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Hochqualifizierte Zuwanderer: Ressourcen dürfen nicht ungenutzt bleiben - Spende der Bremer Landesbank für Studiengang

22.10.2007 - (idw) Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Oldenburg. Einen Scheck in Höhe von 26.700 Euro hat heute Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, der Vorsitzende des Vorstandes der Bremer Landesbank, an die Vizepräsidentin der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Sabine Doering, und Prof. Dr. Rolf Meinhardt überreicht. Mit dieser Summe sollen drei Stipendien des in Europa einmaligen Studiengangs "Interkulturelle Bildung und Beratung" (Bachelor of Arts) für hochqualifizierte MigrantInnen finanziert werden. Zur Entscheidung seines Hauses sagte Dr. Kaulvers, Wissenschaft und Forschung, vor allem dem Wissenstransfer in die Wirtschaft, komme eine immer größere Bedeutung zu. An Kompetenzfeldern mangele es im Nordwesten nicht, weder in der Wirtschaft noch in der relativ jungen Hochschullandschaft. Wörtlich sagte er: "Seit jeher zeichnet uns etwas in besonderem Maße aus: Heimatverbundenheit in wohl gelungener Kombination mit Weltoffenheit. Das ist ein Erfolgsmodell, mit dem sich unsere heimische Wirtschaft fit für den globalen Wettbewerb gemacht hat. Und ähnlich verhält es sich auch mit dem Oldenburg Studiengang für hochqualifizierte Migranten. Die Öffnung zu dieser Gruppe ist erfolgversprechend. Von daher unterstützen wir dieses Modell sehr gerne."

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, der der Scheckübergabe beiwohnte, unterstrich die große Bedeutung, die das Oldenburger Modell habe. "Deutschland benötigt in Zukunft die Zuwanderung hoch qualifizierter Menschen. Es wäre eine Verschwendung von Ressourcen, ließe man die in Deutschland lebenden Zuwanderer mit ihren bereits vorhandenen Potenzialen ungenutzt", so Stratmann. Es werde schon bald mehr Studiengänge dieser Art geben. Sowohl in der Informatik als auch im ingenieurwissenschaftlichen Bereich und in den Naturwissenschaften seien Studienangebote für hoch qualifizierte Migranten ausgesprochen wünschenswert und angesichts des immer stärker werdenden Fachkräftemangels für die Wirtschaft außerordentlich hilfreich.

Vizepräsidentin Prof. Doering und der Initiator des Studienganges, Prof. Meinhardt, dankten der Bremer Landesbank für die Spende. Es sei erfreulich, dass in der Wirtschaft der Wert des Oldenburger Konzepts gesehen werde, das die Interessen der betroffenen Menschen und auch die der Wirtschaft auf einen Nenner bringe.


Mit dem Bachelor-Studiengang entwickelte die Universität Oldenburg auf Initiative von Meinhardt ein inzwischen europaweit beachtetes Modell, das einen Weg weist, wie MigrantInnen mit pädagogischer, sozialpädagogischer oder sozialwissenschaftlicher Grundausbildung eine angemessene Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben werden kann. Denn in der Regel finden ihre heimatlichen Studienabschlüsse keine Anerkennung. Deshalb müssen sie sich meist mit einem massiven beruflichen und sozialen Abstieg abfinden.

Kontakt: Prof. Dr. Rolf Meinhardt, IBKM, Tel.: 0441/798-2081, E-Mail: rolf.meinhardt@uni-oldenburg.de
Weitere Informationen: http://www.uni-oldenburg.de/ibkm/19186.html
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