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Christoph-Schmelzer-Preis für Dr. Florian Sommerer

30.11.2007 - (idw) Forschungszentrum Dresden - Rossendorf e.V.

Herr Dr. Florian Sommerer (CERN in Genf) erhält für seine Doktorarbeit den diesjährigen Christoph-Schmelzer-Preis des Vereins zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V. In die Betreuung der Doktorarbeit teilten sich Prof. Wolfgang Enghardt (Forschungszentrum Dresden-Rossendorf und OncoRay) sowie Dr. Alfredo Ferrari (CERN). Der Preis wird am 30.11.2007 an der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt überreicht. In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich Dr. Florian Sommerer mit der Optimierung der Bestrahlungsplanung bei der Krebstherapie mit Ionen. Dabei untersuchte er vor allem die Ionensorten Kohlenstoff-12 und Sauerstoff-16. Die Arbeit trägt den Titel "Experiments and FLUKA simulations of 12C and 16O beams for therapy monitoring by means of in-beam positron emission tomography". Sie wurde unter der Betreuung von Dr. Alfredo Ferrari (CERN) und Prof. Wolfgang Enghardt (Forschungszentrum Dresden-Rossendorf und OncoRay-Zentrum in Dresden) im CERN im schweizerischen Genf angefertigt. Dr. Sommerer verteidigt die Arbeit am 10. Oktober 2007 an der Fakultät für Physik der Technischen Universität Wien und erhielt das Prädikat "Ausgezeichnet". Herr Sommerer ist im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) kein Unbekannter: Er bearbeitete seine Diplomarbeit zum Thema der physikalischen Überwachung von Therapiestrahlen im Jahre 2004 in der Abteilung von Prof. Enghardt im FZD.

Mit dem Christoph-Schmelzer-Preis werden jährlich herausragende Diplom- oder Promotionsarbeit auf dem Gebiet der Tumortherapie mit Ionenstrahlen weltweit ausgezeichnet. Eine Jury aus qualifizierten Wissenschaftlern aus dem Gebiet prüft jeweils im September die eingegangenen Vorschläge und ernennt die Preisträger. Die Verleihung des Christoph-Schmelzer-Preises findet während der Mitgliederversammlung am 30. November 2007 um 16.00 Uhr im Hörsaal der GSI in Darmstadt statt. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro. Der diesjährige Preis wird geteilt und geht an Dr. Florian Sommerer sowie an Dr. Katarzyna Psonka.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Wolfgang Enghardt
OncoRay & Institut für Strahlenphysik im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Tel.: 0351 458 - 7411
wolfgang.enghardt@onocray.de
http://www.oncoray.de

Schwerionentherapie im Überblick:
Das Pilotprojekt Schwerionentherapie wurde 1993 als Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) Darmstadt, dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD), der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg ins Leben gerufen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden seit 1997 mehr als 300 Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich bei GSI behandelt. Grundlage für diese neue Krebstherapie waren langjährige Forschungsarbeiten und die große Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen bei der GSI. Die Bestrahlung findet derzeit noch dort statt, wird aber an das Universitätsklinikum Heidelberg verlagert, sobald das dort im Bau befindliche neue Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) fertig gestellt sein wird. Ab 2008 sollen dort über 1000 Patienten jährlich behandelt werden. Weiterführende Informationen zur Schwerionentherapie sind auf den Internetseiten der GSI (www.gsi.de) zu finden.

Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bautzner Landstr. 128, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Email : c.bohnet@fzd.de

Information:
Das FZD leistet wesentliche Beiträge in der Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung zu folgenden Fragestellungen:
o Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in winzigen Dimensionen?
o Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
o Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Das FZD engagiert sich für die Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse im Hinblick auf die zukünftige Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft. Es betreibt zu diesem Zweck sechs größere Forschungsanlagen, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das FZD ist mit ca. 700 Mitarbeitern das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft (www.wgl.de) und verfügt über ein jährliches Budget von rund 57 Mill. Euro (Stand: 12/2006). Hinzu kommen etwa 10 Mill. Euro aus nationalen und europäischen Förderprojekten sowie aus Verträgen mit der Industrie. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 83 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung, weshalb sie von Bund und Ländern gemeinsam gefördert werden. Die Leibniz-Institute verfügen über ein Gesamtbudget von gut 1 Milliarde Euro und beschäftigen mehr als 13.000 Mitarbeiter.

Weitere Informationen: http://www.gsi.de
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