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Nierentransplanteure Deutschlands treffen sich in Jena

14.11.2007 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Urologen und Nephrologen des Uniklinikums Jena laden vom 15.-17. November zu praktischer Weiterbildung und Jahrestagung ein (Jena) Zu einem Workshop mit praktischen Übungsteil zum Thema Nierentransplantation lädt vom 15. bis 17. November das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ein.

Neben Live-Operationen werden die künftigen Transplanteure in diesen drei Tagen auch Gefäßnahtkurse, ultraschalldiagnostische Demonstrationen und Lehr-Visiten in der Klinik für Urologie und in der Nephrologie in der Klinik für Innere Medizin III absolvieren, um sich mit der Problematik der Nierentransplantationen vertraut zu machen. Parallel zu dem Workshop findet zudem die 15. Jahrestagung des Arbeitskreises Nierentransplantation der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Jena statt.

Die Teilnehmer aus ganz Deutschland werden zudem umfassend die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet des Organersatzes bei Nierenerkrankungen diskutieren und die derzeit möglichen Verfahren der Organspende vorstellen. Wichtiges Thema wird dabei auch der Stand der Debatte um die Frage nach einer Widerspruchs- oder Zustimmungslösung bei der Organspende sein.

"Wir haben nach wie vor mit dem Problem zu kämpfen, dass es zu wenige Spender für die vielen schwerkranken Patienten auf unseren Wartelisten gibt", beschreibt Prof. Dr. Jörg Schubert, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Jena, die aktuelle Situation. Etwa 80 Nierentransplantationen nimmt er mit seinem Team im Jahr vor, insgesamt 900 sind es inzwischen seit Beginn der Transplantationen in Jena im Jahr 1990.

"In den letzten Jahren hat sich vieles verbessert, auch in der Nachsorge der Patienten, so dass wir immer erfolgreicher dafür sorgen können, dass das neue Organ seine Aufgabe über viele Jahre erfüllt", so Prof. Dr. Gunter Wolf, Direktor der Klinik für Innere Medizin III. Gleichzeitig steige aber auch die Zahl der Patienten, die mit ernsten Nierenerkrankungen in seine Klinik kommen, so Wolf. "Nierenschäden sind eine Folge des derzeitigen insgesamt ungesunden Lebensstils", erklärt der Nierenexperte, "hier ist jeder Einzelne aufgefordert, im Eigeninteresse mehr für seine Gesundheit und seine Nieren zu tun." Denn sonst steht am Ende vielleicht das Warten auf eine Nierentransplantation.

15.-17. November 2007, Beginn: 7:45 Uhr
15. Jahrestagung des Arbeitskreises Nierentransplantation der Deutschen Gesellschaft für Urologie und
3. Jenaer Workshop Nierentransplantation
Klinik für Urologie und Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Jena

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jörg Schubert
Direktor der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/935206
E-Mail: Joerg.Schubert[at]med.uni-jena.de

Prof. Dr. Gunter Wolf
Direktor der Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/9324301
E-Mail: Gunter.Wolf[at]med.uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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