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Gutes tun und Geld verdienen - geht das?

20.11.2007 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

An der Uni Witten/Herdecke diskutieren Studenten und Wirtschaftsexperten aus aller Welt über die soziale und ökologische Verantwortung von Unternehmen Wie bringt man wirtschaftlichen Erfolg, soziales Engagement und Umweltschutz in Einklang? Über diese Frage diskutieren noch bis zum Ende der Woche 25 Studierende aus zwölf Ländern an der Universität Witten/Herdecke. Bei der "Oikos Winter School 2007", an der auch renommierte Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft teilnehmen, geht es um die weltweit an Relevanz gewinnenden Themen "Corporate Social Responsibility" und "Sustainability Management", also den Bereich der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen. Am Donnerstag, 22. November, öffnet die Winter School ihre Pforten auch für die interessierte Öffentlichkeit, die von 18 bis 20 Uhr herzlich zu einer Podiumsdiskussion eingeladen ist.

Oikos ist eine weltweite studentische Initiative, die sich als Netzwerk für nachhaltige Ideen und Projekte an Wirtschaftsfakultäten und Business Schools versteht. Studierende sollen ihr Interesse für "Nachhaltiges Wirtschaften" vertiefen und möglichst viele Menschen für das Thema gewinnen. Die Winter School bildet als jährlich stattfindende Veranstaltung einen Schwerpunkt von Oikos. Am Ende einer intensiven Woche werden konkrete Projekte stehen, die den Kriterien nachhaltiger Entwicklung entsprechen.

Die Winter School findet zum ersten Mal außerhalb des Oikos-Gründungsortes St. Gallen statt. Die Idee, Witten/Herdecke zum Schauplatz dieses intensiven wissenschaftlichen Austauschs zu machen, kam den Wittener Wirtschaftsstudenten Tim Lehmann, Jann Klein und Mirjam Ruebbelke bei der Winter School im vergangenen Jahr: "An der UWH ist der Ansatz noch unternehmerischer, deshalb kann man es hier noch besser umsetzen", sagt Tim Lehmann.

Das Moment der Internationalität macht den speziellen Reiz der Winter School aus. "Es kommen verschiedene Denkweisen und Charaktere zusammen, die mit unterschiedlichen akademischen Ansätzen an das Thema Nachhaltigkeit herangehen", so Lehmann weiter . An dem Treffen nehmen Studenten aus Ländern wie Deutschland, USA, China, Finnland und Brasilien teil.

Zu den hochkarätigen Referenten gehören Ibrahim Abouleish, Träger des Right Livelihood Awards ("alternativer Nobelpreis"), Paul Dickinson vom Carbon Disclosure Project, der weltweit größten Investorengruppe für den Kampf gegen den Klimawandel, Michael Hoelz von der Deutschen Bank und Joachim Löchte, Leiter Umweltpolitik beim Energiekonzern RWE. Hinzu kommen Vertreter von Firmen und Institutionen wie der Deutschen Bank, EON, Bain & Company, Weleda und Greenpeace.

Ein "Kreativitäts-Workshop" eröffnet am Mittwoch die "Produktionsphase" für die Projekte, die am Ende der Winter School 2007 stehen sollen. In so genannten "Project Labs" erarbeiten die Studenten gemeinsam mit Experten Ideen für eigene Projekte, die auf nachhaltiges Wirtschaften und soziale Verantwortung setzen. Zugleich bekommen sie Strategien zur Finanzierung ihrer Ideen aufgezeigt und lernen, Förderer und Sponsoren zu überzeugen.

"Die Teilnehmer sollen motiviert werden, die eigenen Projekte auch umzusetzen", sagt Tim Lehmann. Auf einer Abschlusspräsentation am Samstag vor Alumni der Universität Witten/Herdecke und aus dem Oikos-Netzwerk erhalten sie ein direktes Feedback auf ihre Ansätze. "Im optimalen Fall kommt ein Mentoring zustande, bei dem die Alumni die Projekte begleiten und mit weiterentwickeln", hofft Tim Lehmann.


Die öffentliche Podiumsdiskussion am Donnerstag von 18 bis 20 Uhr findet im Großen Hörsaal der Universität statt. Die Diskutanten sind Thomas Kolbeck (ehemaliger Vize-Chairman der DEPFA Bank), Randall Krantz (Direktor des Centre für Public Private Partnership, World Economic Forum in Genf) und Wolfgang Hafenmayer (Managing Partner, LGT Venture Philantrophy in Zürich).

Kontakt:
Tim Lehmann, 0177-7207082, tim.lehmann@oikos-wh.de
Weitere Informationen: http://www.oikos-winterschool.org
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