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50 Jahre Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen

01.11.2007 - (idw) Universität Erfurt

Ehemaliger Präsident des Bundeskartelamtes Dr. Böge zu Gastvortrag an der Universität Erfurt Der ehemalige Präsident des Bundeskartelamtes Dr. Ulf Böge wird am Donnerstag, dem 8. November 2007 einen Gastvortrag an der Universität halten. Thema der Veranstaltung, zu der um 17.00 Uhr in die Begegnungsstätte Kleine Synagoge an der Stadtmünze 4/5 eingeladen wird, ist "50 Jahre Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen". Einen Einführungsvortrag hält Prof. Dr. Dr. Helge Peukert von der Staatswissenschaftlichen Fakultät.

Der Schutz des Wettbewerbs ist eine zentrale ordnungspolitische Aufgabe in einer Marktwirtschaft. Das 1958 in Kraft getretene Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) wurde bis zum heutigen Tage sieben Mal novelliert. In wirtschaftlicher Hinsicht geht das Gesetz davon aus, dass ein freier und wirksamer Wettbewerb den größten Nutzen für die Gesamtwirtschaft hat. Um diesen funktionsfähigen Wettbewerb sicher zu stellen, hat das Gesetz immer wieder grundlegende Änderungen erfahren, um den aktuellen Marktgegebenheiten gerecht zu werden und den europäischen Rechtsentwicklungen Rechnung zu tragen. "Insofern kann es auf eine wechselvolle Entwicklungsgeschichte zurückblicken, die immer auch den Stand der aktuellen Wirtschaftsentwicklungen widergespiegelt hat", so Prof. Dr. Hans-Friedrich Müller, der die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftungsprofessur für Deutsches und Internationales Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Universität Erfurt inne hat und die Veranstaltung zusammen mit dem Ludwig-Erhard-Institut der Universität Erfurt veranstaltet.

Nachdem Dr. Böge zunächst im Bundeswirtschaftsministerium Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik und ab 1972 Referent im Referat Wettbewerbspolitik war, wechselte er 1976 als Referatsleiter in das Bundespräsidialamt, wo er ab 1979 Leiter des Büros des Bundespräsidenten war. Bis Mitte der 1990er Jahre folgten eine Reihe von Stationen in verschiedenen wirtschaftspolitischen Institutionen, bevor er 1997 Leiter der Abteilung Energiepolitik und 1998 der Abteilung Wirtschaftspolitik im Bundeswirtschaftsministerium wurde, dessen Grundsatzabteilung er ab 1999 leitete. Im Januar 2000 wurde Dr. Böge Präsident des Bundeskartellamtes. 2000 wurde er zudem stellvertretender Vorsitzender des Competition Committee (CC) in Paris und ab 2004 Vorsitzender der Steering Group des International Competition Network (ICN).

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