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Hamburger Institut für Sozialforschung erhält Förderung des BMBF

30.10.2007 - (idw) Hamburger Institut für Sozialforschung

"Social Capital" im Umbruch europäischer Gesellschaften - Communities, Familien, Ge-nerationen.
Hamburger Institut für Sozialforschung erhält Förderung des BMBF Als Mitglied eines Forschungs- und Kommunikationsverbundes "Social Capital" erhält das Hamburger Institut für Sozialforschung für ein Teilprojekt Drittmittel des BMBF. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Ausschreibung "Geisteswissenschaften im gesellschaftlichen Dialog".

Der Verbund erforscht das Sozialkapital des Überlebens. Gefragt wird, wie sich die gesellschaftliche Selbstorganisation von Individuen, in Gemeinschaften, Netzwerken und Gruppen, in Familien und in Generations- und Gemeinschaftsverhältnissen in Umbruchs - und Überlebenssituationen verändern. Welche Perspektiven bilden sich in der Perspektivlosigkeit aus? Wer geht voran, wenn soziale Gewissheiten und Sicherheiten verloren gehen? Wie kommt man zurecht im Minimum? Wer sind die Charismatiker der Stagnation oder des Aufbruchs? Wer kämpft mit wem und mit welchen Mitteln um Selbsterhaltung in prekären Lagen? Wer ist bereit zum Konflikt und macht sich für die Überwindung der sozialen Lager stark?

Das Hamburger Institut für Sozialforschung befasst sich in seinem Projekt mit "Charisma und Miseria. Die Stiftung von Sozialkapital in Situationen gesellschaftlichen Umbruchs". Die Projektleitung liegt bei Dr. Berthold Vogel. Die Mitarbeiterinnen sind Dipl. Soz. Inga Haese und Dipl. Soz. Judit Miklos.
Das Projekt fragt nach der Schöpfung, Repräsentation und Personalisierung des Sozialen in Überlebensgesellschaften. Mit Hilfe empirischer Forschung soll dem Wandel des Sozialen eine erkennbare Physiognomie gegeben werden. Gerade in Zeiten starker sozialer Brüche und drohender materieller Verluste werden auch die konfliktgeladenen Seiten sozialen Kapitals und Engagements in den Blick genommen. Nicht Strukturen, sondern Personen, die auf Konflikt und Beruhigung, auf Integration oder Spaltung, auf Kollektivität oder Individualität setzen, treten auf diese Weise in den Vordergrund der Gesellschaftsdiagnose: Unternehmer, Pastoren, Lokalpolitiker oder Wohlfahrtsorganisationen. Das Forschungsvorhaben zielt auf internationalen Vergleich. Die Feldstudien und die qualitativen Interviews mit ausgewählten Stiftern finden in drei europäischen Staaten stattfinden: in Deutschland, in Rumänien und in der Schweiz.

Ein weiteres Projekt "Bonding oder Bridging? Familiennetzwerke in der Überlebensgesellschaft" wird von dem Sprecher der Antragsteller, Prof. Dr. Heinz Bude (Leiter des Arbeitsbereichs "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" am Hamburger Institut für Sozialforschung, Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziolgie an der Universität Kassel), in Zusammenarbeit mit Dr. Jörg Dürrschmidt, in Kassel bearbeitet.

An dem Verbund sind das Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien, das Hamburger Institut für Sozialforschung, die Humboldt-Universität Berlin, das Thünen-Institut Bollewick in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater Berlin und die Universität Kassel beteiligt. Die fünf Teilprojekte haben ein gemeinsames Büro in Wittenberge/Brandenburg, das unter der Nummer 03877-600 00 66 zu erreichen ist.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen oder Rückfragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Dr. Regine Klose-Wolf
Hamburger Institut für Sozialforschung
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 040-414097-12
Mail. presse@his-online.de
www.his-online.de

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