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Im 3. Quartal 2007 bewilligt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung rund 1 Mio. Euro Fördermittel

22.10.2007 - (idw) Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Im 3. Quartal 2007 hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung für 12 wissenschaftliche und sonstige Projekte eine weitere Million Euro an Fördermitteln bewilligt. Insgesamt wurden im laufenden Jahr knapp Euro 3,5 Millionen Euro Fördermittel für Projekte zugesagt. Durch die Projektförderung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung wird die Durchführung vieler innovativer wissenschaftlicher Projekte erst möglich gemacht.

http://www.ekfs.de
http://www.ekfs.eu Im 3. Quartal 2007 wurde von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung die Förderung von 12 wissenschaftlichen Projekten mit einer Gesamtsumme von Euro 971.097,30 beschlossen.

Das Projekt von Dr. Canis, Dr. Strieth und PD Reiman von der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München handelt von dem Einfluss von Hypovolämie und Hyperfibrinogenämie auf die kochleäre Mirkozirkulation am Tiermodell in vivo und ist für das Verständnis von Innenohrerkrankungen wie dem Hörsturz oder dem Tinnitus von großer wissenschaftlicher und klinischer Bedeutung. Anhand der erwarteten Ergebnisse können sich mögliche neue Therapieoptionen bei der Behandlung dieser Erkrankungen ergeben.

Im Rahmen des Projektes von Prof. Ergün am Anatomischen Institut des Universitätsklinikums Essen und Dr. Tilki von der Urologischen Klinik am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilans-Universität München wird die diagnostische und prognostische Bedeutung des Zelladhäsionsmoleküls CEACAM1 beim nicht-invasiven Harnblasenkarzinom evaluiert werden. Die in der Grundlagenforschung erhobenen Daten hinsichtlich der CEACAM1-Expression im Harnblasenkarzinom sollen auf die klinische Anwendung transferiert werden.

Dr. Henke-Fahle von der Augenklinik am Universitätsklinikum Tübingen befasst sich mit Untersuchungen zur therapeutischen Beeinflussung Glaukom-bedingter Schäden in der Netzhaut nach Einsatz des Rho-Kinase Inhibitors H-1152P. In Organstrukturen und an isolierten retinalen Ganglienzellen und Gliazellen wird die neuroprotektive Wirkung einer Hemmung der Rho-Kinase Signalkette analysiert.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Daniel, Prof. Achenbach und Dr. Ropers von der Medizinischen Klinik II der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird den Einsatz der Dual-Source CT, eines besonders schnellen Computertomographieverfahrens, zur Detektion und Qualifizierung von Aortenklappenstenosen im Vergleich zu etablierten klinischen Referenzmethoden wie Echokardiographie, Herzkatheter und invasive Hämodynamik untersuchen.

Prof. Döhner und Dr. Stegelmann, beide tätig an der Medizinischen Klinik III am Universitätsklinikum Ulm, behandeln in ihrem Projekt die molekulargenetische Charakterisierung BCR/ABL-negativer chronischer myeloproliferativer Erkrankungen unter Verwendung array-basierter Techniken zur Identifizierung pathogenetisch relevanter Mechanismen und neuer Prognosefaktoren.

Dr. Büttner und Dr. Bollheimer, Innere Medizin I, Klinikum der Universität Regensburg, untersuchen im Modell der Hochfettdiät-Ratte positive Auswirkungen einer hochdosierten diätetischen Folsäuresupplementation auf Adipositas und Insulinresistenz. Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung eines bereits von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung geförderten Projektes.

Dr. Mencke von der Anästhesiologischen Klinik am Universitätsklinikum Rostock untersucht den Einfluss der Antagonisierung einer neuromuskulären Restblockade nach einer Allgemeinanästhesie mit Rocuronium auf postoperative pulmonale Komplikationen (Atelektasen, Pneumonien).

Die Ausrichtung der "Wissenschaftlichen Arbeitstage der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)", zurzeit initiiert durch Herrn Prof. Roewer vom Universitätsklinikum Würzburg, wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung in den nächsten drei Jahren mit einem namhaften Betrag unterstützt. Zweck und Zielsetzung der DGAI ist es, insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs im Interesse des Fachgebietes Anästhesiologie und Intensivmedizin zu fördern.

Melanie Neumann vom ZVFK am Universitätsklinikum Köln erhält von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung einen zusätzlichen Reisekostenzuschuss zur Teilnahme an der "European Cancer Conference 2007 (ECCO)" in Barcelona, Spanien im September diesen Jahres. Sie wird dort die wissenschaftlichen Ergebnisse des bereits von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung geförderten Projektes mit dem Titel "Der Zusammenhang zwischen ärztlicher Emphatie und psychosozialen Outcomes bei Patienten mit Bronchial-, Ösophagus-, Kolorektalkarzinom - eine explorative Querschnittstudie" vorstellen.

Im Rahmen der geplanten Untersuchungen von PD Rotter und Dr. Nitsch von der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck soll erstmalig kontinuierlich der Stoffwechsel von Plattenepithelkarzinomen mittels Mikrodialyse direkt im Tumor untersucht werden. Insbesondere der Einfluss der Nahrungsaufnahme des Patienten auf das Aktivitätsmuster des Tumors wird Gegenstand des von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützten Forschungsprojektes sein.

Niereninsuffiziente Patienten haben ein exzessiv hohes Risiko einen kardiovaskulären Tod zu erleiden. Gleichzeitig finden sich bei diesen Patienten die Zeichen einer chronischen Entzündung, die im Zusammenhang mit der schlechten Prognose dieser Patienten stehen soll. In einem Projekt von Doz. Säemann von der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse an der Medizinischen Universität Wien und Dr. Tölle von der Medizinischen Klinik IV an der Charité Berlin wird als höchstwahrscheinlich wichtigster Faktor in diesem Zusammenhang das als atheroprotektives Lipoprotein bekannte HDL neben seinen Cholesterintransporteigenschaften auf seine anti-entzündlichen Eigenschaften untersucht, wobei die Aufklärung der Störung dieser Funktion einen Schlüssel für das Verständnis wie auch die Therapie des kardiovaskulären Todes im Rahmen der Niereninsuffizienz bietet.

Unterstützung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fand auch das Projekt von Dr. Müller von der Medizinischen Klinik III am Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, welches sich mit der Rolle von adulten, resistenten kardialen Stammzellen bei Remodelingprozessen des Herzens in vivo und ihrer Beeinflussung durch reaktive Sauerstoffspezies, Mechanismen der neuroendokrinen Aktivierung sowie Zytokinen befasst.

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Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bad Homburg v. d. H.. Stiftungszweck sind die Förderung klinischer Forschung, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch geeignete Stipendienprogramme, die Unterstützung humanitärer Hilfsprojekte sowie die Ausbildung von jungen Ärzten, Krankenpflegepersonal, begabten Schülern und Studenten.Die größte Einzelmaßnahme der Else Kröner-Fresenius-Stiftung stellt bislang die Gründung des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin gemeinsam mit der Technischen Universität München dar.


Bis dato hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung knapp 700 Einzelprojekte mit einem Gesamtbetrag von rund 65 Millionen Euro unterstützt. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde im Jahr 1983 von Else Kröner gegründet, die mit ihrem Tod im Jahr 1988 ihr gesamtes Vermögen der Else Kröner-Fresenius-Stiftung zuwendete. Else Kröner war bis dahin Inhaberin der Fresenius AG und hat das Unternehmen über 40 Jahre gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Hans Kröner geführt.
Weitere Informationen: http://www.ekfs.de http://www.ekfs.eu
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