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Deutsches Studentenwerk feiert 25 Jahre Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung

05.12.2007 - (idw) Deutsches Studentenwerk

· Deutliches Bekenntnis zu einer "Hochschule für alle"
· Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 25 Jahren
· 19% der Studierenden haben gesundheitliche Schädigung (Berlin, 5. Dezember 2007) Mit einem Festakt in Berlin und mehr als 150 Gästen aus Politik, Hochschulen, Behindertenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Arbeitsagenturen, studentischer Selbsthilfe und den 58 Studentenwerken beging das Deutsche Studentenwerk (DSW) gestern Abend das 25jährige Bestehen seiner Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS). DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat dankte dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das die Stelle seit 1982 fördert. Dobischat sagte: "Die Studentenwerke bekennen sich zum Leitbild einer 'Hochschule für alle', in der Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit selbstbestimmt, gleichberechtigt und ohne fremde Hilfe studieren können." Peter Greisler vom BMBF erklärte, dass die 25 Jahre IBS ohne Übertreibung als eine Erfolgsgeschichte bezeichnet werden dürfen. Die IBS habe in dieser Zeit vielen behinderten Menschen bei der erfolgreichen Bewältigung ihres Studiums geholfen. Laut jüngster DSW-Sozialerhebung haben 19% der 1,76 Millionen deutschen Studierenden eine gesundheitliche Schädigung; 44% von ihnen oder rund 143.000 sehen sich dadurch in ihrem Studium eingeschränkt. Unter einer sehr starken Studieneinschränkung leiden etwa 27.000 Studierende.

DSW-Präsident Dobischat zeigte sich glücklich, dass die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung beim DSW als Dachverband der 58 Studentenwerke angesiedelt ist. "Wir sind Anwälte der sozialen Interessen der Studierenden im allgemeinen, und wir sind im besonderen auch die Anwälte der Interessen der Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit", sagte Dobischat in seiner Festrede. 42 der insgesamt 58 Studentenwerke bieten Beratung für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit, entweder im Rahmen ihrer Sozialberatung oder in eigenen Beratungsstellen.
Hintergrund: 25 Jahre IBS
Der entscheidende Impuls kam 1982 von der Kultusministerkonferenz, die in einer Empfehlung für die "volle Freizügigkeit von Menschen mit Behinderung bei der Wahl des Hochschulstandorts" eintrat. Der Deutsche Bundestag beschloss im selben Jahr, beim Deutschen Studentenwerk (DSW) eine zentrale "Beratungsstelle für behinderte Studienbewerber und Studenten" zu gründen, heute heißt sie "Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung", abgekürzt IBS. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte die IBS von Anfang an. Sie versteht sich als Kompetenzzentrum in den vielfältigen Fragen rund um das Studium mit Behinderung. Sie bietet Beratung sowohl für Studierende mit Behinderung als auch deren Beraterinnen und Berater. Sie setzt sich als Lobbyorganisation für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit ein. Die IBS hat zum Beispiel maßgeblich dazu beitragen, dass bei der Akkreditierung neuer Bachelor- und Master-Studiengängen deren Interessen stärker berücksichtigt werden. Geleitet wird die IBS von Renate Langweg-Berhörster; ihr stehen drei Mitarbeiterinnen zur Seite.
Weitere Informationen im Internet: www.studentenwerke.de/behinderung

Kontakt: Stefan Grob, Telefon 030/29 77 27 20, Mobil 0163/29 77 272, E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de

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