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Programmgeschichte des DDR-Fernsehens wird erforscht

25.03.2003 - (idw) Universität Leipzig

Auf einer Pressekonferenz am 1. April, 11 Uhr, im Universitätsgästehaus Villa Tillmanns (Wächterstraße 30 in Leipzig) werden Zwischenergebnisse des DFG-Projektes vorgestellt.

Programmgeschichte des DDR-Fernsehens wird erforscht
Von den Familienserien bis zur Unterhaltungsshow, vom Sport bis zur Literaturverfilmung, vom Dokumentarfilm bis zum Fernsehtheater, vom Produktionsapparat bis zur Zuschauerwahrnehmung reicht das Untersuchungsspektrum der neun Forschungsprojekte, die jetzt Zwischenergebnisse ihrer anderthalbjährigen Arbeit vorstellen wollen. Etwa 30 Hochschullehrer, Nachwuchswissenschaftler und Studenten erforschen seit Juni 2001 an vier Hochschulen in Ostdeutschland mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft den weißen Fleck der Programmgeschichte des DDR-Fernsehens. Nach weiteren anderthalb Jahren sollen in einem zweiten Forschungsstadium diese Ergebnisse in Beziehung gesetzt werden zur Programmentwicklung in der Bundesrepublik und dann schließlich zur internationalen Fernseh-Programmentwicklung.
Ausgewertet wurden bisher Zehntausende Seiten schriftlicher Archivquellen und die zeitgenössischen Publikationen. Analysiert wurden Hunderte Sendungen, zu Verzeichnissen zusammengestellt wurden ihre Ausstrahlungsdaten. Eine Vielzahl an Gesprächen mit Zeitzeugen wurden bereits geführt und sollen weiter geführt werden. In der neuen Publikationsreihe des Forschungsprojekts: "MAZ: Materialien - Analysen - Zusammenhänge" (Leipziger Universitätsverlag) liegen erste Forschungsergebnisse vor. Aus den Gesprächen mit Zeitzeugen soll über das klassische wissenschaftliche Buch hinaus eine DVD-Edition entstehen, die Programmausschnitte, Dokumente und Zeitzeugen-Interviews vereinigt zu einem Kompendium, das Hintergründe der Entstehung, die Programme selbst, ihre Rezeption und natürlich den historisch-politischen Zeitkontext rekonstruiert und plastisch werden lässt. Auf einer Homepage können erste Ergebnisse betrachtet werden.
Einige Stichworte aus dem umfangreichen Forschungstableau: Das Ende der Langeweile (?): Beginn des Farbfernsehens, Zweites Programm. Zuschauer: Kollektive allabendliche Ausreise und Unterhaltungsslalom. Die Unterhaltungs-Philosophie von "Showkolade". Literarisches Erbe und Volkstheater im "Fernsehtheater Moritzburg" (Halle). Vom Buch zum Film: Literaturverfilmungen, Erbe, Kanon, "Operativität". Dokumentarfilm zwischen Beweis und ideologischem Pamphlet: H&S und Gruppe Katins. Vom Sport im Fernsehen zum Fernsehsport. Kinder- und Jugendfernsehen: Als Lenin ging und Sandmann blieb. Serien: Familienbilder in "Rentner haben niemals Zeit", "Geschichten übern Gartenzaun" und "Neues übern Gartenzaun".
Wir laden Sie ein zu einer Pressekonferenz mit den Verantwortlichen aller Teilprojekte - siehe oben - für Dienstag, den 1. April, 11 Uhr, in der Villa Tillmanns (Gästehaus der Universität), Wächterstraße 30, Leipzig.
Pressemitteilungen der einzelnen Teilprojekte liegen ebenfalls vor und können per email angefordert werden.

Teilprojekte: Programmentwicklung, Rezeptionsgeschichte, Heitere Dramatik, Große Show, Literaturverfilmungen, Dokumentarfilm, Sportfernsehen, Familienserien, Kinderfernsehen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz (rstein@uni-leipzig.de) und
Prof. Dr. Reinhold Viehoff (viehoff@medienkomm.uni-halle.de). Homepage: www.ddr-fernsehen.de.
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