschschreiben an Ertl, der den Nobelpreis für Chemie an seinem 71. Geburtstag von der Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm zuerkannt bekam.

Kleiner erinnerte weiter daran, dass Ertl für seine Arbeiten bereits 1991 den Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG erhalten habe. "Dies zeigt einmal mehr, dass der wichtigste und höchstdotierte Forschungsförderpreis in Deutschland auch die Vorstufe zum Nobelpreis ist", betonte der DFG-Präsident.

Mit seinen nun erneut ausgezeichneten Forschungen habe Gerhard Ertl wesentlich dazu beigetragen, dass die noch weitgehend unverstandenen Prozesse der technischen Katalyse im Ansatz aufgeklärt werden konnten. Dabei konnte er in einer Reihe von Fällen die Lücke zwischen den stark idealisierten Versuchsbedingungen im Labor und den tatsächlichen Gegebenheiten in der technischen Produktion schließen. Ertls Arbeiten zeichneten sich stets durch Originalität, Vielseitigkeit und großes Gespür bei der Findung neuer experimenteller Methoden aus und gehören auch seit vielen Jahren zu den meistzitierten Publikationen in der Physikalischen Chemie. Bei allen wissenschaftlichen Verdiensten sei es dem langjährigen Direktor am renommierten Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin immer auch gelungen, seine sehr komplexen Versuchsergebnisse einer auch nicht naturwissenschaftlich vorgebildeten Öffentlichkeit verständlich zu machen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit habe sich Gerhard Ertl auch intensiv für die Belange der Forschungsförderung in Deutschland engagiert, hob Kleiner weiter hervor. "Als langjähriger Fachgutachter und vor allem als Vizepräsident der DFG von 1995 bis 2001 hat er sich besonders um den Brückenschlag zwischen den verschiedenen Disziplinen in den Naturwissenschaften und zu den Ingenieurwissenschaften verdient gemacht." Sein besonderes Augenmerk habe der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegolten. Auch den Ausbau der wissenschaftlichen Kooperation mit China habe Ertl als DFG-Vizepräsident entscheidend vorangetrieben.

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie komme zudem einem überaus sympathischen, integren und kommunikativen Menschen zu, an den viele in der DFG beste Erinnerungen hätten.

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