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Leibniz-Präsident Rietschel: "Der Aufbau der Exzellenzcluster von morgen muss im Osten jetzt beginnen."

19.10.2007 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Erfolgreiches Abschneiden für Leibniz-Institute in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative. Nachdem erneut die ganz überwiegende Mehrheit der erfolgreichen Anträge im Westen angesiedelt ist, sieht Leibniz-Präsident Rietschel eine große Aufgabe für die Leibniz-Gemeinschaft in den ostdeutschen Bundesländern. Er bietet den dortigen Universitäten neue Kooperationsmodelle zur thematischen Profilstärkung und für die Exzellenzcluster der Zukunft an. Als Partner bei sechs Graduiertenschulen und vier Exzellenzclustern haben die Institute der Leibniz-Gemeinschaft in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative erfolgreich abgeschnitten. Darüber hinaus ist das Deutsche Primatenzentrum - Leibniz-Institut für Primatenforschung als maßgeblicher außeruniversitärer Partner am ebenfalls prämierten Zukunftskonzept der Universität Göttingen beteiligt. Leibniz-Präsident Prof. Dr. Ernst Th. Rietschel gratulierte den erfolgreichen Einrichtungen und sieht in dem Ergebnis eine Bestätigung des Leibniz-Modells: "Leibniz-Einrichtungen sind mit ihrer strategischen Forschung ideale Partner für Universitäten, wenn es darum geht, eine Hochschule thematisch zu profilieren. Neun der zehn erfolgreichen Anträge mit Leibniz-Beteiligung sind an Universitäten in Nord- bzw. Ostdeutschland angesiedelt. Daraus wird deutlich, dass die Kooperation von Leibniz-Einrichtungen mit Universitäten ein viel versprechendes Mittel gegen das oft beklagte Nord-Süd-Gefälle innerhalb der deutschen Wissenschaft ist", sagte der Leibniz-Präsident in einer ersten Reaktion.

"Dieses Ergebnis kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Abschneiden der neuen Bundesländer enttäuschend ausfällt, wenn man Berlin herausrechnet", so Rietschel weiter. "Da die Leibniz-Gemeinschaft die größte außeruniversitäre Forschungsorganisation in den neuen Bundesländern ist, sehe ich hier eine große Aufgabe für die Zukunft. Wir werden uns stark dabei engagieren, den jungen Universitäten der neuen Bundesländer Konzepte für eine noch stärkere Kooperation anzubieten. Der Aufbau von Strukturen, aus denen die Exzellenzcluster der Zukunft in Ostdeutschland hervorgehen können, muss jetzt beginnen", fordert Rietschel. Denkbar seien zum Beispiel Wissenschaftscampi, in denen Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen zeitlich begrenzt an einem gemeinsamen Thema arbeiten und jeweilige Stärken einbringen. Aus einem solchen Wissenschaftscampus könne eine thematische Profilierung einer Universität erwachsen, so Rietschel. "Der Wissenschaftscampus sollte nach Möglichkeit die Keimzelle für Clusteranträge in einer zukünftigen Neuauflage der Exzellenzinitiative sein", umschreibt Rietschel die perspektivischen Pläne für die Stärkung der ostdeutschen Forschungslandschaft.

In beiden Runden der Exzellenzinitiative sind insgesamt 22 Leibniz-Einrichtungen an acht Exzellenzclustern und 13 Graduiertenschulen beteiligt.

Die Leibniz-Beteiligungen der zweiten Runde im Einzelnen
Graduiertenschulen:
- "Jena School for Microbial Communication" (Friedrich Schiller-Universität Jena mit Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut)
- "Graduate School for Integrated Studies of Human Development in Landscapes (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften Kiel)
- "Leipzig School of Natural Sciences - Building with Molecules and Nano-objects", Universität Leipzig mit Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig)
- "Goettingen Graduate School for Neuro- and Molecular Biosciences" (Georg August Universität Göttingen mit Deutsches Primatenzentrum - Leibniz-Institut für Primatenforschung)
- "Berlin Graduate School of Social Sciences" (Humboldt-Universität Berlin mit Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
- "Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies" (Humboldt-Universität Berlin mit Deutsches Rheumaforschungszentrum Berlin, assoziiertes Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft)

Exzellenzcluster:
- "Inflammation at Interfaces" (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Universität Lübeck und Forschungszentrum Borstel - Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften)
- "Interdisciplinary Center for Integrative Neuroscience" (Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit Institut für Wissensmedien Tübingen)
- "Neurocure: Towards a better outcome of neurological disorders" (Humboldt-Universität Berlin mit Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie)
- "Bremen International Graduate School of Social Sciences" (Universität Bremen mit Zentrum für marine Tropenökologie Bremen, assoziiertes Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft)

Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung:
- Universität Göttingen: "Göttingen: Tradition - Innovation - Autonomie" (in Kooperation mit Deutsches Primatenzentrum - Leibniz-Institut für Primatenforschung.

Kontakt
Leibniz-Gemeinschaft
Christoph Herbort-von Loeper M.A.
Schützenstraße 6a
10117 Berlin
Tel.: + 49 (0) 30 20 60 49-48
Fax: + 49 (0) 30 20 60 49-55
Mobil: 0174 / 310 81 74
E-Mail: herbort@leibniz-gemeinschaft.de
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 83 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Wissenschaft. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute beschäftigen rund 13.500 Mitarbeiter, ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,1 Milliarden Euro. Sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert.

Weitere Informationen: http://www.leibniz-gemeinschaft.de
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