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Doppelter Erfolg bei Exzellenzinitiative: Deutsche Forschungsgemeinschaft und Wissenschaftsrat fördern ein Cluster und e

19.10.2007 - (idw) Universität Bielefeld

Bielefelder Erfolge bei der Exzellenzinitiative von Bund und Länder - das Cluster "Cognitive Interaction Technology" und die Graduiertenschule "Bielefeld International Graduate School in History and Sociology" haben auch die entscheidende Hürde genommen. Das Cluster wird in den nächsten fünf Jahren jährlich mit 6,5 Millionen Euro gefördert, die Graduiertenschule mit mehr als einer Million Euro. Das teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat heute mit. Die Universität Bielefeld ist eine von drei nordrhein-westfälischen Universitäten, die in den beiden ersten Förderlinien erfolgreich waren. Einen Antrag in der Förderlinie "Zukunftskonzepte" hatte sie nicht eingereicht.

Prof. Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld, zeigte sich hocherfreut über die gemeinsame Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates: "Diese positive Nachricht für die beiden Anträge ist ein Riesen-Erfolg für die Forschungsuniversität Bielefeld. Sie unterstreicht die herausragende nationale und internationale Stellung der Bielefelder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Universität Bielefeld stärkt damit ihren Ruf, eine der forschungs- und ausbildungsstärksten Hochschulen zu sein. Mit diesen neuen Forschungsleuchttürmen wird die Universität Bielefeld weithin sichtbar und für ambitionierte Forscher, Nachwuchswissenschaftler und Studierende noch interessanter. Ich bedanke mich im Namen der Universität Bielefeld bei den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihre herausragende Arbeit - herzlichen Glückwunsch zu diesen Erfolgen."

Im Rahmen des Exzellenz-Cluster "Cognitive Interaction Technology" werden Informatiker, Biologen, Linguisten, Physiker, Psychologen und Sportwissenschaftler der Universität Bielefeld gemeinsam die Interaktion zwischen Mensch und Maschine (beispielsweise Robotern) erforschen. Ziel ist es, die Kommunikation mit technischen Systemen zu vereinfachen. Dafür wollen die Wissenschaftler die Maschinen mit den erforderlichen kognitiven Fähigkeiten ausstatten. Das Cluster wird in vier Themenfelder (Bewegungsintelligenz, Systeme mit Aufmerksamkeit, Situierte Kommunikation, Gedächtnis & Lernen) strukturiert sein. Es vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Fakultäten der Universität Bielefeld (Technische Fakultät, Biologie, Physik, Psychologie und Sportwissenschaft, Fakultät f. Linguistik und Literaturwissenschaft). Eng damit verknüpft ist die Etablierung eines internationalen Ausbildungsprogramms. Zahlreiche renommierte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland haben zudem zugesagt, sich im Rahmen einer "Virtuellen Fakultät" mit dem Cluster über Besuche, Kooperationen und Beiträge zur Lehre zu assoziieren.
"Es gibt derzeit deutschlandweit keinen anderen Standort, an dem das Thema 'Kognitive Mensch-Technik-Interaktion' in vergleichbarer Weise erforscht wird", erklärt Prof. Dr. Helge Ritter, Neuroinformatiker und Sprecher des Clusters. "Die an der Universität Bielefeld gepflegte Interdisziplinarität ist in dieser Konsequenz einmalig und für unsere Forschungsfragen sehr fruchtbar."

Das Besondere an der Graduiertenschule "Bielefeld International Graduate School in History and Sociology" der Fakultät für Soziologie und der Abteilung für Geschichtswissenschaft der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie: Im Vordergrund steht weniger ein gemeinsamer Forschungsansatz, als vielmehr das Konzept, innovative Strukturen für eine wegweisende Promotionsausbildung zu schaffen.
Die Graduiertenschule ist konzipiert für bis zu 300 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Für die wissenschaftliche Arbeit der Doktoranden wird eine weitreichende institutionelle Verantwortung übernommen. Dabei soll auch eine angemessene Balance zwischen wissenschaftlicher Arbeit und Privatleben ("study-life balance") sicher gestellt werden - in dieser Konsequenz ein einmaliges Konzept in Deutschland. " Unser Ziel ist es, die bislang übliche individuelle Promotionsbetreuung in neue Strukturen zu überführen", so der Sprecher der Graduiertenschule, Soziologieprofessor Dr. Jörg Bergmann. "So sollen die wissenschaftlichen Arbeiten neue Impulse erhalten und die Aussichten, die Promotion erfolgreich zu beenden, deutlich erhöht werden." Ein zentrales Charakteristikum ist die thematische Offenheit und theoretische Vielfalt der Graduiertenschule, die stark international ausgerichtet wird: Bis zu 40 Prozent der Doktoranden sollen aus dem Ausland kommen.


Die Exzellenzinitiative, die im Juni 2005 von Bund und Ländern beschlossen wurde, umfasst eine Förderung von insgesamt 1,9 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2006 bis 2011. Mit diesem Programm wird der Ausbau der universitären Spitzenforschung finanziert, um den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen.

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