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Vom Labor in der Pille bis zu intelligenten Implantaten

16.10.2007 - (idw) Universität Leipzig

Intelligente Implantate - Ein Bericht zum Fortschritt bei Neuroprothesen: ist eines der Themen auf dem Symposium "Nanomicrostructures in Diagnostics, Therapy and Therapeutical Monitoring", das während des 3. Weltkongresses für Regenerative Medizin in Leipzig stattfindet. International ausgewiesene Experten tragen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Nanomikrostrukturen in Diagnostik, Therapie und therapeutischem Monitoring vor. Zeit: 19. Oktober 2007, 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Ort: Congress Center Leipzig
Messeallee 1

Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums der Universität Leipzig (BBZ) und der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) im VDE. "Das Symposium ist ein Highlight für die Leipziger Wissenschaftslandschaft im allgemeinen und für den Weltkongress im besonderen", sagt die Leiterin des Symposiums und Sprecherin des BBZ, Professor Dr. Andrea Robitzki. "Uns ist es gelungen, international ausgewiesene Experten aus aller Welt für das Symposium zu gewinnen." Behandelt werden u.a. neueste "Lab-on-a-Chip Technologien für Diagnostik und Zellanalyse" (Jonathan M. Cooper, Universität Glasgow), "Intelligente Implantate - Fortschritte bei Neuroprothesen" (Thomas Stieglitz, Universität Freiburg) und nicht zuletzt "Festköpernanoporen als Modellsystem für biologische Nanoporen" (Ulrich F. Keyser, Universität Leipzig).

Das Labor in der Pille - Lab on a Pill

Nicht nur das Labor auf dem Chip hat inzwischen Karriere gemacht, sondern auch das Labor in der Pille. J.M. Cooper brachte als erster den Nachweis für das Lab-on-Pill-Konzept. Er wies das Wirkprinzip des Lab-on-a-Pill-Konzepts mit drahtloser Datenübertragung vom Gastrointestinaltrakt nach und entwickelte innovative Lab-on-a-Chip-Formate, die sowohl die Interaktion potentieller Wirkstoffe von Einzelzellen als auch der Signale zwischen den Zellen erkunden. In seinem Referat beschreibt er die ingenieurwissenschaftlichen Herausforderungen, die mit der Integration neuer Sensorformate in die Mikrofluidik im Zusammenhang stehen, um neue Analyseplattformen zu schaffen. Dabei konzentriert er sich auf die Miniaturisierung von Mikro- und Nano-Sensoren für die Biowissenschaften und die Biomedizin.

Intelligente Implantate - Ein Bericht zum Fortschritt bei Neuroprothesen

Thomas Stieglitz gibt eine umfassende Übersicht über ausgewählte Themen der Schnittstelle Zelle-Material aus ingenieurwissenschaftlicher Perspektive. Obwohl viele Menschen inzwischen von technischen Implantaten profitieren, sind immer noch viele biologische und technische Fragen zu lösen, und die Forscher müssen sich zahlreichen Herausforderungen stellen. Dennoch kann der Referent auf eine Reihe von Erfolgen verweisen: Neuroprothesen für die oberen Gliedmaßen haben die Greiffähigkeit bei Patienten mit Querschnittslähmung erfolgreich wiederhergestellt. Das Gehör von mehr als 70.000 Cochlea-Implantat-Patienten ist bereits wieder hergestellt worden. Implantate zur Wiederherstellung des Sehvermögens stehen kurz vor der klinischen Erprobung, und die Forscher auf diesem neuen Gebiet wetteifern um das beste Ergebnis.

Festköpernanoporen als Modellsystem für biologische Nanoporen

Der Leipziger Ulrich F. Keyser referiert über Nanoporen als Sensoren für DNS und die Kräfte, die auf einzelnen DNA Moleküle in einer Festkörpernanopore direkt
gemessen werden. Interessanterweise sind die Kräfte in kleinen Nanoporen mit
einem Durchmesser von weniger als 15 nm sehr viel größer als die Kraft auf DNA in erheblich größeren Nanoporen. Diese Ergebnisse geben nicht nur einen neuen Einblick in die Physik auf molekularer Ebene sondern werden auch ein tieferes Verständnis des Transports von Polymeren durch biologische Nanoporen erlauben.


Einladung für Pressevertreter:
Wir laden hiermit herzlich ein, das Symposium oder einzelne Vorträge zu besuchen, bzw. mit Referenten zu sprechen und darüber zu berichten. Wir übernehmen es gern, einen Termin am Rande des Symposiums für Sie zu organisieren.

weitere Informationen:

Prof. Dr. Andrea Robitzki
Telefon: 0341 97-31240
E-Mail: andrea.robitzki@bbz.uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~dmpt

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