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Literaturpreis für Informatiker aus Würzburg

27.11.2007 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Das Internet wird in der Zukunft noch gewaltigere Datenmengen bewältigen müssen als schon jetzt. Für diese Anforderung suchen Wissenschaftler weltweit nach zuverlässigen und wirtschaftlichen Lösungen. Die Informatiker Michael Menth und Rüdiger Martin von der Uni Würzburg haben zu diesem Thema eine derart hervorragende und zudem noch allgemein verständliche Arbeit geschrieben, dass sie dafür nun mit einem wissenschaftlichen Literaturpreis belohnt wurden. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung bekamen die Würzburger am Dienstag, 27. November, in der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin-Mitte verliehen. Vergeben wird der Literaturpreis seit 1956 jährlich von der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). Er kommt für herausragende wissenschaftliche Veröffentlichungen in Frage, die durch eine sachlich präzise und allgemein verständliche Darstellung bestechen.

Die prämierte Arbeit trägt den Titel "Überdimensionierung für zuverlässige Kommunikationsnetze" und entstand in einer Kooperation mit Joachim Charzinski von der Kommunikationssparte der Siemens AG in München, der jetzigen Nokia Siemens Networks. Diese Zusammenarbeit war Teil des Verbundprojektes King (Komponenten für das mobile Internet der nächsten Generation), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

Die Untersuchung vergleicht die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Mechanismen zur Ressourcenkontrolle für ausfallsichere Netzstrukturen, wie sie im zukünftigen Internet zur Unterstützung von Echtzeitkommunikation benötigt werden. "Wir geben darin erstmals objektive Einsichten in eine Debatte, die Wissenschaftler seit Jahren mit großer Vehemenz führen", sagt Menth. Die Studie wurde bereits im September 2006 auf der Jahreskonferenz der ACM Sigcomm veröffentlicht. Dort musste sie sich zuvor gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen - dass sie letzten Endes erfolgreich war, gilt als deutliches Zeichen für die internationale Exzellenz der Würzburger Informatiker.

Durch die enge Zusammenarbeit mit global agierenden Firmen und Forschungsinstituten sowie die Mitwirkung bei der Standardisierung des Internets ist die Arbeit der Würzburger sehr praxisrelevant. Das äußert sich unter anderem in einer hohen Zahl von Patentanmeldungen. Michael Menth, der am Würzburger Lehrstuhl für Informatik III (Kommunikationsnetze) von Professor Phuoc Tran-Gia eine Forschungsgruppe leitet, wurde in den vergangenen Jahren mehrfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt er beispielsweise im Jahr 2006 den Röntgenpreis der Universität Würzburg.

Weitere Informationen: Dr. Michael Menth, T (0931) 888-6644, menth@informatik.uni-wuerzburg.de, Internet: http://www3.informatik.uni-wuerzburg.de/

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