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EcoTopTen-Verbraucherinformationskampagne wird fortgesetzt! Deutsche Bundesstiftung Umwelt sichert Finanzierung für weit

23.10.2007 - (idw) Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie

Eine gute Nachricht für alle umweltbewussten KonsumentInnen: Die
Verbrauchinformationskampagne EcoTopTen wird nun für weitere drei Jahre
fortgesetzt. Insgesamt 220.000 Euro hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
(DBU) dafür zur Verfügung gestellt. Bis September 2010 werden die
ExpertInnen des Öko-Instituts in regelmäßigen Abständen insgesamt 20
aktuelle Marktübersichten zu empfehlenswerten Produkten herausgeben, die
nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch eine hohe Qualität und ein
angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben. Zum Auftakt erfahren
VerbraucherInnen online unter http://www.ecotopten.de/prod_kuehlen_prod.php und
unter http://www.ecotopten.de/prod_spuelen_prod.php, welche aktuellen Kühl- und
Gefriergeräte sowie Geschirrspülmaschinen EcoTopTen empfiehlt.

"EcoTopTen ist bei VerbraucherInnen auf sehr große Resonanz gestoßen und
auch von Seiten der Hersteller hat das Interesse an der Kampagne immer mehr
zugenommen", sagt Dr. Dietlinde Quack, neue Projektleiterin von EcoTopTen.
"Daher freuen wir uns sehr über das Engagement der DBU, EcoTopTen für
weitere drei Jahre zu unterstützen", betont sie. Die EcoTopTen-Kampagne
läuft seit März 2005 und hat seitdem Empfehlungen in zehn Produktfeldern
veröffentlicht. Die Übersichts-Palette reicht von Haushaltsgeräten über
Autos, Fahrräder und Ökostrom bis hin zu nachhaltigen Geldanlagen und
Fertighausanbietern. Zum Auftakt der neuen Phase von EcoTopTen haben die
WissenschaftlerInnen jetzt ihre Marktübersichten zu Kühl- und
Gefriergeräten, sowie zu Geschirrspülmaschinen aktualisiert.

Erfreulich: Die Auswahl an besonders umweltfreundlichen und sparsamen Kühl-
und Gefriergeräten ist gegenüber Juli 2006 wieder größer geworden. "Wir
empfehlen ausschließlich Modelle der Energieeffizienzklasse A++", sagt Ina
Rüdenauer, Expertin für umweltfreundliche Haushaltsgeräte am Öko-Institut.
"Diese Geräte verbrauchen bis zu 45 Prozent weniger Energie als Geräte der
A-Klasse." Denn - was viele nicht wissen: "Bei Kühl- und Gefriergeräten ist
eine Auszeichnung mit A schon lange nicht mehr Spitze", sagt die
Wissenschaftlerin und warnt, denn noch immer werden Kühl- und
Gefrierschränke der - vermeintlich besten - A-Klasse angeboten, und das zu
verlockend günstigen Preisen. "Wegen des wesentlich höheren
Energieverbrauchs gegenüber Geräten der Energieeffizienzklasse A+ oder A++
kann sich das später aber mit hohen jährlichen Stromkosten rächen", ist Ina
Rüdenauers Erfahrung.

Wer sich für eine Neuanschaffung einer Geschirrspülmaschine entscheidet, der
hat es aus Umweltsicht leicht. Denn fast alle neuen Geräte besitzen die
Auszeichnung AAA für höchste Energieeffizienz, beste Reinigungs- und beste
Trockenleistung - Mindestanforderung bei EcoTopTen. Auch beim Strom- und
Wasserverbrauch unterscheiden sich moderne Geräte heutzutage kaum noch
voneinander. "Umso entscheidender sind daher die richtige Programmwahl, eine
volle Beladung und eine angemessene Dosierung von Reiniger, Klarspüler und
Enthärter-Salz", sagt Ina Rüdenauer. "Durch optimale Nutzung können
VerbraucherInnen so ihre Kosten für das Geschirrspülen noch einmal
verringern. Davon profitiert nicht nur die Haushaltskasse, sondern auch die
Umwelt."

Neben der Auszeichnung AAA besitzen Geschirrspülmaschinen, die EcoTopTen
empfiehlt, einen niedrigen Geräuschpegel und sind zudem mit einem
hochwertigen Schutz vor Wasserschäden ausgestattet, den die Hersteller ein
Geräteleben lang garantieren. EcoTopTen bietet eine Marktübersicht über
effiziente Stand- und Einbaugeräte in 60 Zentimeter Breite, eine Übersicht
über 45 Zentimeter breite Geräte folgt voraussichtlich im November.

Übrigens: Weil sich die Effizienz von Geschirrspülmaschinen in den letzten
20 Jahren enorm verbessert hat, ist das Spülen mit der Maschine heutzutage
in der Regel kostengünstiger und umweltfreundlicher als von Hand. Das
konnten Professor Rainer Stamminger und sein Team der Universität Bonn,
Sektion Haushaltstechnik, zeigen. "Die Herstellung und Entsorgung der
Spülmaschinen fällt dagegen kaum ins Gewicht, da der weitaus größte Anteil
der Umweltauswirkungen durch den Strom-, Wasser- und
Reinigungsmittelverbrauch während der Nutzung verursacht wird", weiß Ina
Rüdenauer aufgrund eigener Untersuchungen des Öko-Instituts.

Die vollständigen Marktübersichten, Tipps und weitere Informationen rund um
das Thema "Kühlen" und "Spülen" lesen Sie im Internet unter
http://www.ecotopten.de/produktfeld_kuehlen.php und
>www.ecotopten.de/produktfeld_spuelen.php> , weitere interessante
Downloads finden Sie unter http://www.ecotopten.de/download.php .

EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und
Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In
regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an
hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes
Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte
sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden
zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die
Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im
Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik
"Produktempfehlungen". Bis Ende 2010 folgen insgesamt 20 aktuelle
Marktübersichten, die nächste zu Autos.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und
der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Medienpartner ist das
Monatsmagazin "natur&kosmos". Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen
informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie
eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

Ansprechpartnerinnen:

Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle
Freiburg, Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/45295-48,

E-Mail: d.quack@oeko.de

Ina Rüdenauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Öko-Institut e.V.,
Geschäftsstelle Freiburg, Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon
0761/45295-38, E-Mail: i.ruedenauer@oeko.de

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