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Gerda Henkel Stiftung verstärkt internationales Engagement

25.10.2007 - (idw) Gerda Henkel Stiftung

Die Gerda Henkel Stiftung wird sich im Bereich der Historischen Geisteswissenschaften künftig noch stärker für internationale Forschungsvorhaben einsetzen. Knapp 1,7 Millionen Euro stellt die Stiftung nach Beschluss ihrer Gremien für 42 Projekte in Deutschland und weltweit bereit. Themen der Neueren Geschichte haben hieran den größten Anteil. Es folgen die Fächer Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte und Alte Geschichte, interdisziplinäre Kooperationen, Archäologie und Historische Islamwissen-schaften. In einer weiteren wesentlichen Entscheidung wählte das Kuratorium Prof. Dr. Meinhard Miegel für abermals fünf Jahre zu seinem Mitglied. Zweite Amtszeit für Prof. Dr. Meinhard Miegel
Einstimmig wurde Prof. Dr. Meinhard Miegel bis zum 31. Dezember 2012 als Mitglied des Kuratoriums bestätigt. Der Leiter des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft gehört dem Gremium der Stiftung seit 1997 an. Er hat zahlreiche Untersuchungen zu Themen der Demographie, des Arbeitsmarktes und der Sozialen Sicherungssysteme veröffentlicht und ist als Berater in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tätig. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet.

Ein neues Dach für den ältesten Tempel Nepals
Die Gerda Henkel Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Bewahrung des kulturellen Erbes beizutragen. Im Winter 2006/2007 stürzte im nepalesischen Distrikt Mustang ein Teil des Tempeldaches der Felshöhlenstätte Mentsun Lhakhang ein. Der Tempel beherbergt einzigartige Wandmalereien aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die in der Folge durch eindringendes Regenwasser stark beschädigt wurden. Dr. Susanne von der Heide und Ngari Thingo Rinpoche leiten die notwendigen Soforthilfemaßnahmen. Bereits 1997 hatten die beiden Kunsthistoriker in einem von der Gerda Henkel Stiftung ermöglichten Forschungsprojekt nachweisen können, dass es sich bei der Felshöhlenstätte Mentsun Lhakhang um die älteste Tempelanlage Nepals handelt. Die Stiftung trägt die Instandsetzung des Daches sowie die Restaurierung der Wandmalereien.
Ebenfalls zu den neu aufgenommenen internationalen Projekten zählt eine Untersuchung über die Zionisten des "Prager Kreises". Im Zentrum des an der Universität von Sussex angesiedelten Vorhabens stehen die Denker Hans Kohn, Robert Weltsch und Hugo S. Bergmann. Eine Forschergruppe um PD Dr. Christian Wiese widmet sich ihren Interpretationen eines "jüdischen Nationalismus".

Buch- und Schriftvernichtung in Geschichte und Literatur
Seit es Bücher gibt, ist die Frage nach dem richtigen Umgang mit ihnen ein Thema in Geschichte, Religion, Literatur und Bildender Kunst. Bücher wurden verboten und verborgen, zerrissen, begraben, versenkt und verbrannt. Nicht immer war dabei jedoch der Wunsch nach Zerstörung und Zensur bestimmend. In einem Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung untersucht Dr. Mona Körte vom Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung alternative Motive für die Vernichtung des geschriebenen und gedruckten Wortes.

Rückfragen an die Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung:
Dr. Sybille Wüstemann, Tel.: 0211/936524-0,
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de
Weitere Informationen: http://www.gerda-henkel-stiftung.de
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