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Auszeichnungen für Stuttgarter Physiker und Sozialwissenschaftler

16.11.2007 - (idw) Universität Stuttgart

Walter-Schottky-Preis für Fedor Jelezko
Der Physiker Dr. Fedor Jelezko vom 3. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart erhält den mit 15.000 Euro dotierten "Walter-Schottky-Preis" der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Mit diesem Nachwuchspreis für hervorragende Beiträge zur Physik werden seine Arbeiten zur Manipulation einzelner Atome in Festkörpermaterialien ausgezeichnet. Jelezkos Untersuchungen, die auf der gezielten Beeinflussung von Elektronen- und Kernspins beruhen, versprechen interessante Anwendungen im Bereich der Materialwissenschaft und Bioanalytik und sind wichtig für die Entwicklung von Quantencomputern. Bausteine solcher Superrechner, die bislang allerdings nur auf dem Papier existieren, sind so genannte Qubits. Diese Recheneinheiten speichern nicht nur Nullen und Einsen - so wie klassische Computer -, sondern auch Überlagerungen beider Werte. Dies soll es Quantencomputern ermöglichen, viele Berechnungen parallel auszuführen, was die Rechengeschwindigkeit enorm steigern würde. Die Auszeichnung wird im Februar 2008 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.
Mehr zu den Forschungsarbeiten finden Sie unter
http://www.uni-stuttgart.de/uni-kurier/uk99/forschen/fs61.htm

Ehrendoktor der ETH Zürich für Ortwin Renn
Prof. Dr. Ortwin Renn vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart wird am Samstag, den 17. November 2007 mit der Ehrendoktorwürde der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ausgezeichnet. Die ETH-Rektorin Prof. Heidi Wunderli-Allenspach wird die Auszeichnung im Rahmen des ETH-Tages in Zürich überreichen. Ortwin Renn, Leiter der Abteilung für Technik- und Umweltsoziologie und gleichzeitig des interdisziplinären Forschungsschwerpunkts Risiko und nachhaltige Technikentwicklung, wird damit vor allem für sein wissenschaftliches Werk im Bereich der Risikoanalyse und der Partizipationsforschung geehrt. Der Stuttgarter Wissenschaftler, der große internationale Ausstrahlung genieße, sei ein begnadeter Mediator und Moderator, heißt es in der Begründung. Zudem habe er "wie wenige andere die gesellschaftlichen Folgen von Wissenschaft und Technik thematisiert und praktisch brauchbare Prozeduren für die Bewältigung der resultierenden Konflikte bereitgestellt". Fachkollegen sehen ihn "als Vertreter einer neuen Generation von Wissenschaftlern, für die die durch Wissenschaft und Technik erzeugten Konflikte ebenso wichtig sind wie Wissenschaft und Technik selbst".

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