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Professor Bernd-Peter Lange wird 60

26.03.2003 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg


Professor Bernd-Peter Lange Am 24. März wurde Professor Bernd-Peter Lange, Ordinarius für anglistische Literaturwissenschaft, Direktor des Instituts für fremdsprachliche Philologien und Prodekan der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 60 Jahre alt.

Zu seiner Ehrung veranstaltet das Institut für fremdsprachliche Philologien am Freitag, dem 28. März, 13.00 Uhr in der Lukasklause ein Kolloquium zum Thema "Anglistik and Beyond" (Anglistik und darüber hinaus). Freunde, Kollegen, Doktoranden und Habilitanden wollen in Kurzreferaten die Forschungsgebiete und Interessen ihres Lehrers und Professors darstellen. Auch ausländische Gäste aus Bombay und Oxford werden erwartet, um sein internationales Wirken zu würdigen.

Bernd-Peter Lange wurde in Berlin geboren und studierte Anglistik und Germanistik an der Freien Universität Berlin und am University College in London. Nach seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin lehrte er als Professor in Braunschweig und Oldenburg, bevor er 1993 den Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erhielt. Sein Wechsel nach Magdeburg war vor allem auch darin begründet, dass er an der Universität eine Anglistik, die seinem Wissenschafts- und Fachverständnis entsprach, verwirklichen wollte. So wurde in der Magdeburger Anglistik der Schwerpunkt "Kulturstudien" ernst genommen und neben der Literaturwissenschaft und der Sprachwissenschaft als dritte tragende Säule des Studiums etabliert.

In ähnlicher Weise engagierte sich Professor Lange für den Studien- und Forschungsschwerpunkt 'Postkolonialismus' oder, wie es heutzutage heißt, für 'Neue Englische Literaturen und Kulturen'. Dabei handelt es sich um das Studium und die Erforschung des literarischen und kulturellen Lebens in Ländern (außerhalb der USA und Großbritanniens), in denen Englisch als Mutter- oder Zweitsprache eine bedeutende Rolle spielt, also z. B. Australien, Kanada, Südafrika oder Indien. Professor Lange initiierte den sehr fruchtbaren wissenschaftlichen Austausch zwischen den Englisch-Abteilungen der Universitäten Bombay und Magdeburg, der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst im geisteswissenschaftlichen Bereich "vorbildlich" eingeschätzt wird. Bernd-Peter Lange ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der bengalischen Universität Santiniketan.

Im Verlauf der letzten Jahre widmete sich der Wissenschaftler der Entwicklung und der Etablierung des Studiengangs "European Studies". Er war federführend an der inhaltlichen Konzeption dieser 'Europa-Studien' beteiligt und baute ein Netzwerk mit einer Reihe europäischer Partneruniversitäten auf, mit dessen Hilfe dieser Studiengang jetzt Wirklichkeit geworden ist. Die hohe Zahl und die hervorragende Qualität der Bewerber (und Teilnehmer) beweist die Attraktivität dieses Studienganges.

Prof. Lange gilt sicherlich als der wichtigste deutsche Orwell-Experte; jahrzehntelang war er als Mitherausgeber der anglistischen Zeitschrift "Gulliver" tätig. Sein Forschungsspektrum reicht von gattungspoetologischen Untersuchungen zur Literatur der englischen Aufklärung über Dickens, "Urban Gothic" bis zu aktuellen Dramen und zu Fragen der literarischen Hybridität und des Kulturaustausches zwischen Großbritannien und Indien.

Sein souveränes wissenschaftliches Bemühen und Wirken wird durch eine sehr unprätentiöse, bescheidene menschliche Haltung unterstützt. Eine lange Reihe wissenschaftlicher Schüler, Doktoranden und Habilitanden beweist seine Überzeugungskraft in der Lehre und in der Hinführung zu forschendem Denken.

Professor Lange ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter. Früher spielte er Handball (meist im Tor), und wenn er Gelegenheit dazu hat, nimmt er es sehr gern wahr, in der Bördelandhalle den SC Magdeburg spielen zu sehen. Sein wissenschaftliches Hobby ist das Erforschen der Anfänge des professionellen Schachspiels im England des 19. Jahrhunderts. Er verfügt über eine fast einzigartige Sammlung früher Schachuhren.

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