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Sonntagsmatinee - Vom Laser bis zum Fliegen mit der Brennstoffzelle

25.10.2007 - (idw) Universität Stuttgart

Ein breites Themenfeld bietet die Universität Stuttgart in diesem Wintersemester wieder den Gästen der Sonntagsmatinee. Bei der Reihe unter dem Motto "Stuttgart zu Gast in der Universität" berichten Stuttgarter Wissenschaftler - allgemeinverständlich aufbereitet - über ihre Forschung. Alle Interessierten aus Stuttgart und der Region sind dazu herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Vorträge lädt die Universität jeweils zu einem kleinen Empfang. Den Auftakt macht am 4. November Prof. Thomas Graf vom Institut für Strahlwerkzeuge mit seinem Vortrag "Der Laser - ein innovatives Werkzeug". Der Stuttgarter Forscher wird den Laser als Universalwerkzeug vorstellen. In den Sechzigerjahren noch als Lösung zu einem unbekannten Problem verspottet, hat der Laser einen beispiellosen Siegeszug angetreten und die Laserbranche erfreut sich seit Jahrzehnten über zweistellige Wachstumsraten. Dieses Wachstum wird durch eine fortwährende Innovation der Laserstrahlquellen und den auch dadurch ermöglichten Fortschritten in den laserbasierten Fertigungsverfahren getragen. In seinem Vortrag zeigt Thomas Graf an einigen Beispielen, wie die Universität Stuttgart gemeinsam mit dem starken industriellen Umfeld zu diesem Fortschritt beiträgt.

"Wenn die Erde bebt - Sicheres Bauen in Zeiten internationaler Kooperation" hat Prof. Balthasar Novák vom Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren seinen Vortrag am 2. Dezember überschrieben. Inspiriert durch die Tsunami-Katastrophe Ende 2004, die er selber in Südostindien (Chennai) miterlebte, begann er eine intensive Kooperationsforschung mit dem dortigen Structural Engineering Research Center (SERC), die er mittlerweile auch auf andere Forschungsgebiete ausgeweitet hat. Während seines Vortrages gibt er Einblick in die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit, stellt wissenschaftliche Ergebnisse und berichtet über Erfahrungen und Eindrücke, die sich aus dem Zusammenspiel scheinbar völlig unterschiedlicher Kulturen ergeben.

Die industrielle Produktion ist das Rückgrat der deutschen und insbesondere der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie steht unter extremem Druck im globalen Wettbewerb um Arbeit und Wirtschaftlichkeit. Verlagerungen von Produktionen in andere Wirtschaftsräume sind an der Tagesordnung. Stehen wir am Beginn einer neuen industriellen Revolution oder haben wir Chancen zum Erhalt und Ausbau der Wirtschaft mit Hochleistungstechnologien? Wie werden unsere Fabriken in der Zukunft aussehen? Wie wirken sich die Veränderungen der Umwelt auf die Industrieproduktion aus? Welche Beiträge kann die Universität und die Forschung leisten? Prof. Engelbert Westkämper vom Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb versucht, bei seinem Vortrag am 13. Januar 2008 über "Moderne Produktion in einer globalen Welt" Antworten auf diese Fragen zu geben und zeigt die Möglichkeiten zum Erhalt und Ausbau der Produktion in einer globalen Wirtschaft. Er berichtet von den aktuellen Visionen, den Chancen neuer Technologien und den daraus entstehenden Veränderungen in der Arbeit. Moderne Beispiele - mit virtuellen Fabriken - und die Stuttgarter Lernfabrik sollen auch diejenigen ansprechen, die keinen Zugang zur industriellen Welt der Produktion haben.

Im Mittelpunkt des Vortrags "Hydrogenius - Fliegen mit der Brennstoffzelle" am 3. Februar 2008 steht das geplante Brennstoffzellenflugzeug mit dem schönen Namen "Hydrogenius". Das Leichtflugzeug mit etwa 18 Metern Spannweite und acht Metern Länge wird seine Antriebsenergie aus der kalten Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff beziehen, weder Abgase noch Lärm produzieren und kann dennoch bei den Flugleistungen mit herkömmlichen Leichtflugzeugen konkurrieren. Die größte Herausforderung dabei ist die Integration des Brennstoffzellensystems in den Flieger. Für ihre Machbarkeitsstudie erhielten Stuttgarter Wissenschaftler im Jahr 2006 den mit 12.000 Euro dotierten Berblinger-Preis der Stadt Ulm. Spätestens im Jahr 2011 soll "Hydrogenius" fliegen und könnte dann das weltweit erste bemannte Brennstoffzellenflugzeug werden. Das Flugzeug wird Nachfolger des Solarzellenflugzeugs Icaré II, das ebenfalls an der Uni Stuttgart entwickelt und gebaut wurde. Prof. Rudolf Voit-Nitschmann vom Institut für Flugzeugbau informiert über den Stand der Arbeiten.


Die Vorträge beginnen jeweils um 11.00 Uhr.

Ort: Uni-Bereich Stadtmitte, Keplerstraße 17, Hörsaal 17.02

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Sanierungsarbeiten am Gebäude Keplerstraße 17 der Zugang nicht über den Haupteingang erfolgt, sondern über einen Eingang vom Stadtgarten aus. Der Zugang ist ausgeschildert. Für Gäste, die auf Aufzüge angewiesen sind, wird der Eingang Keplerstraße auf Anforderung geöffnet.

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