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Transrapid-Baustelle in China besucht

14.05.2002 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Erfurter Studenten des Verkehrs- und Transportwesens besuchten während einer Exkursion nach China Hongkong und Shanghai. Ebenfalls auf dem Programm: Besuch der Transrapid-Baustelle.


Die Erfurter Exkursionsteilnehmer in Hongkong.
Die Transrapid-Baustelle in Shanghai. Verkehr und Transport in China hautnah erlebt
Hongkong und Shanghai waren Ende April/ Anfang Mai die Ziele einer Exkursion von 16 Studierenden des Verkehrs- und Transportwesen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. E. Pfannerstill. Dabei ging es um Verkehrsprojekte und Umschlaglogistik, wofür sich Hongkong als größter Containerhafen der Welt anbot. Besichtigt wurden das River Trade Terminal, ein Zentrum für Containerumschlag von Lkw bzw. Hochseeschiffen auf Flussschiffe. Ab Hongkong, im Mündungsdelta des Perlflusses gelegen, ist der Containertransport mit Binnenschiffen bis weit in das Innere Chinas hinein kostengünstig und umweltfreundlich. Sehenswert ist der neue Flughafen Hongkongs, der durch "Schleifung" zweier kleiner Inseln entstand. Die Anbindung an das Festland erfolgt über die mit 3,5 km weltlängste Hängebrücke mit 6-spuriger Autobahn und Eisenbahn. Durch die Unterstützung von Prof. Joseph Leung (Institute of Vocational Education, Hongkong) konnten das Luftfrachtzentrum (Airfreight Terminal) und dessen Umschlag- und Lagereinrichtungen für Luftfracht-Container besichtigt werden.
Hongkong (6,5 Mio. Einwohner) hat wenig Platz für den Individualverkehr, wodurch das öffentliche Verkehrssystem Hongkongs eines der leistungsfähigsten der Welt ist. Allein MTR (Mass Transit Railway, die Metro), befördert täglich 2,2 Millionen Passagiere. Darüber hinaus gibt es Doppelstockbusse und -straßenbahnen, Taxis, Fähren und sogar eine 800m lange Rolltreppenanlage, die Wohngebiete auf dem gebirgigen Hongkong-Island erschließt. Alle diese Verkehrsmittel wurden von den Studierenden auch ausprobiert.
Menschenmassen auf engstem Raum- dieser Eindruck wurde durch Shanghai (16 Mio. Einwohner) noch übertroffen mit seinem Gewirr von Schnellstraßen mit komplizierten Knoten. Hier hatte Prof. Dr. Michael Wagner, zuständig für das Lehrgebiet Materialfluss und technische Logistik an der FH Erfurt, derzeit aber beurlaubt als Projektmanager für die gtz in Shanghai, ein interessantes Programm zusammengestellt. Höhepunkt der Besichtigungen war die Transrapid-Baustelle. Vom Endpunkt Lo Yang soll die Magnetschwebebahn zukünftig in 8 Minuten den neuen Flughafen Pu Dong erreichen. Die Stützen der aufgeständerten Bahn stehen bereits, die Träger, die als Führungsschiene fungieren, werden derzeit sukzessive verlegt. Herr Dipl.-Ing. Weckerle, Projektleiter der Fa. Siemens, nahm sich die Zeit, der Gruppe ausführlich die 30 km lange Baustelle zu zeigen. Beeindruckend war die geforderte Passgenauigkeit der Betonträger: lediglich 0,4 mm Toleranz sind zulässig, damit der Transrapid im wahrsten Sinne des Wortes reibungslos schweben kann. Am 31.12.2002 soll Bauende sein, dann möchte der chinesische Ministerpräsident mit 430 km/h vom Flughafen in die Innenstadt schweben.
Letztes Reiseziel war das mit der chinesischen Eisenbahn erreichte Hangzhou, wo der Prorektor der "Zhejiang University of Science and Technology", eine Partnerhochschule der FH Erfurt, empfing und über einen Ausbau der Kontakte gesprochen wurde. Der 11-stündige Rückflug mit Air China von Shanghai nach Frankfurt bildete schließlich den Abschluss einer erlebnisreichen und hochinteressanten Reise in das moderne "Reich der Mitte".

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